Reise zur Hölle (für PC, Euklid, Normal)

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  • Reise zur Hölle


    Zum Thema "Hölle und Gehörnte" habe ich versucht ein passendes System und Aufgaben dazu zu finden. Meine Wahl fiel auf ein System mit 5 Planeten und einem Mond. Da ich den per Portal nicht erreichbaren Planeten unbedingt dabei haben wollte, habe ich eine Basejump-Anleitung eingebaut, das System soll also per Raumschiff bereist werden.


    Dazu sind ein paar Vorarbeiten notwendig:


    - Mache eine Sicherung und verschiebe sie an eine sichere Stelle. Nach dieser Reise kannst du diese Sicherung wieder einspielen und mit dem alten Spielstand samt alter Basis mit freigeschaltenem Portal weitermachen.


    - Schalte unbedingt die Basisteilung aus, damit auch ein eventueller Nachreisender die portalnahe Basis in Besitz nehmen kann.


    Reise per Portal auf diesen Planeten:


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    Dort angekommen blicke in südliche Richtung. Dort habe ich per Kommunikationsstation eine bewohnbare Basis im Abstand von 13 Gehminuten markiert. Mit dem Nomad sind es nur 3:30 min. Steuere nun diese Basis an.


    Nimm diese Basis in Besitz, kehre zum Portal zurück und benutze es, um zu deinem Raumschiff zurückzukehren.

    Auf der anderen Seite angekommen, steige ins Raumschiff und steuere die nächste Raumstation an.

    Gehe zum Station-Terminus und benutze den Teleporter, um zu deiner neuen Basis zu reisen.

    Voilá, dein Raumschiff steht vor deiner neuen Haustür.


    Hebe ab und fliege in den Weltraum. Dort rufst du die Sternenkarte auf, um das eigentliche Ziel zu finden (eine Warpzelle ist an dieser Stelle auch notwendig).

    Du bist momentan im System 'Vorhoelle' und musst in das 125 Lj entfernte System 'Hoelle', ein florierendes Korvaxsystem.


    Warpe dorthin und du wirst sofort von einem Hölleneingang empfangen.

    Der muss aber einstweilen noch warten, denn auf allen Planeten des Systems (inklusive Mond) warten allerhand teuflische Aufgaben auf dich.


    Besuche dazu die einzelnen Planeten in beliebiger Reihenfolge. Auf jedem Planeten sollten zwei durch Kommunikationsstationen markierte Punkte zu finden sein, die du allerdings erst siehst, wenn du in die Atmosphäre der einzelnen Planeten eintauchst. Auf dem Mond findest du allerdings nur einen markierten Punkt und auf einem Planeten zusätzlich eine Basis samt Nachrichtenmodul, deren gelbes Signal bereits vom Weltraum aus zu sehen ist.

    Die Kommunikationsstationen geben dir auch Auskunft, worin deine Aufgabe jeweils besteht.

    Sie enthalten Codes, die immer auf der Webseite The NMS Lore Project einzugeben sind.


    Zusätzlich findest du im nächsten Post zwei pdf-Dateien, die Bilder für zusätzliche Aufgaben enthalten. Diese Bilder können auf jedem Planeten des Systems entstanden sein und die Reihenfolge ist rein zufällig.


    In einem Fall sind allerhand Bilder von Gehörnten zu sehen. Alle sind auf irgend einem Planeten des Systems zu Hause. Finde sie, fotografiere sie und stelle fest welche Namen sie haben.


    Im zweiten Dokument findest du Details, die dir alle auf deiner Reise irgenwann unterkommen werden. Du musst sie allerdings erkennen, wenn du vor ihnen stehst. Mache jeweils ein Bild auf dem das gesuchte Detail in größerem Zusammenhang zu sehen ist.


    Außerdem gibt es auch dieses Mal ein Lösungswort, allerdings nur drei Zeichen lang. Die Hinweise dazu findest du in den Lore-Texten. Wenn du alle Hinweise und die dazugehörigen Zeichen gefunden und in die richtige Reihenfolge gebracht hast, wirst auch du einsehen, dass das unmöglich alles Zufall sein kann.


    Dann kann ich nur noch viel Glück auf diesem Höllentrip wünschen.

    Du wirst es brauchen.

    2 Mal editiert, zuletzt von gerif ()

  • Junge, Junge - diesmal hast du dich aber selbst übertroffen. Naja, wie fast jedes Mal… bisher. Allein die Gehörnten-Bilder.:evil: Wow … ich bin beeindruckt! Lob! -

    Äh, ich meine selbstverständlich: 'Nur keine Vorschusslorbeeren.' Man weiß ja, was von so Reiseprospekten zu halten ist. Aber diese sehen schon ziemlich gut aus.8)

  • AV3b.png

    Wer kommt schon auf die Idee, eine Rundreise durch die Hölle anzubieten? Im Ernst, da kommen die meisten von uns ja früh genug hin. Oder es ist eine gewaltige Übertreibung und eher so was wie eine Einladung zur Geisterbahnfahrt. Naja, Gerif-TV-Reisen hatte ja schon immer einen etwas merkwürdigen Geschmack, was die Auswahl seiner Ziele angeht. Und irgendwer muss es ja auf sich nehmen und auch solche schrägen Destinationen unter die Lupe nehmen. Auf Spesen versteht sich.
    Am Anfang des Höllentrips stand ein Basejump. Das Portal führte uns in ein Zielsystem mit dem bezeichnenden Namen 'Vorhölle'.


    Naja, eine leichte, branchenübliche Übertreibung. Ich sag nur: Reisekataloge - die reinsten Märchenbücher! - Erwartungsgemäß war es ein toxisches System mit dem Biom 'Giftiger Staub', aber ansonsten sah das Ganze eher normal aus. Ziemlich leer. Wüstenartig. Keine Backofentemperatur, keine Vulkane - nichts. Der Herr der Finsternis? Fehlanzeige. Und natürlich mal wieder kein Service. Könnte natürlich für die Vorhölle normal sein? Trotzdem, eine Basejump-Station ohne Minibar ist doch schon etwas knauserig.


    Immerhin hätte das eine oder andere Tier einen Hinweis darauf liefern können, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zuging: Höllenhunde, gehörnte Viecher mit zwei Schwänzen und eine dämmerungsaktive Libellen-Fledermaus Art.


    Der Basejump selbst verlief dank der präzisen Anleitung eher unspektakulär. Im Zielsystem 'Hölle' angekommen wurde gleich klar, dass das im Gegensatz zur lieblichen 'Vorhölle' seinen Namen wohl zu Recht trug. Der Schlund der Hölle war weit aufgerissen, bereit uns und unser Schiff zu verschlingen.


    Aber noch waren wir nicht bereit. Fünf höllische Planeten und ein Mond, die den leichtsinnigen Reisenden erwarten. Alle randvoll mit teuflischen Aufgaben - da darf man wohl gespannt sein...

  • Ach was! Lieb von euch, aber ich hab nur den Spaß. Die ganze kreative Arbeit macht gerif . Das Lob gebührt ihm. Ich bin nur die Trittbrettfahrerin. verlegen2.gif

    Nein nein. ihr beide ergänzt Euch prächtig und das soll auch nicht heißen, das ich Gerif vergessen habe.

    Aber hier geht es um das besonders gelungene und sehr kreative Geschreibsel.

  • [Höllentrip Planet 1 - Frostwelt]
    Hm, die Reihenfolge, in der man die 'höllischen' Planeten ansteuert, ist ja beliebig. Trotzdem - ohne allzu viel vorwegzunehmen, das teuflischste an unserem ersten Planeten 'Razyunsbanbil' ist sicher sein zungenbrecherischer Name. Der Planet selbst ist eine wunderschöne Frostwelt, die es -abgesehen von den mäßigen Minusgraden- verdient hätte, unter den schönsten Planeten Euklids einen der vorderen Plätze einzunehmen.


    Ein extrem ansprechender Pflanzenbewuchs, der auch noch von herrlichen Hell-Dunkel-Wechseln ins rechte Licht gerückt wird. Reichlich Eiweißperlen und eine attraktive Oberflächenstruktur mit exotischen Felsformationen und Höhlen werden ergänzt durch aparte verschneite schwebende Halbkugeln mit Mini-Ökosystemen.


    Der Hinweis des Veranstalters, dass man durch Abernten der Eiweißkugeln 'in Teufels Küche' geraten könne, stellt wohl nur so etwas wie den verzweifelten Versuch dar, das Thema Hölle und Teufel hier gewaltsam unterzubringen. - Beim vorsichtigen Öffnen der Perlen entschwebte einer eine gleißende Kugel, zweifellos so etwas wie die Manifestation der ihr innewohnenden 'Energie' oder 'Seele'. Angesichts dieses offenkundigen Lebenszeichens ließen wir die Perlen selbstverständlich unangetastet.


    Die Tierwelt enthält zwar ein paar wenige gehörnte Exemplare, aber den positiven, freundlichen Gesamteindruck vermag das in keiner Weise zu trüben.


    Die Hinweise des Veranstalters führten uns -nach einem längeren Orientierungsmarsch- zu einer besonders sehenswerten komplexen Felsformation, die uns von jeder Seite einen anderen, abwechslungsreichen Anblick bot: mal baldachinartige Höhlen und Felsüberhänge, dann wieder monumentale säulen- und keulenförmige Felsstelen, unterbrochen von Wiesen mit Buschwerk und Gruppen der seltenen Eiweißperlen.


    Man könnte einwenden, dass der Planet eine starke Versuchung darstellt, im System 'Hölle' dauerhaft sesshaft zu werden. Wenn man davon aber absieht und sich von ein bisschen Kälte nicht abschrecken lässt, findet man eine wunderbare Winterwelt vor - abseits von jedem dämonischen Skitourismus und nervigen Touristen.


  • [Höllentrip Planet 2 - Kaktuswelt]
    Schon klar: Hüte dich vor den eigenen Wünschen! Der Planet kommt definitiv schon eher auf eine Hölle im üblichen Sinne raus: Temperaturen über 100°C, staubtrocken, Kakteen so weit das Auge reicht. Das ist sicher noch steigerungsfähig, aber man will ja nicht rummäkeln.

    Neben der Trockensavanne sind große Teile der Oberfläche kahler, nackter Fels, auf den unbarmherzig die Sonne 'Hölle' herabbrennt. Annehmbare Temperaturen finden sich nur in den hallenartigen Höhlen, die wegen der allgegenwärtigen Hindernisse zwar etwas Schatten spenden, aber kaum begehbar sind.

    Die Tierwelt ist ungewöhnlich. Sehr viele üben den aufrechten Gang, richten sich auf, wenn man sich ihnen nähert und scheinen den Besucher dadurch nachzuäffen oder zu verhöhnen. Daneben finden sich einige sehr spezielle, um nicht zu sagen 'schräge' Arten, die sich einer schnellen Klassifikation entziehen.

    Ein erster Ausflug führt uns zum Devil's Dyke, einem sagenhaften teuflischen Höhenzug, an dessen verlassenen Flanken eine Vielzahl von Raumschiffen aller Größen zerschellt ist. Gleichzeitig bietet sich von hier oben ein schöner Blick über die angrenzende Ebene, wenn man das -angesichts der Tragödien, die sich hier abgespielt haben- noch genießen kann.

    Einige Geländeformationen erwecken mit ihren Massen an stacheligen Sechseck-Säulen den Eindruck, als wollten sie den Besucher vom Näherkommen geradezu abschrecken.

    Andere markante Solitärfelsen wirken wie bewusst aufgeschichtete Skulpturen, deren tiefere Bedeutung sich dem flüchtigen Betrachter allerdings entzieht.

    Wie eine letzte Möglichkeit, sich von Hölle und Teufel abzuwenden, liegen auf einigen Bergkuppen verstreut einige deplatzierte Heiligtümer. - Insgesamt hinterlässt der Planet einen zwiespältigen Eindruck. Aber man hat das deutliche Gefühl, der Hölle einen großen Schritt näher gekommen zu sein.

  • Der Planet selbst ist eine wunderschöne Frostwelt, die es -abgesehen von den mäßigen Minusgraden- verdient hätte, unter den schönsten Planeten Euklids einen der vorderen Plätze einzunehmen.

    na wenn da mal nicht die Hölle eingefrohren ist - Ski Heil sag ich da nur. Sollten dort ein Sporthot(h)ell eröffnen

  • Normans Sky - "Sporthot(h)ell" gefällt mir. Tja, müssten wir den Veranstalter fragen. Meine Hypothese wäre ja, dass es 'Reise zur Hölle' heißt, d.h. man muss erst mal hinkommen und fängt mit niedrigen Temperaturen an, um sich dann langsam zu steigern?

    Außerdem wird für so manchen 'Sonnenanbeter', der jeden Winter im sonnigen Süden verbringt, der Gedanke an eine Frosthölle pures Grauen auslösen. Ich mein, droh mal einem Wüstenbewohner mit Außentemperaturen über 45°C. Der lacht dich nur aus und zieht sich was Warmes drüber. Aber bei leichtem Frost, sagen wir minus 5 Grad, und leichtem Schneefall gerät sein Kamel ganz schön ins Schleudern... 8o

  • [Exkurs: Der besondere Bonus des Veranstalters - oder 'Such, mein Hundchen!']
    Als höllisch schweren Beitrag hat der Veranstalter seine kleine 'Bildersuche' integriert. Was sich so harmlos anhört, kann schnell mal zu einer Lebensaufgabe werden oder den Reisenden vollends in den Wahnsinn treiben. Damit es nicht zu leicht wird, wurden die Tiere so fotografiert, wie sie sich normalerweise nie einem Fotografen zeigen würden. Um dann ganz sicher zu gehen, hat man sich auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen beschränkt, damit man nur ja nicht auf die Farben der Tiere oder den Planeten rückschließen kann.

    Nur, um das Prinzip zu erläutern. Das linke meist sw-Bild soll gesucht werde und das rechte wird man -mit sehr viel Glück- vorfinden. Und wehe, man findet das Gesuchte nicht, der dämonische Hohn und Spott des Veranstalters ist einem gewiss. Erschwerend kommt hinzu, dass man keine Ahnung hat, auf welchem der immerhin 6 Planeten das Ding oder Viech zu finden ist. Nur als Beispiel für zu findende Details. Die ersten dienen eher dem Training, weswegen sind sie vermutlich auch in Farbe sind:


    Und dann gibt es noch die teuflische Aufgabe, die entsprechenden (gehörnten) Tiere zu finden. Prima, wenn sie zufällig gerade ähnlich aus der Wäsche schauen wie auf der Vorlage.


    Meist tun sie das aber nicht. Und wehe, man erwischt sie aus dem falschen Winkel (s. letztes Bild). Dann kann man ewig suchen. Und manche sind einander sogar noch zu Verwechseln ähnlich.


    Der ultimative Schwierigkeitsgrad sind die Bilder, die man vorsichtshalber nicht im Reiseprospekt abbildet, sondern aus externen Quellen über sogenannte 'Hinweise' nachlädt. Als Beispiel mögen die beiden untenstehenden Bilder dienen. Arbeitsauftrag: "Genau in Richtung 12 Uhr soll hier eine geheimnisvolle Tierart gesichtet worden sein. Wie heißt sie?" Dazu die beiden Bilder links. -


    Jeder andere wäre sicher darauf reingefallen und hätte sich totgesucht. Bei uns hingegen gehen bei 'soll' und 'geheimnisvoll' schon sämtliche Alarmlämpchen an. Kurzes Überlegen und dann: Da ist überhaupt kein Tier. Bestenfalls ist es ein 'Un-Tier'. Irgendeine knollenähnliche Felsformation soll uns da irreführen. Alles nur Ausfluss des schwarzen Humors des Veranstalters, der uns etwas für unsere Units bieten möchte.


  • Dazu ein paar Anmerkungen des Reise-Veranstalters Gerif-TV:


    Dass nach dem Motto „da wäre aber noch mehr gegangen“ von Alienvision noch eigene Aufgaben dazu gemischt wurden, die so vom Veranstalter gar nicht gestellt worden waren, führen wir auf den überschießenden Forscherdrang und den anscheinend bereiteten Höllenspaß zurück. ;)

    Zum stellenweise durchklingenden Gejammere über den Schwierigkeitsgrad der gestellten Aufgaben können wir nur anmerken, dass eine Reise zur Hölle ja kein Kaffeekränzchen erwarten lässt.8o


    An hochgeladenen Planeten- und Tiernamen konnten wir mit Freude erkennen, dass auch noch andere Reisende den Weg in die Hölle gefunden haben. Über eine zurückgelassene Kommunikations-Station würden wir uns ebenfalls freuen.:)

  • [Anmerkung zur Anmerkung des Veranstalters]

    Wir wollten selbstverständlich nur die besten, d.h. nicht die schweren, sondern die völlig unmöglichen Aufgaben für die Nachwelt bewahren. Von wegen Spoiler und so...8)

    Die entstandenen Lücken haben wir durch deutlich einfachere Aufgaben gefüllt, die weit entfernt vom Schwierigkeitsgrad des Veranstalters sind, aber seinem absonderlichen Humor entsprechen.

    Zum 'Gejammer' wurde uns die Sicht des Veranstalters bereits hinreichend nahe gebracht, über die zu sprechen uns gerichtliche Unterlassungserklärungen jedoch leider verbieten. Oder darf das jetzt doch Gegenstand des Berichtes sein?:P

    Und beiläufig wollten wir nur darauf hinweisen, dass unsere Untersuchungen umfassend waren. D.h. wir haben alle (!) Leichen im Keller und Laboratorium der berüchtigten 'Gabel des Teufels' entdeckt. Unsere Zuschauer und Leser würden sich über einen Exklusivbericht sicher freuen. Gell, Dr. Frankenstein! 8o


  • [Höllentrip leerer Mond - Konserven einsammeln]

    Der kahle Mond ohne Tiere und Pflanzen, der den Planeten umkreist, sollte eigentlich nur ein kleiner Ausflug sein. Die winzige, völlig unbedeutende Aufgabe, die uns unser Reiseführer und Veranstalter zukommen ließ, bestand darin, die ohnehin schon extrem aggressiven Wächter auf diesem Planeten durch Ernten der seltenen roten Gravitinobälle weiter zu provozieren und in Massen vom Himmel zu holen. Mindestens 30 der Dosen, die sie hinterlassen, wenn sie ihr 'Leben' aushauchen, sollten als Jagdtrophäen auf einem Foto dokumentiert werden.
    Toll - ein Himmelfahrtskommando. Aber zunächst ging alles glatt: Direkt in Portalnähe fanden sich etliche der Gravitinobälle. Nicht, dass die Wächter diese Zusatz-Motivation wirklich gebraucht hätten.

    Doch dann lief die Situation aus dem Ruder. Alles fing damit an, dass sich die Wächter, die ich nach dem Standardverfahren aus dem sicheren Hinterhalt einer nur für diesen Zweck gegrabenen Höhle erledigen wollte, in meiner Höhle einnisteten. Die Kerle beschossen mich aus meiner eigenen Höhle! Was für eine Frechheit! Bei meinem eiligen Rückzug hätten mir die fliegenden Wächter samt der beiden Hundeartigen fast den Garaus gemacht, als einer der Hunde begann, seine fliegenden Kollegen abzuschießen, nur weil sie sich zufällig in meiner Nähe befanden. Ein klassischer Fall von 'friendly Fire'.

    Mittlerweile hatte ich ein paarundzwanzig Wächterlinge erledigt und wurde -das Ziel zum Greifen nah- ein wenig nachlässig.

    Erst nachdem ich einen der großen Zweibeiner erlegt hatte, fiel mir ein, dass jetzt keine fliegenden Wächter mehr nachkommen würden. Das bedeutete: Alles nochmal auf Anfang!


    Beim nächsten Versuch -eine viertel Planetendrehung weiter- war ich vorsichtiger. Länger noch als es dauerte, die Kerle abzuschießen, dauerte es, die ganzen Konserven so zusammenzukehren, dass sie auf ein Bild passten. Von wegen kleiner Ausflug...

    Einmal editiert, zuletzt von Alien ()


  • [Höllentrip Planet 3 - Solanium]
    Schon beim Anflug des Planeten zeigte sich auf einer Aufnahme unserer Außenkameras ein leuchtendes Spinnennetz, dessen Herkunft unklar blieb. Wurden wir etwa erwartet? Zunächst wirkte alles einigermaßen normal. Bis auf das Biom, das seiner Klassifikation 'weißglühend' alle Ehre machte. Keine große Lust, das Schiff für längere Zeit zu verlassen. Entsprechend blieben unsere Außeneinsätze und Untersuchungen erst mal auf's Nötigste beschränkt. Mit Einbruch der Dunkelheit änderte sich das Bild. Die Silhouette der Berge, die Pflanzen und Felsen alles schien ein unheimliches Eigenleben zu entfalten.


    Der nächste Morgen brachte den ersten leichten thermischen Sturm. Die bisherigen Backofen-Temperaturen, die schon kaum erträglich gewesen waren und unsere Lebenserhaltung grenzwertig belastet hatten, vervielfachten sich binnen Minuten. Unser Außenteam erreichte das Schiff mit versagendem Hitzeschutz erst in letzter Sekunde. Wie hatte der Veranstalter ausnahmsweise zutreffend geschrieben: "Fürwahr eine höllische Gegend hier, besonders wenn es auch noch stürmt."


    Bei Nachlassen des Sturmes begannen wir mit den Untersuchungen der Tier- und Pflanzenwelt. Die Tiere zerfielen grob in zwei Gruppen: Die einen erschreckten einen zu Tode, wenn ihre zähnebewehrten Mäuler und Konturen plötzlich aus dem Staubsturm auftauchten, die anderen waren aggressiv und bissig und fanden uns, noch bevor wir sie finden konnten. Am unerfreulichsten waren die Begegnungen mit dem grünflossigen Hornfisch, der offenbar alle anderen Wasserbewohner -uns eingeschlossen- für einen leckeren Frühstückshappen hielt. Die wenigen harmlosen Exemplare von Fauna fielen da insgesamt kaum ins Gewicht.


    Und auch die Vertreter der Pflanzenwelt hätten mit ihren schlangenartigen Tentakeln in des Teufels Nutzgarten eine prima Figur gemacht.


    Wer sich -wie wir- nicht davor drücken will, das berüchtigte 'Henkersbeil des Teufels' zu suchen und zu dokumentieren, sollte sich darauf einstellen, dass er erst mal gar nix vom Henkersbeil sieht, selbst wenn es direkt vor ihm liegt, weil man wegen eines Sturms mal wieder nicht die Hand vor Augen sehen kann. In den kurzen Pausen zwischen den Stürmen ist es garantiert dunkle Nacht und man sieht deswegen auch nicht viel mehr. Insgeheim hatten wir angesichts des Namens der Felsformation mal wieder mit einer gehörigen Portion Übertreibung seitens des Veranstalters gerechnet, wurden diesmal jedoch angenehm enttäuscht. Der monolitische Felsblock hielt, was sein Name versprach.


    In den kurzen Momenten, in denen die Sonne die Staubwolken verdrängen konnte, wirkte Hölle III beinahe einladend.


    Selbst in dieser Einöde fanden sich Kultstätten und Heiligtümer einer fremden Kultur, sie machten jedoch meist einen eher abweisenden, des Nachts geradezu unheimlichen Eindruck. Selbst bei Tage betrat man sie nur widerwillig.


    Der Planet vermittelt dem Besucher das Bild einer extrem heißen, lebensfeindlichen Welt. Er verdient die Bezeichnung Hölle sicher mehr als jeder andere Planet des Systems. Und -wie unser Veranstalter sicher erklären würde- die Hölle ist kein angenehmer Ort. Und doch hatte der Planet etwas Faszinierendes und seine eigentümlichen Lichtverhältnisse, seine merkwürdigen Bewohner und sein raues Klima zogen jeden Reisenden, der etwas Geduld aufbrachte, zwangsläufig in ihren Bann.