An Alien World

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  • Letztens in einem abgelegenen Außenbezirk von Euklid...


    Unser Trägerschiff Imperatrix war nach einem Warpsprung über fast 1700 Lichtjahre in einem weitgehend unerforschten Teil der Galaxis rematerialisiert. Auf das System mit der Katalogbezeichnung Matsug I erhoben die Vy'keen Anspruch, es lag jedoch an den äußersten Grenzen ihres Einflussgebiets. Konflikte waren an der Tagesordnung. Beim routinemäßigen Scan des Systems erweckten die planetaren Anomalien das Interesse unserer Forschungsabteilung. Wir schleusten eins unserer kleinen, nur wenige Meter durchmessenden kugelförmigen Beiboote aus, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen, ohne allzuviel Aufsehen zu erregen. Die 'Wanderer' sollte die Anomalien einer kurzen Untersuchung unterziehen, während sich das Mutterschiff in den Ortungsschatten des E-Klasse-Sterns zurückzog, um sich vor zufälliger Entdeckung und eventuellen neugierigen Nachfragen der Behörden zu schützen.

    Unsere heimliche Annäherung fand ein jähes Ende als wir in den äußersten Schichten der Atmosphäre von schwer bewaffneten Piratenschiffen ohne Vorwarnung angegriffen wurden. Offenbar hielt man unser Kleinraumschiff für wehrlos und witterte eine willkommene Beute. Funksprüche und Ausweichmanöver blieben erfolglos. Allerdings verfügte die Wanderer über hochwertige Schilde und konnte trotz ihrer geringen Größe im Notfall einem Angreifer durchaus die Zähne zeigen.

    Nachdem die Schiffe der Angreifer lautlos explodiert waren und nur noch als verwehende Gaswolken durchs All trieben, setzten wir unseren Anflug auf die nächstliegende planetare Anomalie 'Ergini' fort. Nach unserer unbemerkten Landung in einer entlegenen Region der kaum besiedelten Welt bot sich unseren Augen ein ebenso exotisches wie idyllisches Bild. Das Licht der roten Sonne tauchte die Szenerie in ein eigentümliches Licht, zu dem das Blau des Wassers einen auffälligen Kontrast bildete. Zuckerhutförmige Bergkegel und riesige Pflanzen unbekannter Art bestimmten das Bild. Eine urtümliche Landschaft breitete sich vor uns aus.

  • Bereits in den ersten Stunden unseres Aufenthalts hatten wir eine ganze Reihe unerfreulicher Begegnungen mit den zahlreichen Raubtierarten des Planeten. Die Tiere rotteten sich über Speziesgrenzen hinweg zu kleinen Rudeln zusammen und waren -wenn sie erst einmal ein Opfer gefunden hatten- kaum mehr abzuschütteln. Und hätte man alle in der Umgebung des Landeplatzes getötet, würden die Kadaver sicher nur weitere Raubtiere und Aasfresser angezogen haben. Das machte die Suche nach einem ungestörten Platz für unsere Kurzzeitsiedlung schwierig.

    Wir fanden einen Platz für unsere Standard-Expeditionskuppeln im Blütenkelch einer der riesenwüchsigen Pflanzen in der Nähe unseres Landeplatzes. Die Biokuppeln in Thermoplast-Leichtbauweise reduzierten den betörenden Duft der Pflanze auf ein erträgliches Maß, während die Blütenblätter uns vor den Strahlen der gleißenden Sonne schützten.

    Hier waren wir vor den aggressiven Tieren, den seltenen Stürmen des Exoplaneten und neugierigen Blicken in Sicherheit. Von der atemberaubenden Aussicht, die sich uns bot, ganz abgesehen.

    Die nächsten Tage vergingen zwischen entspanntem Urlaubsfeeling und der Erforschung der abwechslungsreichen Oberfläche mit ihren Bergkegeln, Kratern und Buchten wie im Fluge.

    Bald war die planetare Fauna und der größte Teil der ungewöhnlichen Flora katalogisiert. Auch die Erforschung der fremdartigen Unterwasserwelt machte dank unseres winzigen Tauchboots gute Fortschritte.

    Da erregte eines unserer Crew-Mitglieder, das wir zur Ergänzung unserer Nahrungsmittel zu einer lokalen Station geschickt hatten, bei seiner Rückkehr mit einem Souvenir Aufsehen. Er zeigte ein verwaschenes Foto vor, das er unter Touristenartikeln gefunden und von dem windigen Inhaber-Gek eines Kiosk völlig überteuert erstanden hatte.

    Der Verkäufer hatte die Echtheit der Fotografie zwar beschworen, aber Geks sind schließlich für ihre Geschäftstüchtigkeit bekannt. Womöglich hatte der Verkäufer sich auch zusätzlich seiner Pheromone bedient, um unseren Crewman zum lukrativen Abschluss zu bewegen?
    Unsere Kommandantin war nichtsdestotrotz durch den unerwarteten Fund wie elektrisiert. Sie war berüchtigt dafür, ein Problem bis zu seiner Lösung zu verfolgen, wenn sie sich erst einmal darin verbissen hatte. Darin unterschied sie sich kaum von den hier lebenden Raubsäugern. Alle unsere Ressourcen wurden für die Suche nach der verbliebenen seltenen Spezies eingesetzt.
    Endlich -nach Tagen intensiver Suche- kehrte eins unserer Zwei-Mann-Teams mit einer Zufallsaufnahme zurück, die das gleiche Tier zu zeigen schien. Die Versuche, sich dem Wesen zu nähern, scheiterten jedoch am herrschenden Sturm. Als unsere Leute den Ort des Geschehens endlich erreichten, lag die See wieder glatt und ruhig in der roten Sonne.

  • Es schien sich bei dieser Kryptospezies um eine aquatische Lebensform zu handeln, die vornehmlich bei Sturm an die Oberfläche kam. Auch wenn sich diffuse Gerüchte um mindestens eine weitere Riesenspezies hartnäckig bei der planetaren Bevölkerung hielten, gingen die Beschreibungen, mit denen wir konfrontiert wurden, weit auseinander: Manche beschrieben sie als riesige Insekten, andere als ungeheure Echsen oder urzeitliche Wasserschlangen.
    Systematisch durchsuchten wir die Bildbestände der planetaren Archive, durchforsteten alle verfügbaren virtuellen Kataloge und klapperten sogar sämtliche Souvenirshops und Touristenläden ab. Fündig wurden wir schließlich in dem mehrere Monate zurückliegenden Bericht eines lokalen Nachrichtensenders, der sich mit dem ungeklärten Untergang einer schnellen Passagierfähre beschäftigte. Eins der unglücklichen Opfer hatte wohl eine Kamera bei sich, deren letztes Bild in dem Bericht abgelichtet war.

    Leider hatte eindringendes Seewasser die ohnehin verwackelte und überbelichtete Fotografie massiv beschädigt. Von den seltsamen Zacken einmal abgesehen, konnte es sich mit viel Fantasie um die gleiche Lebensform handeln, auf deren Spur wir waren. Immerhin wurde der Zusammenstoß mit einem großen Meersäuger als möglicher Grund für das mysteriöse Sinken der Schnellfähre nicht ausgeschlossen.
    Wir konzentrierten unsere Bemühungen in der Folge auf die Regionen der Oberfläche, wo sich nach unseren Informationen die Sichtungen häuften. Wir führten regelmäßige Routine-Beobachtungsflüge besonders nach Sturm durch, die zwar Spuren einer früheren Besiedlung zu Tage förderten, jedoch ansonsten ausnahmslos erfolglos blieben.

    Die Auswertung der Bildsequenzen einer unserer automatischen Beobachtungsdrohnen lieferte schließlich das erste halbwegs scharfe Bild unseres 'Seeungeheuers'. Auf ihm war deutlich ein grünlicher, schlangenartiger Bogen mit markanten Zacken zu erkennen. Ob es sich dabei um Hals oder Körper des Tieres handelte, darüber stritten sich unsere Biologen.

  • Ein weiterer Anstoß für unsere Suche kam von unerwarteter Seite. Einer der Gildenvertreter auf der Raumstation des Systems hatte einen Auftrag zu vergeben, der sich mit der Bergung seltsamer eiförmiger Gebilde beschäftigte. Zum Schein übernahmen wir den Auftrag und erhielten ein unscharfes Bild mit der Angabe von Koordinaten auf der Oberfläche.

    Die auf dem Bild erkennbaren ovalen Strukturen deuteten in der Tat auf ein oder mehrere Eier hin. Wenn es sich bei den Objekten überhaupt um Eier handelte und wenn sie unserer Tierart zuzuordnen waren, lag die Vermutung nahe, dass es sich bei der Spezies weniger um einen Meeressäuger, sondern eher um eine Echsen- oder Schlangengattung handelte. Ein bisschen viele 'wenns'...

    Die Koordinaten des Auftrags führten uns zu einem ausgedehnten küstennahen Flachwasserbereich in einer entlegenen Gegend des Planeten. Alles zu durchsuchen hätte sicher mehr Zeit in Anspruch genommen als wir hatten, das Glück kam uns jedoch zu Hilfe. An einer Stelle kräuselte sich die Wasseroberfläche und ohne überhaupt tauchen zu müssen, fanden wir die gesuchten ovalen Findlinge, die sich perfekt in die Unterwasserumgebung einpassten.

    Es schien sich in der Tat um grünliche Eier mit einer ungewöhnlichen, panzerartigen Oberfläche zu handeln. Eines von ihnen war zerbrochen, in unmittelbarer Nähe fanden wir jedoch noch zwei weitere, die völlig unversehrt waren.

    Unsere Biologen hielten die intakten Eier für unbefruchtet, waren sich in ihrer Einschätzung aber alles andere als sicher. Die Eier waren so groß, dass man mühelos in ihnen stehen konnte. Kaum vorstellbar, wie groß die Tiere sein mussten, die daraus schlüpften. Die Bergung und fachmännische Untersuchung dieser Eier überschritt definitiv unsere amateurhaften Möglichkeiten.

  • Einige Geologen an Bord hatten bereits kurz nach unserer Ankunft darauf hingewiesen, dass die Felsen an den Küsten Erginis massenhaft mit Ammoniten und ähnlichen fossilen Spuren durchsetzt waren.

    Bei einer Expedition in unmittelbarer Nähe unseres Landungsplatzes stolperten einige von ihnen geradezu über eine Kette halb im Sand versunkener zackenförmiger Dreiecke. Sie schienen aus einer Art metallisch glänzendem Horn zu bestehen und erinnerten entfernt an die Zacken auf den mysteriösen Fotos. Wir kamen zu dem Schluss, diese Schuppen seien nur Teil einer größeren Struktur, die noch unter dem Sand verborgen lag.

    Mit einer derart umfangreichen Ausgrabung war unser kleines Team überfordert. Glücklicherweise hatte unsere Kommandantin gute Verbindungen zu Prof. DDr. rer. kosm. gerif , im Hauptberuf ein erfolgreicher Architekt und Bauunternehmer, nebenberuflich aber ein ausgewiesener Spezialist in Kosmo- und Paläobiologie, der auch über hervorragende Kenntnisse auf dem Gebiet der Kryptozoologie verfügte. Auch wenn er damit kokettierte, dass er seine Titel unter windigen Bedingungen an unbedeutenden und entlegenen Universitäten auf Epsilon Aurigae und Cassiopeia Prime erworben hatte, verfügte er ganz sicher über das erforderliche Knowhow, eine derart sensible Grabung vorzunehmen. Und er würde als ausgewiesener Fachmann auch keine Probleme haben, eine Grabungserlaubnis der Vy'keen-Behörden zu erhalten.

    Wir setzten uns -ohne zu zögern- per Hyperraumfunk mit seinem Büro in Verbindung, schilderten unseren Fund und baten um seine Hilfe. Leider konnte uns sein persönlicher Sekretär nur wenig Hoffnung machen, dass er sich selbst zu uns bemühen würde, da er zur Zeit beim Bau der 'Edge of Universe Bridge' am Rande der Großen Magellanschen Wolke unabkömmlich war. Ob vielleicht eins unserer jüngsten Bilder doch sein Interesse wecken konnte?

  • Forschungsauftrag ‘Alien World’


    Nach dieser umfangreichen Bauchbepinselung mit mir zum Großteil völlig unbekannten Titeln und angeblichen Nebenberufen machte ich mich sogleich auf den Weg nach 'Ergini', um den geschilderten Fund auszugraben und näher zu untersuchen. Ganz konnte ich mich ja nicht des Eindrucks erwehren, dass sich da jemand scheute, die Schaufel selbst in die Hand zu nehmen. Wie dem auch sei, hier mein Bericht:


    Ich wurde da auf einen wahrlich ungemütlichen Planeten eingeladen.

    Neben den bereits erwähnten Raubtieren und den ständigen Stürmen versank mein Raumschiff bei der ersten Landung gleich einmal im Boden.


    An der markierten Stelle fand ich die angekündigten, aus dem Boden aufragenden Zacken vor.


    Ich machte mich sogleich daran alles auszugraben und schnell wurde mir klar, dass es sich wohl um das Skelett eines großen Tieres handeln musste.

    Allerdings konnte es sich nicht um eine Seeschlange handeln, denn ich entdeckte bald die Überreste eines Brustkorbes.


    Ich arbeitete bis spät in die die Nacht, um große Teile frei zu legen und installierte einige Messgeräte, die weitere Untersuchungen ermöglichen sollten.



    Bevor ich diese jedoch in Angriff nahm, musste ich mich erstmal ausschlafen. :sleeping:

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  • Fortsetzung des Forschungsauftrag ‘Alien World’


    Nach einem Blick auf mein Werk von gestern bei Tageslicht, wollte ich mich erstmal um die Grabungsgenehmigung bei den Vy'keen-Behörden kümmern, damit auch alles seine Ordnung hatte. Dabei war ich aber nicht sehr erfolgreich, denn egal wo ich nachfragte, sei auf Handelsposten, Frachter-Kommandobrücken oder in der hiesigen Raumstation, überall erklärte man sich für unzuständig.


    Immerhin waren meine Untersuchungs-Instrumente per Fracht auf der Raumstation eingetroffen.


    Also machte ich mich an der Ausgrabungsstätte wieder ans Werk, baute die notwenigen Apparaturen auf und setzte die Untersuchungen bei immer schlechter werdendem Wetter bis nach Einbruch der Dunkelheit fort.



    Was sind nun die Ergebnisse der Untersuchungen?

    Bei dem unvollständigen Skelett dürfte es sich um einen Plesiosaurier handeln. Jedenfalls einen Vertreter aus der Ordnung der Lepidosauromorpha, auch wenn die Zacken am Rücken eher untypisch sind. An der Stelle, wo sich vermutlich einmal der Magen befunden hatte, fand ich neben Fischgräten und Magensteinen auch die Überreste eines kleinen Fischerbootes.
    Lebend wäre ich dem Tier lieber nicht begegnet. ;)


    Ich hoffe, damit dem Auftrag gerecht geworden zu sein und mich damit auch für eventuelle, zukünftige Folgeaufträge empfohlen zu haben.

    Einmal editiert, zuletzt von gerif ()

  • Das ausgegrabene Skelett gehörte also zu einem im Wasser lebenden Saurier, nicht etwa zu einer Seeschlange. Und es war auch kein urzeitliches Relikt, sondern erst vor ein paar Jahren oder Jahrzehnten verendet und vom Sand bedeckt worden. Damit konnte es ja durchaus zu den mysteriösen Sichtungen passen. Obwohl es sich nur um den Teil eines Tieres handelte, machte es die beeindruckende Größe deutlich. die das Wesen zu Lebzeiten einmal gehabt haben musste.

    In den nächsten Tagen verstärkten wir unsere Unterwasser-Patrouillen. Und obwohl wir eigentlich das Gefühl gehabt hatten, alles auf diesem Planeten gesehen zu haben, stießen wir an allen Ecken und Enden auf Überraschungen. Beispielsweise war uns entgangen, dass Ergini über ausgedehnte Unterwasserhöhlen verfügte, die sogar mit einem Tauchboot befahren werden konnten. Leider waren sie so lang, verzweigt und tief, dass man nur schwer wieder herausfand.

    Bisher waren wir auch noch nicht den merkwürdigen Kugeln begegnet, die mit Kabeln oder Tentakeln am Meeresboden verankert waren und ihrem technischen Aussehen zum Trotz Pflanzen waren.

    Genauso waren uns die leuchtenden Quallen entgangen, die beim Ernten von pflanzlichem Zytoplasma sporadisch in ganzen Gruppen auftauchten, einen verfolgten, um ihn in einem selbstmörderischen Angriff zu verletzen oder zu töten. Wir lernten, dass wir uns in unser Mini-U-Boot zurückziehen konnten, um sie gefahrlos zu studieren und dass sie das U-Boot dann über weite Strecken verfolgten, bis man sie mit der Bordkanone erlegte. Wegen ihrer Unversöhnlichkeit tauften wir sie Avenger-Quallen.

    Bei einer dieser Expeditionen erreichte uns über Normalfunk ein dringender Notruf eines Vy'keen-Unterwasser-Habitats. Da wir uns zufällig in der Nähe befanden, steuerten wir ohne zu Zögern die angegebene Position an. Als wir ankamen, bot sich uns ein Bild der Verwüstung.

    Die zwei ehemals verbundenen Unterwasserkuppeln waren wie Spielzeug auseinandergerissen, als habe sie ein Riese durcheinandergewirbelt. Halb im weichen Boden versunken lag die Wohnkuppel auf der Seite, die Streben der Verankerung waren verbogen oder zerbrochen, das Mobiliar lag im Innern verstreut. Der Moonpool, über den man sie einstmals betreten konnte, schien noch funktionstüchtig, der Innendruck lag also wohl immer noch über dem Druck des umgebenden Wassers. Glücklicherweise erbaute man die Kuppeln nicht in allzu großer Tiefe, so dass sich die drei Bewohner unversehrt an die Oberfläche retten konnten, wo sie von einem Vy'keen-Rettungsgleiter aufgenommen worden waren.

    Trotz der Zerstörung wirkte die Szenerie im Unterwasser-Zwielicht der untergehenden Sonne geradezu friedlich. Zahlreiche Fische tummelten sich in der näheren Umgebung, nichts deutete auf die Ursache der Katastrophe hin. Außerhalb unseres Mini-U-Boots fühlten wir uns bei unseren Tauchgängen indes extrem unsicher und fuhren bei jedem ungewöhnlichen Schatten oder Geräusch zusammen. Die Sichtungen der Seeschlange und das Skelett gingen uns nicht aus dem Kopf.

    Wir erforschten das weitere Umfeld des Habitats mit dem Nautilon. Zu unserer nicht geringen Überraschung fanden wir einige der markanten Riesen-Eier, teilweise noch intakt.

    Eine Basis in unmittelbarer Nähe dieses Geleges? Waren ihre Bewohner den Eiern und ihrem Besitzer -wer immer das gewesen sein mochte- zu nahe gekommen? Sollte allein das schon der Basis zum Verhängnis geworden sein? Uns rann ein Schauer den Rücken hinab und wir waren froh, die Gegend wieder verlassen zu können. Bevor das zurückkehrte, was immer mit der Basis so kurzen Prozess gemacht hatte.

  • Während ich den Planeten weiter erkundete, traf ich mehrmals auf erstaunlichen Riesentiere, die ich in dieser Form noch nie gesehen hatte.


    Nachdem sich der Sturm gelegt hatte, wagte ich mich näher heran.



    Ich traf die selbe Spezies auch an anderer Stellen und mit etwas anderen Färbungen an.


    Schließlich entdeckte ich ein Käferpaar, das sich offensichtlich gegenseitig bekämpfte.



    Ein rätselhafter Planet, der mehr als ein Geheimnis zu enthalten scheint.

  • Die Pflanzen auf Ergini waren also keinesfalls die einzigen riesenwüchsigen Anomalien auf dem Planeten. Wir verstärkten unsere Anstrengungen und wurden endlich bei unserer Suche fündig.

    In einer relativ flachen Bucht stellten wir eines der Schlangenwesen. Ein zackenbewehrter Buckel schaute aus dem ruhigen Wasser. Vorsichtig näherten wir uns der Stelle. Da plötzlich entstanden Wirbel an der Wasseroberfläche und ein unförmiger riesiger Schädel durchbrach die Meeresoberfläche. Vorsichtig näherten wir uns.

    Seine Zacken waren nahezu identisch mit denen der Ausgrabung. Der Kopf erinnerte an eine Baggerschaufel. Von dem Brustkorb, den gerif festgestellt haben wollte, war aber nichts zu sehen.

    Ebenso plötzlich wie es aufgetaucht war, verschwand das Tier auch wieder. Ein aufkommender Sturm machte es schwierig, das Wesen mit den Tastern zu verfolgen. Erst einige Stunden später fanden wir es aus der Luft wieder.

    Diesmal konnten wir seinen ganzen Körper deutlich überblicken, so weit er aus dem Wasser ragte. Es handelte sich um eine Wasserschlange, keinesfalls um einen Saurier wie bei dem ausgegrabenen Skelettfragment.

    Das riesige Tier bewegte sich fast gemächlich durch die Kanäle und Buchten zwischen den vielen Inseln.

    Bis gegen Abend blieb das Reptil an der Oberfläche. Über Nacht verloren wir es aus den Augen und sein Echo verschwand von den Ortungsschirmen.

    Schließlich tauchte es in voller Länge dort wieder auf, wo wir es verloren hatten. Möglicherweise hatte es sich in die tiefen Unterwasserhöhlen Erginis zurückgezogen. Riesige weiße Zähne glitzerten in seinem halb geschlossenen Maul.

    Sein gigantischer Kopf ragte direkt über unser Nautilon auf und große Mengen Wasser regneten auf uns herab. Diesmal konnten wir die überaus beweglichen Augäpfel erkennen, die wie große Kugeln auf unser Boot herabschauten. Es studierte uns eine Zeit lang, dann schien es das Interesse an uns zu verlieren, tauchte in die Tiefen des Meeres ab und verschwand spurlos.

    Ob diese Wasserschlange für die Verwüstung des Vy'keen-Unterwasser-Habitats verantwortlich war?

  • So super genial was für Figuren ihr bauen könnt!! :hail:

  • Im Grunde genommen waren wir mit unseren ungewöhnlichen Funden bereits vollkommen zufrieden, schließlich hatten wir ein paar außerordentliche Tiere in Übergröße an Land und im Wasser erstmals dokumentieren können. Wäre da nicht das Skelett gewesen, dessen Brustkorb nicht zu der Wasserschlange passen wollte und hätte man uns nicht auf der Raumstation des Systems einen weiteren unscharfen Schnappschuss angeboten...

    Die Ähnlichkeit war unverkennbar. Und doch wichen manche Details von unserem Wasserreptil ab. Da waren beispielsweise die beiden Höcker auf dem Kopf und der deutlich breitere Rumpf.

    Die Lösung des Problems brachte unsere Meeresbiologin, die sich immer wieder der Vermessung und Untersuchung der großen Eier in den flachen, warmen Lagunen gewidmet hatte. Eines Morgens meldete sie eine deutliche Veränderung. Eines der Eier gab laute knackende Geräusche von sich, die durch die gute akustische Leitung des Wassers weithin hörbar waren.

    In der Mitte des Eies lösten sich einige der gepanzerten Hornplatten und erlaubten einen Blick ins Innere. Im Licht unserer Unterwasser-Scheinwerfer reflektierten riesige geäderte Augenbälle das Licht und überaus bewegliche Augenbrauen zogen sich zusammen. Die Augen folgten den Scheinwerfern und schließlich brach die vordere Hälfte des Eis ab. Der Kopf eines Wesens schaute hervor, das der Wasserschlange täuschend ähnelte und schüchtern die neue Umgebung musterte.
    Einen Moment später schon erhob sich der riesige Kopf auf einem langen beweglichen Hals in die Höhe und durchbrach die Wasseroberfläche.

    Auf seinem Kopf zwei große Hörner. Das Tier wirkte immer noch verwirrt, aber schon bedeutend weniger ängstlich. Vermutlich wusste es instinktiv, dass es auf diesem Planeten keine ernstzunehmenden Feinde zu fürchten hatte. Trotzdem riss es das beeindruckende zahnbewehrte Maul auf, als es unser Tauchboot bemerkte.

    Zu schnell für unser Unterwasserfahrzeug tauchte der Kopf wieder ab und das Tier verschwand im Dunkel der Tiefe. Wenige Stunden später lockte es ein kurzer, aber heftiger tropischer Sturm wieder vor unsere Kameras. Diesmal war auch der breite Rumpf mit den markanten Zacken auf dem Rücken deutlich zu erkennen.

    Wir schlichen uns mit unserem Mini-U-Boot vorsichtig von hinten an das riesige Tier an und bekamen die ersten vernünftigen Bilder von 'Nessie', wie sie von uns getauft wurde.

    Allein der riesige Kopf mit seinen großen Augen bewegte sich, der übrige Körper lag ruhig, fast unbeweglich im Wasser.

    Als unser U-Boot abtauchte, bekamen wir einen ersten Eindruck von den gigantischen Ausmaßen des Meerestiers. Seine flachen Flossen ragten tief ins Wasser hinab. Unser Tauchboot wirkte dagegen winzig und seine leistungsfähigen Scheinwerfer konnten immer nur einen kleinen Teil des Unterwasserriesen beleuchten. gerif hatte doch Recht gehabt: Eindeutig die Abart eines Plesiosaurus, wenn auch mit Zacken.

    Es war erstaunlich, wie souverän und agil sich das Wesen trotz seiner Größe im flachen Wasser bewegte. Es schien den langen stachelbewehrten Schwanz geschickt als Ruder zu benutzen.

    Nur aus der Vogelperspektive oder entsprechender Entfernung konnte man das Wesen vollständig überblicken. Und auch dann lag sein größter Teil noch unter Wasser wie bei einem Eisberg. Nur schemenhaft erkannte man im Wasser den Schatten des übrigen Körpers. Auch wenn die Vy'keen glauben mochten, Ergini gehöre ihnen, hier hatten wir unzweifelhaft die wahren Herrscher des exotischen Planeten vor uns.

    Und doch würde unsere Entdeckung Ergini und seine Riesensaurier verändern. Wie mochte der Planet wohl in fünf oder zehn Jahren aussehen, wenn die Kunde von den riesigen Nessies erst einmal die Runde gemacht hatte und sie touristisch ausgeschlachtet wurden? Man kann nur hoffen, dass der übliche Rummel ausblieb. Andererseits waren die großen Meerestiere ja alles andere als wehrlos. - Man sollte wiederkommen... in ein paar Jahren...

  • 5 Jahre und eine Nessie-Generation später …


    Bei einem neuerlichen Besuch auf Ergini staunte ich nicht schlecht angesichts dessen, welche Touristenattraktionen rund um die Nessies aus dem Boden gestampft worden waren.

    Eine eigene Landeplattform samt Empfangsgebäude und ein täuschend echt nachgebautes Nessie kamen als erstes in Sicht, wobei der Nachbau samt integrierten Aufenthaltsraum ein echtes Nessie anzog. Das echte Nessie schien den Nachbau auch ganz verliebt zu betrachten.


    Im schicken Empfangsgebäude wurde noch auf weitere Nessies aufmerksam gemacht.


    Nach einem kurzen Tauchgang entdeckte ich in der Nähe einige Unterwasser-Gebäude und ein Nessie, das sich neugierig näherte.



    --- Fortsetzung folgt ---

  • --- Fortsetzung ---


    Am nahegelegenen Ufer mahnte eine Kommunikationsstation zur Rücksichtnahme auf ein nahegelegenes Nessie-Gelege.
    Im seichten Wasser waren auch wirklich einige unversehrte Eier und zwei Nessies beim Schlüpfen zu beobachten.


    Eines der frisch geschlüpften Nessies betrachtete den aufdringlichen Schaulustigen etwas argwöhnisch.


    In der Gegend trieb sich noch ein weiteres sonderbares und nicht sehr angenehmes Tier herum.


    Nicht fehlen durfte natürlich ein Eissalon, der nach eigenen Angaben Eisspezialitäten von Cygnus V anpries.
    Als besondere Spezialität wurde Vanilleeis mit Kürbiskernöl angeboten, das erstaunlich gut schmeckte.


    Auf jeden Fall kann ich diese Destination nur wärmstens für einen Besuch empfehlen. 8)

  • Falls jemand bei meinen freundlichen Nessies vorbeischauen möchte, das Ganze befindet sich auf der planetaren Anomalie Ergini, dem letzten Planeten des Matsug I - Systems, einem System mit 3 Planeten und 2 Monden, darunter eine weitere Anomalie. Koordinaten 0E44:008A:04FB:00C6, Euklid, PC, Normalmodus - Portaladresse s.u.

    Es handelt sich um eine mit Blender erbaute Fun-Basis im Dino-Look. Leider hat mir bei der Erstellung des Grundmodells mein RL-Nachbar mit einem lärmenden Bagger in Übergröße den letzten Nerv geraubt. Dieser Bagger muss es dann irgendwie in das Spiel geschafft haben. ;)

    Auf dem Planeten gibt es noch eine sehenswerte Wald-Basis mit dem 'tollen Käfer', den gerif beigesteuert hat.

    Außerdem hab ich mich entschlossen, die temporäre Zweitaccount-Basis hochzuladen, mit der wir die (Vor-)Geschichte realisiert haben. Bei dieser dritten Basis gibt es im Umkreis von 1000u ebenfalls zwei Nessies, ein paar Eier, eine versenkte UW-Basis, die (halbe) Seeschlange und die beiden 'kämpfenden' Käfer. Vielleicht muss man ein wenig suchen.

    Natürlich kann man auch selbst zum Multi-Tool greifen und -wenn man Lust hat- in Eigenregie das vergrabene 'Nessie-Skelett-Fragment' freilegen.

    Vielen lieben Dank an gerif für's Mitmachen!
    Besucher -wie immer- gerne gesehen. Viel Spaß damit!