Die Ilmatar Kongruenz: ein Logbuch

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  • Eintrag 01: Das Ende und der Beginn einer langen Reise


    Euklid. Atlaszeit 9872,6. Ja, es war eine lange Reise, 229 Tage hat sie gedauert und viele Tausend Lichtjahre haben wir mit unserer Forschungsfregatte zurückgelegt. Endlich, nachdem die Stimmung der bunt zusammengewürfelten Crew bereits am Tiefpunkt angelangt war und es beinahe zur Meuterei gekommen wäre, haben wir das Zentrum der Ilmatar Kongruenz gefunden. Alle sind erleichtert, aber zu erschöpft, um sich tatsächlich freuen zu können. Wer denkt, es hätte nun alles sein gutes Ende gefunden, irrt sich. Wir stehen erst am Anfang. Nomasky Research, unser galaktischer Start - Up ist zu sehr von diesem Auftrag abhängig, um unbeschwert in die Zukunft sehen zu können. Die ist mehr als ungewiss. In wenigen Tagen findet das Beyond-Update statt und wir wissen nicht, ob dies eine Katastrophe für unsere Pläne bedeuten wird. Schon beim Aufstand des Atlas (Atlas Rises) sind ganze Reiche zugrunde gegangen und konnten nur durch die mühevolle Arbeit einer Gruppe von Archaeogamern um Andrew Reinhard wieder rekonstruiert werden. Das kann auch der Ilmatar Kongruenz drohen, wenn Beyond Geschichte schreibt und HG geschlampt hat. Dennoch arbeitet unser Team unverzagt daran, die Grundlagen für die Erforschung der Ilmatar Kongruenz zu legen, wenngleich auch Einzelne an unserem Erfolg zweifeln. Und um ehrlich zu sein: auch ich bin von großen Zweifeln geplagt.



    Wir waren mit 30 Besatzungsmitgliedern vom Nomasky Research HQ im Äußeren Ring der Euklid Galaxie aufgebrochen, um im Auftrag der Herrin von Louhi die Ilmatar Kongruenz zu erforschen. Die Angaben, die wir erhielten, waren spärlich und ungenau. Eine Item Card und ein Foto waren alles, was man uns als Anhaltspunkt mitgegeben hatte. In einer alten Handschrift, die die Herrin von Louhi auf dem Galaktischen Schwarzmarkt erworben hatte, war vermerkt , dass vor rund 142 Jahren ein Frachter nach nur wenigen Tagen auf der Suche nach dem Portal der Ilmatar Kongruenz auf dem Planeten Susie Minor abgestürzt war. Um einen arktischen Planeten sollte es sich handeln und der einzige seines Systems sollte er sein. Auch die zwei Leitelemente des Planeten kannten wir und seinen Typus: ein arktischer Planet. Zudem besaßen wir ein verblasstes Satellitenbildbild, das das Portal im Herzen der Ilmatar Kongruenz zeigte. Im Hintergrund sah man eine eigentümliche Gebirgsformation, die eine eindeutige Identifizierung des Standorts ermöglichen würde.

    Die Suche erwies sich als sehr mühesam. Wir bewegten uns mit unserer Flotte auf einem von unserem Schiffsnavigator berechneten Leitstrahl, der uns vom Sternensystem Golgar ins Herz der Euklid Galaxis führte. Auf diesem Leitstrahl musste laut Artefaktenangabe das Hub der Ilmatar Kongruenz liegen. Unser Offizier hatte sich nicht verrechnet: mit Hilfe eines mitgebrachten Signalboosters und einem Kreuzvergleich mit den unterlegten Koorinaten des alten Satellitenbildes gelang es uns schließlich, das Hub zu lokalisieren. Jetzt konnte unsere eigentliche Arbeit endlich beginnen.

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Mein kleines BASE Resort wäre bereit euch tatkräftig zu unterstützen. Es besteht derzeit zwar nur aus einem Mitarbeiter (meiner selbst ), doch würde ich liebend gerne, wenn "Beyond" kurzen Prozess seitens der Inkompetenz HELO macht tatkräftig mit Materialien und Arbeitskraft zur Hilfe eilen.


    Sollte dies nicht erwünscht sein, so bin ich jedoch jederzeit bereit ;) (sehr gut geschrieben tyen nomasky

  • Mein kleines BASE Resort wäre bereit euch tatkräftig zu unterstützen. Es besteht derzeit zwar nur aus einem Mitarbeiter (meiner selbst ), doch würde ich liebend gerne, wenn "Beyond" kurzen Prozess seitens der Inkompetenz HELO macht tatkräftig mit Materialien und Arbeitskraft zur Hilfe eilen.


    Sollte dies nicht erwünscht sein, so bin ich jedoch jederzeit bereit ;) (sehr gut geschrieben tyen nomasky

    Kommunikationsstrahl 037A625, Susie Minoris, Ilmatar Kongruenz. Tyen Nomasky an Fern Gally


    Euklid. Atlaszeit 9873,4. ****ECHOBEGINN:**danke für angebot**derzeit mit aufbauphase beschäftigt**mannschaft in quarantäne**melde mich nach freigabe durch galaktische behörde**beyond abwarten**:ECHOENDE****

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Eintrag 02: Eine Quarantäne wird bis auf Weiteres verfügt


    Euklid. Atlaszeit 9873,0.Mehrere Herausforderungen beschäftigen uns derzeit und Teams mit den besten Spezialisten sollen diese zu unser aller Zufriedenheit lösen. Ich habe die besten Experten dafür abkommandiert:

    • 6 Planetenmineure unter der Leitung von Schufter - Spezialist SIKIST sollen trotz der wütenden und unvorhergesehenen Angriffe der Wächter und der bitteren Außentemparaturen Ferrit und Kohlenstoff für die Errichtung unserer Basis abbauen;
    • Navigator UBIM führt zwei junge Offiziere an, die die umgebende Sternensysteme besuchen und wissenschaftlich erfassen, um seltene aber dringend benötigte Ressourcen zu finden.
    • Ein kleines Expeditionsteam von drei Personen mit Aufseher JOITE an der Spitze muss den im Artefakt von Herrin Louhi erwähnten abgestürzten Frachter finden, um so einen weiteren Beweis dafür zu erbringen, das wir das Zentrum der Ilmatar Kongruenz gefunden haben. Eine entsprechende Fotographie befindet sich in unseren Unterlagen und soll uns bei unserer Suche und eindeutigen Identifizierung der Absturzstelle helfen. Dabei handelt es sich um das Kegatan-Nari Tankerwrack, welches noch einen letzten Kommunikationsstrahl mit dieser wertvollen Aufnahme absondern konnte, bevor sich die Schiffsgeneratoren endgültig entluden.



    Diese Aufgaben werden uns wohl in den nächsten Tagen beschäftigen und erst nach ihrer Vollendung will ich den Kommunikationsstrahl nach Pohjola einrichten lassen, um unsere Auftraggeberin über den Stand der Dinge zu unterrichten. Diese gefährliche Aufgabe wird von einem fünfköpfigen Team unter der Führung unseres bewährten Experten KORINNIS im Orbit von Susie Minori bewerkstelligt werden.


    Die Mannschaft wird vorerst noch in unserer Fregatte untergebracht bleiben, es wird wahrscheinlich lange dauern, bis die ersten Mannschaftsquartiere auf dem Planeten errichtet werden können. Vorrang haben zunächst die Errichtung eines kleinen Planetenterminals mit drei Landehubs und die für den Betrieb notwendigen elektronischen Ausstattung sowie die Installation von 3 Arbeitsterminals für den Wissenschafter und Kommunikationsspezialisten in unserem Team. Ebenso werden wir die Satellitenanlage für den Kommunikationsstrahl im Orbit bauen müsssen, mit dem wir eine stabile Kommunikationsverbindung innerhalb der Ilmatar Kongruenz gewährleisten können.


    Noch eine weitere Herausforderung haben wir zu bewältigen. Der Beamte der Galaktischen Verwaltung, welcher mit an Bord gekommen ist und unsere Expedition seit Wochen begleitet, hat uns nachdrücklich davor gewarnt, unsere Basis in unmittelbarer Nähe des Portals zu errichten und das Sakrale Gelände um sie herum zu verbauen. Dies wäre ein grober Verstoß gegen die Galaktische Ordnung, die auf einem freien und ungehinderten Zugang zu den Transportwegen bestehe. Ein Sicherheitsabstand von mindestens 315u wäre einzuhalten. Wir werden den Anordnungen der Behörden selbstverständlich Folge leisten und die Basis hinter dem Gebirgsmassiv errichten. Sie wäre dann weit genug entfernt vom Betriebsgelände des Portals und gleichzeitig von dort aus nicht unmittelbar sichtbar.


    Das Unangenehmste aber kommt am Ende meines heutigen Eintrags. Zu unser aller Bedauern hat der Beamte der Galaktischen Verwaltung bis auf Weiteres eine komplette Quarantäne über unseren Stützpunkt verhängt, die uns auf einen Bewegungsradius von rund 400 Lichtjahren rund um Susie Minoris beschränkt. Dies sei aus hygienepolitischen Gründen wichtig, bis die medizinisch-biologischen Untersuchungen gezeigt hätten, dass keine Gefährdung für Leib und Leben bestehe. Ich habe angeordnet, dieses Sperrgebiet mit Koordinaten abzustecken und als "Ilmatar 1 Sperrgebiet" zu kartographieren. Wir sind guten Willens, aber auch zu schwach, um uns gegen den Willen des Atlas aufzulehnen. Die Zukunft wird den Weg zeigen!

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Eintrag 03: Das Kegatan-Nari Tankerwrack


    Euklid. Atlaszeit 9874,9.Heute Morgen ist das Team um Aufseher JOITE von seiner Suche nach dem Kegatan-Nati Tankerwrack zurückgekehrt. Die Mission war erfolgreich, hat aber bedauerlicherweise ein Gek-Leben gekostet. Das Wrack wurde in umittelbarer Nähe unseres Portals gefunden, die Suche gestaltete sich wegen des hügeligen Geländes, der dichten Bewaldung der Planetenoberfläche und der riesigen orbitalen Felsformationen schwieriger als erwartet. Die Unglücksstelle liegt in unmittelbarer Nähe der Retski Anlage, die das Team durch eine Signalsondierung naher Standorte gefunden hatte. Wie glücklich war die Mannschaft, als sie in unmittelbarer Nähe des riesigen Frachters gewahr wurden, dessen Trümmer weit über den Horizont ragten. Aufseher JOITE berichtete nach dem Morgenappell vor versammelter Mannschaft über die Expedition, seine audiovisuelle Präsentation fand großes Interesse:


    Als wir der Trümmer des Schiffswrack gewahr wurden, ordnete ich an, die Strecke dorthin zu Fuß zurückzulegen und unser Raumschiff in sicherem Gewahrsam der kleinen Technikanlage zurückzulassen. Das Wrack lag nördlich des Portals in rund 2.416u Entfernung in einer Senke und war an seinen weithin sichtbaren Markierungen am Schiffsrumpf gut identifizierbar. Ich befahl zunächst eine Umrundung des Wracks in sicherer Entfernung, auch um jenen Blickwinkel einnehmen zu können, von wo aus das Schiffswrack vor rund 142 Jahren von einer abgesonderten Notsonde fotografiert worden war. Gleich angrenzend an die Retski Anlage, die offenbar aus den Materialien des abgestürzten Frachters erbaut worden war, erreichten wir das Heck des Schiffsrumpfes und begannen von dort aus die Umrundung der Absturzstelle in südwestlicher Richtung. Den vielen Abwurfkapseln, die rund um das Raumschiff vertreut lagen, wurde wegen der Notwendigkeit eines schnellen und effizienten Marsches keine Aufmerksamkeit geschenkt. Sie hätten uns mit ihrem Ballast in den Anzuginventaren den Marsch zusätzlich erschwert.

    Nach etwa 130 Minuten Fußmarsch in schwierigem Terrain erreichten wir eine Anhöhe, der einen freien Blick auf den gesamten Schiffsrumpf hatten. Wir verglichen die Lage mit der mitgebrachten Artefaktfotografie und atmeten auf. Es schien sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um das gesuchte Kegatan-Nari Tankerwrack zu handeln. Um das Wrack aber eindeutig identifizieren zu können, machten wir, wie von Kapitän Nomasky befohlen, mehrere fotographische Aufnahmen und stiegen dann hinab zur weithin sichtbaren und offenbar noch funktionsfähigen Blackbox, die inmitten der Schiffstrümmer lag. Sie sehen auf den Bildern ganz eindeutig, wie sich das ehemalige und das aktuelle Bilder gleichen, obwohl die Bildausschnitte notgedrungenerweise etwas unterschiedlich sind.


    Bei der Blackbox angekommen, konnten wir mit einem Signalscanner eindeutig feststellen, das es sich um das gesuchte Schiff handelte. Wir luden die noch vorhandenen, teilweise verschlüsselten Mitteilungen auf unsere Festplatten, was sich rasch und effizient bewerkstelligen ließ. Ein Kreuzvergleich der Daten erwies sich als stichhaltig. Auch die Codefrequenzen stimmten überein. Somit konnte die Identität des Schiffes eindeutig als jene von Kegatan-Nari festgestellt werden. Wir waren alle sehr erleichtert. Nach diesem harten Stück explorativer Arbeit konnte endlich das Vergnügen für die Mannschaft beginnen, das sie schon ungeduldig erwartet hatten.


    Ich ordnete deshalb zur Freude Aller die Plünderung der noch brauchbaren Güter an, wie es der Galaktischen Ordnung im Sinne eines "First come, first serve" bzw. "Last come, no serve" entspricht. Einer guten alten Sitte der Vy'keen entsprechend, verbleibt ja das Beutegut einer Expedition stets im persönlichen Inventar desjenigen, der es geborgen hat. Die Frachtkapseln lagen teils an der Erdoberfläche, teils in den Wrackteilen verborgen, andere waren wiederum im Erdboden begraben. Insgesamt 6 Frachtkapseln konnten wir bergen und durch die Reparatur ihrer blockierten Stromverteiler entsperren. Die Frachtkapseln enthielten insgesamt 279.134 Units an Barmitteln sowie wichtige Baubestandteile wie Polyfasern, Antimaterie Gehäuse und Warpzellen, allesamt in einwandfreiem Zustand.

    Leider muß ich auch berichten, daß eines unserer Mannschaftsmitglieder, der Gek-Gebrütete TANGOOSE bei einer tiefen Grabung mit dem Terrainmanipulator eine Giftblase aufbohrte, die sich so rasch in den gegrabenen Gängen verbreitete, sodaß sich der Mann nicht mehr retten konnte und ums Leben kam. Er erstickte an den giftigen Gasen binnen weniger Sekunden. Wir haben ihn an Ort und Stelle begraben, indem wir Erde auf das Bohrloch schütteten: eine Bergung des Körpers wäre zu gefährlich gewesen. Ohne weitere Zwischenfälle traten wir die Rückkehr an und erreichten die Kommandobrücke unseres Frachters um 07.25. Die Papiere und Frachtgüter wurden komplett übergeben. Es lebe die Ilmatar Kongruenz, die Ilmatar Kongruenz lebe hoch !! Ich erwarte weitere Befehle durch den hochverehrten Kapitän.


    Nachdem Aufseher JOITE seinen Bericht beendet hatte, beglückwünschte ich ihn und seine beiden Männer zum ausgezeichneten Erfolg der Mission und bedauerte das Ableben des Gek-Gebrüteten TANGOOSE. Er wird rasch durch einen erfahreneren Gek zu ersetzen sein. Shit happens everywhere! Dumm nur, daß wir bereits einen sehr begrenzten Mannschaftsstand haben. Eine Rekrutierung von Fachkräften unter der einheimischen Bevölkerung ist dringend notwendig!


    Der vollständige Bericht wird mit meiner Gegenzeichnung unter der Faszikelnummer G0773A in das Expeditionsarchiv aufgenommen. Ich gehe davon aus, daß er als Annex zur Gründungsurkunde der Ilmatar Kongruenz geführt wird. Doch erst muss die Herrin von Louhi und unser galaktischer Beamter an Bord der offiziellen Gründung der Kongruenz zustimmen.


    Im Rahmen der Bordversammlung gratulierte ich auch dem Team der Planetenmineure unter Schufter-Spezialist SIKIST, das unter schwierigsten klimatischen Bedingung insgesamt 23.410 Einheiten an Ressourcen gesammelt hatte. Darunter befinden sich Ferritstaub, Reines Ferrit, Kohlenstoff und Verdichteter Kohlenstoff, alles durch Entnahme aus Flora und Gestein des Planeten Susie Minoris entnommen. Ebenso haben die eifrigen Mineure große Mengen an Sauerstoff und Diwasserstoff mitgebracht, eine Aufgabe, zu der sie niemand beauftragt hatte. Die zusätzlichen Mengen überfordern unsere Lagerhallen völlig! Deshalb ordne ich den sofortigen Baubeginn des Landeterminals und der Satellitenstation an. Wieder sollte Aufseher JOITE für den Bau des Landeterminals verantwortlich zeichnen und dabei das Team om Experten KORINNIS verstärken. Allerdings wurden zwei Männer seiner Crew eingetauscht. Sie haben leichte Verletzungen durch Gefährliche Pflanzen erlitten, die sie durch Unachtsamkeit nicht umgangen hatten. Es stellte sich heraus, daß diese Männer auch für das Sammeln der nicht benötigten Elemente Sauerstoff und Diwasserstoff verantwortlich waren, die sie ohne Rücksprache mit ihrem Aufseher geerntet haben. Die verletzten Männer wurden notdürftig ärztlich versorgt, in ihre engen Kabinen verfrachtet und mit einem Bußgeld von jeweils 10.000 Units belegt. Morgen werden sie zu dem äußerst gefährlichen Bau des Kommunikationssatelliten im Orbit abkommandiert. Soll das der Crew zur Lehre gereichen, sich nicht eigenständigen Unternehmungen hinzugeben. Wie heißt es so richtig in einer Zeile der Vy'keen Memorabilien: ustargsi nocren - kragi noli mancet (der Vorgesetzte lenkt, der Untergebene niemals denkt) !

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Kommunikationsstrahl 037B625, Susie Minoris, Ilmatar Kongruenz. Tyen Nomasky an die Herrin von Louhi, System Pohjola.

    ****ECHOBEGINN:**Ilmatar Kongruenz erreicht**Identität von Portal und Frachter eindeutig bestätigt**Kommunikations- und Fluganlagen in Bau, bei gutem Fortschritt**Erbitte um Anweisung der Ersten Rate von 60 Mio. Units und Zustimmung zur Gründung der Ilmatar Kongruenz.**Sehen Beyond mit steigender Spannung entgegen**:ECHOENDE****



    Kommunikationsstrahl 037C625, Pohjola. Herrin von Louhi an Tyen Nomasky.

    ****ECHOBEGINN:**Bestätige Erhalt der Nachricht 037C625**Endlich geschafft, nach so langer Zeit**Weitermachen, aber zack, zack**Ilmatar Kongruenz Gründung gestattet, wenn Zustimmung der Behörde**Unit-Anweisung erst bei Vollendung Grundausbau Anlagen**Ich erwarte raschen Fortschritt!**Wen kümmert schon Beyond!:ECHOENDE****

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Eintrag 04: Pläne für den Bau eines Sentinel Satelliten


    Susie Minoris, Euklid. Atlaszeit 0001,5. Wir machen rasche Fortschritte beim Bau unserer Anfangsinfrastruktur. Die Arbeiten am provisorischen kleinen Planetenterminal mit den drei Landehubs sind nun abgeschlossen, inklusive zweier Arbeitsterminals für unseren Chefwissenschafter und den Kommunikationsspezialisten. Wir sind jedenfalls imstande, die Operationen am Planeten Susie Minoris nun auch vom Boden aus zu leiten. Es tut gut, eine geschützte Operationsbasis sein Eigen zu nennen, denn die Temperatur ist bitterkalt und stellt hohe physische und technische Anforderungen an unsere Teams, die sich im Freien bewegen müssen. Auch der galaktische Beamte ist nun zufriedengestellt, weil die bauliche Unversehrtheit des Portals sichergestellt ist und sich unser Planetenterminal auch aufgrund seiner bescheidenen Größe und unauffälligen Architektur sehr gut in die bestehende Hügellandschaft eingepaßt hat. Es wurde uns erlaubt, die Planetenzeit einzuschalten und mit der Lokalzählung zu beginnen. Ich schreibe diesen Eintrag also im zweiten Sonnenzyklus auf unserem neuen Planeten.


    Von unserem Expeditionsteam zu den umgebenden Sternensystemen der Ilmatar Kongruenz haben wir aufgrund eines Sonnensturms seit Tagen nichts gehört. Wir gehen davon aus, daß alle wohlbehalten sind und nicht wegen eines technischen Fehlers oder eines unerwarteten Piratenüberfalls in der Galaxie festsitzen. Hoffentlich können wir den Kommunikationsstrahl zum Expeditionsschiff wieder bald einrichten, um mehr über die Situation der Expedition von Navigator UBIM zu erfahren. Ziel der Mission ist es ja auch, im mehreren Sonnensystemen Grunddaten zu erheben, die wir dann nach dem Beyond Update mit der dann aktuellen Situation vergleichen können, um so mögliche Veränderungen in der Ilmatar Kongruenz feststellen zu können. Wir wissen um die vielen Gerüchte und Befürchtungen, die im Vorfeld von großen Updates im Atlas ihre Runden machen, wir wollen dazu auch mit gesicherten Befunden für die Community der Reisenden beitragen.



    Seit einigen Tagen laufen die Bauarbeiten an einem robusten und kleinen Nachrichtensatelliten. Er soll es ermöglichen soll, einen Breitband - Kommunikationsstrahl von der entlegenen und zugegebenerweise noch primitiven Region der Ilmatar-Kongruenz in die Galaxien des Atlas einzurichten. Der Satellit wird die Kommunikation mit dem Nomasky Research HQ und unserer Auftraggeberin in Pohjola bedeutend verbessern. Ebenso soll er die Kommunikation auf unserem neuen Heimatplaneten unterstützen. Wir haben uns für das Sentinel-Modell entschieden, welches ursprünglich im Sternensystem Sonne entwickelt wurde, um Daten über den Planeten Erde zu gewinnen. Manche meinen, daß dieses Modell nicht dem neuesten Stand der Technologie entspricht, was stimmen mag. Wir haben uns aber wegen seiner Robustheit dafür entschieden. Sein Bau wird unsere Teams nicht vor allzu große Schwierigkeiten stellen, die Wartungsarbeiten sind gering und mehr können wir uns aufgrund unserer prekären budgetären Lage auch nicht leisten. Wir rechnen mit einer Betriebsdauer von 24 Galaxiejahren. Vielleicht kann er auch einen kleinen Beitrag zu der in wenigen Tagen erwarteten neuen Multiplayerfunktion leisten.


    Gerne füge ich meinem Beitrag zwei Aufnahmen an, die von der derzeit entstehenden Baustelle aufgenommen wurden, und die sowohl das Portal als auch unseren neu entstandenen Planetenterminal zeigen.


    Aufgrund der Beschränktheit unserer Mittel müssen wir uns beim Bau der primitiven und arbeitsaufwendigen Methode der "Orbitleiter" bedienen. Dabei sollen Metalleitern mit Zwischenetagen bis knapp untergalb der Orbitgrenze errichtet werden: das Gerüst wird mit einer Arbeitsplattform von 20x10 Platten abschließen. Je nach Bedarf werden auf dieser noch weitere Gerüststrukturen errichtet werden. Ein provisorischer Raumschiff-Landeplatz wird die Baustelle ergänzen, damit wird ein zügiges Pendeln zwischen dem Planeten und der Baustelle im Orbit möglich. Bei Fortschreiten der Bauarbeiten am Satelliten wird die Orbitleiter wieder abgebaut, um das freiwerdende Material wiederverwerten zu können. Insgesamt gilt es, keine freischwebende Bauteile im Weltraum zu hinterlassen. Der dabei entstehende Galaxienschrott könnte unsere Forschungen stark beeinträchtigen. Etwaige Verursacher werden von ja Galaktischen Behörde mit hohen Nanitenstrafen belegt. Wir hoffen, die Arbeiten in einer Zeitspanne von ein bis zwei Wochen fertigstellen zu können.


    Noch unklar ist welchen Typ des Sentinel wir im Orbit erreichen werden. Unser Korvax - Chefkonstrukteur hat die Optionen von Typ 1, 2 oder 3 geprüft und daraus eine eigene Variante entwickelt, die unseren Bedürfnissen am Besten entsprechen wird. Er soll die Typenbezeichnung Sentinel Typ NRIL (Nomasky Research Ilmatar Kongruenz) erhalten. Wiederum gilt die Devise: Small is Beautiful. It Saves Money and Energy, insbesondere in den Tagen von Beyond.

    Wie mir unser Chefkonstrukteur dargelegt hat, soll insbesondere den vier breiten Solarflächen (jeweils 3mal6) besonderes Augenmerk geschenkt werden, ebenso wie einer gute Lageregelung zur Stabilisierung des Satelliten im Orbit. Letztere soll im unteren Teil des Orbiter angebracht werden. Eine robuste und ausgeklügelte Antennenanlage wird hoffentlich den hohen Anforderungen gerecht werden, die wir an die Kommunikation zu stellen haben. Die ausgeklügelte Bordcomputeranlage ist bereits fertiggestellt worden; es handelt sich dabei um das neueste Produkt von Nomasky Research: Deep Thought 27.


    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

    Einmal editiert, zuletzt von tyen nomasky ()

  • Eintrag 06: Die Bombe tickt, doch wir werden -wie immer- überleben.


    Susie Minoris, Euklid. Atlaszeit 0004,6. Als NMS-Veteran und alter Mann sehe ich den Updates von NMS immer mit Gelassenheit entgegen, auch dieses Mal! Die Ruhe ist zum Teil professionell bedingt, denn ich habe eine Expedition zu befehligen und in den sicheren Hafen von Post-Beyond zu führen. Andrerseits regt sich der Wissenschafter in mir, welcher die Veränderungen rund um Beyond festhalten und analysieren will. Dafür ist Gemessenheit und Überlegtheit nötig. Selbstverständlich beziehen sich meine Überlegungen auf die gerade besiedelte Ilmatar Kongruenz und ich denke in den letzten Tagen oft darüber nach, welche Datensätze in dieser Hinsicht zu beurteilen wären. Wir werden uns aber an dieser Stelle nicht auf die allgemeinen Veränderungen der Spielmechanik konzentrieren. Hier wird ja allerorts publiziert, vermutet und geredet, mit mehr oder weniger Seriosität und ohne Zugang zu den dafür erforderlichen offiziellen Patch Notes von HG zu besitzen.


    Ich möchte mich hingegen auf folgende mögliche Veränderungen konzentrieren:

    • Jene bei den Sternensystemen, Planeten und Monden der Ilmatar Kongruenz (Entfernung zum Zentrum, Biome, Klima, Fauna, Flore, Ressourcen etc);
    • Veränderungen bei den darin vorgefundenen Bauten, wie Raumstation, Anomalie oder Bauten auf der Planetenoberfläche;
    • Veränderungen bei den von Nomasky Research errichteten Bauten auf Susie Minoris (etwa Landeterminal, Basiscomputer-Infrastruktur, Sentinel-Satellit samt Baugerüst)
    • Veränderungen im Bestand unserer Flotte und in unseren Inventaren.

    Die dabei gewonnenen Forschungsergebnisse möchte ich dann so rasch wie möglich publizieren, auch um die Rationalität der zu erwartenden Diskussionen befördern zu können. Ich gestehe an dieser Stelle gerne, daß mich die entsprechenden Forschungen des Archaeogamers Andrew Reinhard leiten, der es sich u.a. große Updates vorgenommen hat, um sie auf ihre Konsequenzen für die von den Gamern erschaffenen materiellen Güter In-Game zu prüfen. Hier sind von ihm wichtige Ergebnisse publiziert worden, die leider nur in englischer Sprache vorliegen. Ich werde mich an seine Methodik anlehnen und hoffe auf interessante Ergebnisse.


    Daß manche in unserem Team von Katastrophenphantasien übermannt werden, kann ich nicht billigen. Wir sind hier, um zu forschen, nicht um uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen oder als Pseudopensionäre einen ruhigen Tag zu genießen. Sehen wir doch den Änderungen in Beyond mit Neugier und positiver Erwartung entgegen. Da wird ein klärendes Wort in der nächsten Mannschaftsversammlung notwendig sein! Verunsicherungen und Ängstlichkeit in der Crew sind von einem Kommandanten aufs Schärfste zu begegnen. Daß die Herrin von Louhi das Beyond-Update völlig ignoriert, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Kommunikationsstrahl 041D613, Susie Minoris. Offener Brief des Experten KORINNIS an die Offiziere (via offiziellem Verteiler)


    ****ECHOBEGINN: In Zeiten höchster Bedrängnis wende ich mich an euch, geschätzte Offiziere! Es ist bekannt, dass ich beauftragt wurde, den Sentinel Satelliten im Orbit von Susie Minoris zu errichten. Die Arbeiten gehen rasch voran, auch dank der Unterstützung des Teams von Aufseher JOITE. Er hat sich insbesondere für den Auf- und Abbau der Orbitleiter und des Baugerüsts verdient gemacht. Wir alle gehorchen den Befehlen des geschätzten Kommandanten NOMASKY aufs Genaueste und mit Verve. Wir feiern Erfolge. Wir setzen uns ein, weit über das hinausgehend, was von einem Offizier verlangt wird. Der Satellit steht vor der Fertigstellung.

    Aber ich frage euch: wohin führt uns das? Angesichts des drohenden Untergangs des alten Himmels und des Atlas, angesichts Beyond und einer Version, die schon heute als 2.0 gehandelt wird, angesichts einer ungewissen Spielmechanik und Zukunft, sollen wir Dinge erschaffen für Nichts? Schon heute ist der Sentinel Satellit, ein Meisterwerk galaktischer Ingenieurskunst, nicht einmal sein Material wert! Dem galaktischen Eid verpflichtet, muss ich bauen, was schon morgen (Sic!), bestenfalls als Weltraumschrott bezeichnet werden kann. Ganz offen sage ich: Ich lehne die Verantwortung für das ab, was ich erschaffe. Es kann nicht funktionieren, es wird nicht funktionieren. Gewöhnlich gut unterrichtete Kreise berichten: Neue elektronische Schaltwerke und bahnbrechende Solarzellen wird es geben, Nexus wird die Kommunikation revolutionieren, kein Stein bleibt auf dem anderen. Ich werde mich morgen schämen, worauf ich heute stolz war!


    Ich apelliere an euch: Verurteilt morgen nicht, was heute noch allerbester Standard war. Steht weiterhin zu euren Wissenschaftern! Vergebt mir! ***ECHOENDE.

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  • Kommunikationsstrahl 041Z6132, Susie Minoris. BEYOND - UKAS des Kommandanten NOMASKY an die Mannschaft der Expedition Ilmatar Kongruenz.


    ***ECHOBEGINN: Mit sofortiger Wirkung sind alle Außenarbeiten im Wirkungskreis der Ilmatar Kongruenz einzustellen und die Mannschaft hat zu ihren Quartieren auf dem Stammfrachter zurückzukehren. Ein absolutes Flugverbot wird verfügt. Sicherungsdateien sind in mehrfacher Ausführung anzulegen. Bis auf Weiteres wird auch jedweder Funkverkehr eingestellt. Der Krisenstab trifft sich in 360 Atlasminuten auf der Kommandobrücke. Bei Eintreffen neuer Beyond bezogener Nachrichten wird die Mannschaft vom Kommando informiert.

    Bis auf Weiteres also: Stillhalten. Die Zeit des Umbruchs ist gekommen. Keine Panik generieren. Viel Arbeit kommt bald auf uns alle zu. Es lebe der Atlas, lang lebe der Atlas.***ECHOENDE

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  • Eintrag 07: Wiederaufbau nach Beyond


    Gestern, nach dem Einbruch der siebenten Schwärze auf Susie Minoris hat der auf meiner Kommandobrücke versammelte Krisenstab die Entwarnung beschlossen. Beyond ist nun unsere Welt, neuerdings schon in seinem neuen Patch.

    Ich verfüge deshalb, dass alle Mannschaften ihren Somaschlaf verlassen und in Kommandobereitschaft versetzt werden. Kleine Teams wurden schon vorher ausgesandt, um die entstandenen Schäden zu begutachten. Der Befund schien zunächst nur auf leichte Schäden an der Gebäudeinfrastruktur zu verweisen (Etwa: Fehlen von Eingangstüren, Verlust von Landungspads, verrückte Gebäudeteile). Allerdings stellte sich schon bald heraus, daß es sowohl auf der Ilmatar Kongruenz als auch auf unserem Heimatstandort, dem Nomasky Research Headquarter, zu komplettem Stromausfall gekommen war. Wir fanden heraus, daß die bisher ausgezeichnet funktionierende Stromversorgung durch das Update außer Kraft gesetzt worden war. Ein komplexes System, dessen Bauweise bislang völlig unbekannt ist, sollte die alte Stromversorgung ersetzen. So will es der Atlas.

    Die Ingeneure und Versorgungsoffiziere an Board waren erschüttert. Was nutzten die von uns errichteten Anlagen, wenn ihre zentralen technischen Komponenten nicht funktionierten? So waren nicht nur die Lager, aus der wir unsere Rohstoffreserven bezogen, unzugänglich, auch die Produktionsfarmen, mit denen wir Teile unserer laufenden Kosten bestreiten, arbeiten nicht mehr. Selbst die Teleportanlagen auf unserem Gelände sind funktionsunfähig, womit wir bei unseren Missionen wieder auf die Raumstationen angewiesen waren.

    Jedoch hilft es nicht, zu klagen, wir müssen uns auf die Wiedereinrichtung des laufenden Betriebes konzentrieren und rasch handeln. Ich habe deshalb eine Task Force Stromversorgung eingerichtet, die sich zunächst auf die Ilmatar Kongruenz konzentrieren soll und dort die notwendigsten Anlagen wiederherstellen wird. Mit der Aufgabe beauftragt habe ich den blutjungen, aber hochtalentierten Techniker MARSALLIS, einen Korvax, der an der Eliteuniversität Borealis studiert hat, und der sich schon wiederholt durch seine Genialität hervorgetan hat.

    Dies ist, offen gesprochen ein katastrophaler Rückschlag für unsere Unternehmung. Trotzdem dürfen wir uns nicht entmutigen lassen und müssen rasch und entschlossen handeln. Möge der Atlas uns gnädig sein!

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Eintrag 08: Im wilden galaktischen Osten - der Nexus


    Eine Gruppe junger Offiziere, allen voran der Techniker MARSALLIS, hatt mich gestern bewogen, mit ihnen den sogenannten NEXUS aufzusuchen.


    Nexus, was soll das sein? Leider bürgert sich dieses Pars Pro Toto zunehmend in der Galaxie ein. Was eigentlich das Hub bezeichnet, welches Spieler zu gemeinsamen Missionen zusammenführen soll, wird nun für die gesamte Anomalie verwendet. Doch diese bietet eine Menge mehr als nur ein riesiges Missionsterminal. Seis drum! Der Atlas scheint für präzises Sprechen und korrekte Formulierung nicht geschaffen. Man mag das ja als arrogant bezeichnen, doch was an Diarrhoe in den Medien der Galaxie mit dummem Selbstbewußtsein entäußert wird, grenzt oft nicht nur an die Grenzen des guten Geschmacks, sondern auch an jene der Verständlichkeit. Wer würde das Gebrabbel wohl verstehen, wer dieses Wichtigtun billigen können? Dieses Unvermögen, sich auszudrücken, gepaart mit der Brutalität der Wortwahl ist mir zuwider! Man möge nur den Kommuniktionsstrahl von FAKE BOOK lesen, dann wird rasch klar, was hier an unzivilisiertem Getöne passiert. Doch ich schweife ab!



    Zurück zu unserer Mission. Der Grund für unsere kleine Expedition zum "Nexus" war der ungeheure Bedarf an Technologien, welche von unserem Stromversorgungsteam entdeckt worden war. Ohne diese sogenannten "Energieverteilungsmodule" - ein Begriff, der ja neu in unserem Sprachschatz ist - würde es uns nicht gelingen, das Nervensystem der Ilmitar Kongruenz, die Stromversorgung, herzustellen. Was der Korvax MARSALLIS da alles auf seiner Liste hatte: Batterien, Schalter, Generatoren und Unmengen von Kabelwerk. Das alles würde gebraucht werden, ohne Zweifel! Wiewohl ich von der Wichtigkeit dieses Einkaufs überzeugt war, wußte ich auch um seinen Preis. Einen gewaltigen Haufen an Wiederherstellungsmodulen würde aus unserem Lager zur Verfügung gestellt werden müssen. Doch Geiz war hier wahrlich die falsche Haltung.


    Damit von den unerfahrenen Hitzköpfen kein einziges Modul unnötig verschwendet würde, beschloss ich letzten Endes doch, mich dem Einkaufsteam anzuschließen. Gerne tat ich es zwar nicht, bin ich doch von Natur aus ein eher zurückgezogener Mensch, der den lauten Trubel, die bunten Licher der Einkaufszentren und die Grobheit seiner Besucher scheut. Doch überwand ich mich und so riefen wir so eine dieser neuen Anomalie zu uns. Auch das war ein ungewohntes Erlebnis, ganz der sgn. Modernität unserer Zeit entsprechend: Als Adventure on Demand würde ich es bezeichnen und als eine fragwürdige Gegenbewegung zu den Abenteuern, die man früher nur durch mühevollem Suchen auf sich nehmen konnte.



    Als wir in der Anomalie eintrafen, war ich von der unerhörten Größe, ja Großspurigkeit der Anlage überwältigt. Was von außen so übersichtlich und maßvoll erschien, erstrahlte in seinem Inneren in einer Größe, die mir absurd erschien und das Größenmaß verloren hatte. Und tatsächlich taten sich die Widersprüche auch sofort auf: Nur ein Drittel dieses Protzbaus war begehbar, der Rest versprach vieles, erwies sich aber als riesiges FAKE. Ein Ort, um die Reisenden zusammenzuführen sollte das sein? Im Gegenteil: Während die angestellten NPCs sich in einem angemessenen Tempo bewegten, liefen die Besucher wie die Verrückten aneinander vorbei, ohne Gruß, ohne Neugier aufeinander. Die Hektik des Ortes mit seinen ankommenden und abreisenden Raumschiffen, den hastenden Reisenden und den von ihnen belagerten Einkaufsläden (Boutique heißt das heute !!!!) stießen mich ab. Ich sehnte mich nach der Einsamkeit meiner Abenteuer. Doch der schlechte Geschmack einer wildgewordenen Galaktischen Shopping Mall war noch nicht alles an Ungeheuerlichkeit ! Zwei unserer jungen Offiziere erlitten qualvolle Tode durch schießwütige Abenteurer, die in Wildwestmanier die zunehmend panisch werdenden Konsumenten mit ihren Waffen bedrohten. Ihre GEK - Vermummung war absurd, denn hinter dieser Maske steckte allein Zerstörungswut! Es gab keinen Anlaß für diesen Waffengebrauch, es war die Lust an Agression und derbem Vergnügen allein, die diese Terroristen antrieb. Ich war erschrocken, entsetzt und ratlos. Was konnte diesem rasenden Treiben Einhalt gebieten?



    Doch zur absoluten Katastrophe kam es, als vor unseren Augen drei Raumschiffe zusammenstießen und orientierungslos in der Landezone trieben. Welch ein Anblick. Nachdem der angerichtete Schaden durch die galaktischen Behörden beseitigt worden war und man den Nexus wieder ungehindert verlassen konnte, verließ ich meine jungen Männer mit einem knappen Gruß, setzte mich in mein Raumschiff und kehrte in die Ruhe und Geborgenheit von Susie Minoris zurück. Sollte doch die Welt an ihrer Verrücktheit zugrunde gehen!


    Wenig später kamen auch meine Männer an, leicht betrunken und schwer bepackt mit den benötigten Elektrogütern. Auch sie waren gezeichnet vom Wahnsinn des gerade Erlebten. Möge der Atlas uns beschützen!

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)

  • Eintrag 09: Wir sind wieder ON THE GRID!

    Mit Stolz darf ich berichten, dass mit heutigem Tag die Stromversorgung auf der Ilmatar Kongruenz wiederhergestellt wurde. Techniker MARSALLIS und sein Team haben hervorragende Arbeit geleistet.


    Im Zuge der Elektrifizierung unserer Bodenanlage - der Sentinell - Satellit ist ja noch immer in Bau, weil ein störrischer Offizier die Arbeiten vor Beyond nur unwillig und sehr widerständig weitergeführt hat - wurden auch notwendige Erweiterungsarbeiten der ursprünglich einfach gehaltenen Gebäudes durchgeführt. So wurde in dem würfelförmigen Bau neben dem Logistischen Zentrum auch das Ressourcenlager aufgebaut, um schnell und effizient Zugang zu benötigten Materialien zu bekommen! Die Frachter-Lagerplätze wurden zwar durch die letzten Patches wiederhergestellt, aber die Räume sind noch nicht begehbar, weil ein Teil der Bodenplatten fehlt! Es zieht eisig in den Frachterräumen, sodass wir ständig in unseren dicksten Overalls herumlaufen müssen. Wir müssen praktisch denken, und dürfen nicht klagen!


    Doch zurück zur Herstellung der Stromversorgung. Nach der etwas merkwürdigen Einkaufstour im sgn. Nexus hat Techniker MARSALLIS unverzüglich mit den Elektrifizierungsarbeiten begonnen. Wir waren uns einig, daß wir mit einer ökologisch verträglichen, wartungsarmen und im Grunde einfachen Stromversorgung beginnen würden. Der Betrieb sollte so rasch wie möglich hergestellt werden, auf Experimente mit komplexen Logikgattern und Umkehrschaltern wollten wir deshalb vorerst verzichten.


    Folgender Stromkreis wurde aufgebaut:

    SM <---> SM (insgesamt 11 Stück) <---> B <----> B (insgesamt 5 Stück) <----> WS <---> WB (angeschlossen: 10L, 1 GT) <---> AS <----> TP



    Übersetzt heisst dies: 11 Solarmodule (SL) wurden untereinander verbunden und erreichen so eine Gesamtleistung von 550 Kp/s. Die Tagesleistung der Solarmodule soll einerseits in die Basis fließen und wird wegen ihres Stillstands in der Nacht in fünf Batterien (B) gespeist. Mittels eines manuell zu bedienenden Ein/Aus Wandschalters (WS) ist es möglich, die Anlage auch vom Netz zu nehmen, sollte dies wegen allgemeiner Wartungsarbeiten notwendig sein. Der vor den Gebäuden befindliche Teleporter (TP) ist mittels eines Annäherunsschalter (AS) nur bei Bedarf nutzbar.


    Diese Energieversorgungsmodule versorgen unsere Würfelförmige Basis (WB), in der wir 10 Lagerbehälter, und einen Galaktischen Terminus untergebracht haben. Stellen wir Gewinn und Verbrauch gegenüber, so erhalten wir eine leicht positive Energiebilanz, die wir für die Beleuchtung des Sendeturmes verwenden wollen.


    Wir sind zufrieden und das Inneneinrichtungsteam kann mit der Ausstattung der Basis beginnen. Den ewigen Unkenrufen , die wegen der neuen Elektrifizierung kein gutes Haar an HG lassen, sind wir mit positiver Energie begegnet. Es lebe der Atlas, lang lebe der Atlas.

    Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra)