Jenseits seiner Identität

  • Kapitel 1


    Wieder einmal stand Sigma gedankenverloren auf der Brücke seines Frachters und blickte in das weite Weltall. Sein Kapitän schaute immer wieder mit besorgter Miene zu dem Kommandanten rüber, aber wie jedes Mal traute er sich auch diesmal nicht, etwas zu sagen. Dem Rest der Crew ging es nicht anders.

    Drei Jahre war es bereits her, als Sigma in einem abgestürzten Rauschiff auf einem fremden Planeten erwachte. Ohne Erinnerung, was geschehen war. Ohne Erinnerung, wer er überhaupt ist. Das Schiff konnte er zwar wieder flugfähig machen, aber die Datenbanken waren irreparabel beschädigt. So konnte er auch nichts über seine Identität herausfinden. Und natürlich konnte oder wollte auch keine der höherentwickelten Lebensformen in der Nähe irgendwelche hilfreichen Auskünfte zur Identität des Schiffbrüchigen machen.


    Den Begriff „Sigma“ las er auf einem beschädigten Teil, als er das kleine Raumschiff reparierte. Wie er später herausfand, hielt es sich dabei um eine Art Klassifizierung, die z.B. zur Kennzeichnung der Leistungsfähigkeit einer Komponente verwendet wird. Da Sigma seinen echten Namen nicht kannte und ihm das Wort gefiel, stellte er sich anderen fortan damit vor.


    In den letzten drei Jahren bereiste Sigma unzählige Systeme und erforschte unzählige Planeten. Er suchte überall nach Informationen zu seiner Identität oder zumindest nach Lebensformen, die ihm wenigstens ähnlich sahen und eventuell Angaben zu seiner Herkunft machen könnten. Um die Erforschung zu erleichtern, suchte er sich Unterstützung: Nach der Rettung eines Frachters vor Weltraumpiraten wurde Sigma zum neuen Kommandaten des großen Schiffes ernannt. Zusätzlich engagierte er zahlreiche Fregatten, die er regelmässig auf eigenständige Erkundungsmissionen schickte. Sigma errichtete ebenso mehrere Stützpunkte auf verschiedenen Planeten in verschiedenen Systemen, darunter ein Hauptquartier, eine Unterwasserstation und eine kleine Farm, die zur Kultivierung verschiedener Pflanzenarten diente. Im Hauptquartier ließ er die Entwicklung von Waffen, Fahrzeugen und weiteren fortgeschrittenen Technologien erforschen. Letzten Endes diente alles der Suche nach Sigmas wahrer Identität. Fahrzeuge und zusätzliche Flottenschiffe sollten die Erforschung erleichtern und beschleunigen, während die Pflanzen z.B. zur Produktion notwendiger Treibstoffe oder als Baumaterialien verwendet wurden. Doch auch nach Jahren konnte er keinen wirklichen Durchbruch erzielen.


    Zu Beginn seiner Forschungen war Sigma noch sehr enthusiastisch und hoffnungsvoll, aber im letzten Jahr wandelte sich dies mehr und mehr zu Verzweiflung und seit einigen Tagen kamen auch noch mysteriöse Träume dazu. Verschwommene Bilder von einem kleinen Jungen, der eine große, scheinbar antike Schrifttafel studierte. Die Tafel bestand aus vielen einzelnen Teilen, die an einer Seite verbunden waren und Texte und Bilder enthielten. Die einzelnen Teile waren noch bedeutend flacher als ein Standard-Tablet, in ihrem Gesamtverbund aber bedeutend dicker als ebensolches. Trotzdem schien die Schrifttafel insgesamt weitaus weniger Daten zu beinhalten, als es auf einem flacheren Tablet möglich gewesen wäre.

    Der Junge in Sigmas Traum schien sich auch nur für bestimmte Teile der Schrifttafel zu interessieren und dort auch mehr für die Bilder als für den Text. Trotzdem konnte sich Sigma immerhin an einzelne Wörter erinnern, die darin vorkamen: Erde, Mars, Jupiter, Saturn. Es schien sich um die Namen von Planeten eines weit entfernten Systems zu handeln. War dies etwa sein Heimatsystem?


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  • Kapitel 2


    Die Galaxie wurde vom galaktischen Kanzler regiert. Kurz bevor Sigma seinerzeit an der Absturzstelle erwachte, wurde ein Mann namens Murray zum neuen Kanzler ernannt. Der Start des neuen Regierungschefs verlief allerdings holprig: Einige Leute warfen ihm vor, bewusst und mit voller Absicht Wahlversprechen gebrochen zu haben. Andere sahen die Umstände etwas differenzierter und gingen eher davon aus, dass Kanzler Murray schlicht die Umsetzbarkeit und vor allem den zeitlichen Aufwand einiger Versprechen unterschätzte. Sie wiesen diesbezüglich auch darauf hin, dass er nie zuvor eine derart hohe Position bekleidete und sich erstmal damit zurecht finden müsste.


    Die Zeit gab Ihnen Recht. Im Verlaufe der nächsten Jahre sorgte der Kanzler immer wieder für gern gesehene und teilweise überraschende Gesetzesänderungen, die seine Beliebtheit enorm steigen ließen. So enorm, dass ihm zu Ehren sogar ein Monument mit seinem Antlitz errichtet wurde. Einige Gesetzesänderungen ermöglichten Zivilisten deutlich mehr Freiheiten, so wurden beispielsweise bisher verbotene Unterwassergebiete zur freien Erkundung freigegeben, darüber hinaus wurden archäologische Ausgrabungen ohne Genehmigung legalisiert. Auch Besitz und Führung von Fahrzeugen und größeren Raumschiffen wurde ohne Genehmigung oder besondere Kenntnisse ermöglicht. Jeder, der das nötige Geld besaß, sollte auch die Möglichkeit haben, soviele Raumschiffe zu besitzen, wie er mochte. Egal, ob kleinere Kurzstreckenschiffe oder größere Fregatten. Nur der Besitz des größten Schiffstyps – den Frachtern – wurde auf eines pro Person beschränkt, da die Befürchtung im Raum stand, zuviele Frachter könnten zu einer Blockade wichtiger Handelsrouten führen.


    Erst diese Gesetzesänderungen ermöglichten Sigma überhaupt viele seiner Forschungsvorhaben. Zu Beginn hatte er sich noch auf die Auswertung von Terminaldaten verlassener Gebäude und die Kontaktaufnahme mit fremden Lebensformen beschränken müssen. Doch seit dem unermüdlichen politischen Einsatz des Kanzlers wurden Sigma immer mehr Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, von denen er auch regen Gebrauch machte.


    Eines Tages kündigte Kanzler Murray eine weitere Gesetzesinitiative an, auch „Beyond-Manifest“ genannt. Es sollte weitere, bisher ungeahnte Möglichkeiten für Reisende schaffen, darunter neue Arten der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Reisenden. Details ließen Murray und seine Minister sehr lange offen, aber das kannte man bereits von Ihnen und es war angesichts vergangener Anfeindungen auch verständlich. Sigma erhoffte sich endlich einen Durchbruch in seinen Forschungen. „Vielleicht sind diese neuen Gesetze das letzte Puzzleteil, um endlich mehr über mich und mein Volk zu erfahren.“, dachte er sich. Er konnte es kaum erwarten, dass die Gesetze endlich in Kraft treten.


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  • Kapitel 3


    Die Einführung des Beyond-Manifest stand kurz bevor. Es würde nur noch ein paar Tage dauern und endlich würde Sigma wissen, ob die geplanten Gesetzesänderungen einen Durchbruch für seine Forschungen bedeuteten. Er legte seine ganzen Hoffnungen darauf. Dennoch konnte er die verbliebenen Tage nicht tatenlos verbringen. Auch wenn die Chancen auf plötzlichem Erfolg mit den alten Methoden eher gering erschienen, wollte Sigma diese solange weiterführen, bis das Beyond-Manifest in Kraft getreten war. Zu diesem Zweck tauschte er sich mit seinem Navigator aus, der neue Routen für Expeditionen berechnete. Eine Mission für die beiden Industriefregatten weckte Sigmas Interesse. Durch den galaktischen Handel mit Industriegütern trafen immer wieder verschiedene Spezies aufeinander. Könnte es sein, dass hierdurch auch mit Sigmas Spezies Kontakt aufgenommen wurde? Dies sollten die beiden Fregatten für ihren Kommandanten herausfinden. Die Sache hatte nur einen Haken: Es war kein Treibstoff mehr für die Schiffe auf Lager und auch die Rohstoffe reichten nicht aus, um neues Treibstoff herzustellen. Zwar war genügend Tritium vorhanden, aber nicht genügend Diwasserstoff. Dieses Element war in der Regel in Kristallform auf allen möglichen Arten von Planeten zu finden. Sigma mochte die Beschaffung von Diwasserstoff nicht besonders gerne, da diese meistens in eher kleinen Kristallen existierten, mit denen man nur mühsam die für Treibstoff notwendige Menge erreichte. Er bevorzugte die größeren Kristallvorkommen, die aber entsprechend seltener waren. Dennoch machte er sich höchstpersönlich auf den Weg, die blauen Kristalle mit seinem Multitool abzubauen.


    Für die Suche nach Diwasserstoff suchte sich Sigma ausgerechnet einen heissen Wüstenplaneten aus, der oft von Stürmen heimgesucht wurde. Bevor er mit seinem Raumschiff die Atmosphäre des Planenten betrat, wusste er jedoch noch nichts von den Stürmen und zu diesem Zeitpunkt war auch noch keiner aktiv.

    Sigma landete im Hof einer kleinen Fabrik, die er auch gleich ausspionierte. „Wenn ich schonmal hier bin“, dachte er sich dabei. Die Wächter in der Umgebung der Fabrik stellten für ihn dabei keine große Herausforderung dar. Nachdem Sigma sich die wertvollen Fabrikdaten sicherte, machte er sich zu Fuß auf den Weg, um große Diwasserstoff-Kristalle in der näheren Umgebung auszumachen und abzubauen. Unter den aktuellen Wetterbedingungen berechnete sein Anzugsystem einen gefahrenlosen Aufenthalt im Freien von ca. acht Minuten, bevor er wieder Schutz suchen müsste. So entfernte Sigma sich immer weiter von der Fabrik und seinem Raumschiff, um auch Diwasserstoff aufzusammeln, welches sich nicht in unmittelbarer Nähe befand. Es gab tatsächlich einige größere Kristalle zu entdecken, die Aktion schien ein voller Erfolg zu werden. Doch dann zog plötzlich ein Sturm auf. Der Gefahrenschutz wurde deutlich stärker belastet und ließ nun nur noch eine Restzeit von weniger als zwei Minuten im Freien übrig, ohne sich in unmittelbare Lebensgefahr zu begeben. Unglücklicherweise war die Fabrik zu diesem Zeitpunkt schon mindestens drei Minuten entfernt. Hastig schaute sich Sigma mit seinem Analysevisier um. Er hoffte darauf, irgendwelche anderen Gebäude in der Nähe zu finden oder zumindest eine Höhle. Und tatsächlich: In einer Entfernung von ca. einer Minute war ein Unterschlupf zu finden, bestehend aus zwei kleinen Gebäuden, in denen kaum mehr als ein Bett Platz fand. Aber das war nun egal, schließlich wollte er dort nicht sesshaft werden, sondern nur den Sturm abwarten. So rannte Sigma zum Unterschlupf und kehrte erst zu seinem Schiff zurück, nachdem sich das Wetter wieder beruhigte.


    Nach der Rückkehr auf seinen Frachter produzierte Sigma endlich das benötigte Treibstoff für die beiden Industriefregatten und schickte sie auf die Mission. Große Hoffnungen machte er sich nicht, aber er wollte auch nichts unversucht lassen.


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  • Kapitel 4


    Am nächsten Tag kehrten beide Fregatten von ihrer Industriemission zurück. Finanziell hatte sich diese durchaus gelohnt – zusammen mit seltenen Objekten, die gefunden und gehandelt wurden, konnte die Crew einen Gewinn von mehreren Millionen Units verzeichnen. Doch für Sigmas Hauptanliegen – Informationen zu seiner Identität und seiner Herkunft – gab es wieder einmal keine Neuigkeiten. Er hatte eigentlich auch nicht wirklich damit gerechnet, dennoch schmerzte der Moment der Gewissheit jedes Mal wieder aufs Neue.


    Sigma wirkte sehr erschöpft, die Unwissenheit schien ihn sichtlich zu belasten. Der Kapitän des Frachters konnte sich das Leid seines Kommandanten nicht länger ansehen und traute sich endlich, ihm einen Rat zu geben.

    „Kommandant Sigma, sie scheinen sehr erschöpft zu sein.“, sagte er. „Vielleicht sollten Sie sich ein paar Tage Urlaub nehmen.“

    „Urlaub?“, entgegnete Sigma.

    „Ja, Urlaub. Sie benötigen dringend Ablenkung, Erholung. Wenn Sie so weiter machen, wird Ihr Zustand bald einen kritischen Punkt erreichen. Dann hilft Ihnen das Wissen um ihre Identität auch nicht mehr weiter.“

    „Ich weiß nicht...“, blieb Sigma skeptisch. „Ich könnte zwar für ein paar Tage die Forschungen ruhen lassen, aber ganz abschalten kann ich sicher nicht. Ich meine, wie soll ich vergessen, dass ich nicht weiß, wer ich bin?“

    „Es geht gar nicht darum, die Umstände komplett zu vergessen.“, versicherte der Kapitän. „Aber Sie sind so fixiert auf Ihr Ziel, dass sie sich praktisch gar nichts anderes mehr gönnen. Jede Sekunde verbringen Sie mit diesem Gedanken und das bringt Sie irgendwann um. Bringen Sie etwas Abwechslung rein, lassen Sie auch andere Gedanken zu. Haben Sie Spaß, wenigstens für ein paar Tage. Wenigstens bis das Beyond-Manifest in Kraft tritt. Sie werden sehen: Danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“


    Etwas widerwillig machte sich Sigma auf den Weg in den Hangar. Dabei rief ihm der Kapitän noch eine letzte Sache hinterher: „Nehmen Sie auch mal ein anderes Schiff. In dieser Situation ist jetzt jede noch so kleine Abwechslung wichtig.“

    „Vielleicht sollte ich mir dann zur Abwechslung auch mal einen neuen Kapitän zulegen“, grummelte Sigma leise vor sich hin. Aber in seinem tiefsten Inneren wusste er, dass der Kapitän möglicherweise gar nicht so Unrecht hatte – und entschied sich für eines der Kugelschiffe, die schon einige Zeit unbenutzt im Hangar verweilten.


    Als Ziel für seine Erholung suchte sich Sigma einen gemäßigten Planeten in grellen Farben aus. Orangenes Gras und grünes Wasser. Ein seltenes Naturschauspiel war der Tag- und Nachtwechsel dieses Planeten. Durch atmosphärische Veränderungen erschienen die Farben nachts anders als tagsüber. Es waren nicht nur dunklere Farben, so wie man es vermuten würde. Nein, stattdessen war das Gras nachts grün und das Wasser blau.

    Sigma flog mit seinem Schiff eine Weile über dem Planeten, auf der Suche nach einem geeigneten Platz, um sich einigermaßen erholen zu können. Dann erspähte er eine verlassene Ruine. Er hatte in den letzten Jahren schon einige dieser Ruinen gesehen und wusste mittlerweile, dass sie keinerlei Informationen zu seiner eigenen Spezies beherbergten. Aber vielleicht wäre es jetzt genau die richtige Ablenkung, sich absichtlich mit der Vergangenheit einer anderen Spezies auseinanderzusetzen. Also landete er neben der Ruine und inspizierte sie. Auf einer Anhöhe fand Sigma eine kleine Skulptur, eine Art Pyramide, auf der sich eine Inschrift befand. Die Inschrift erzählte von einem Krieg, dem viele Individuen vom heimischen Volk zum Opfer fielen. Sigma wurde wehmütig.


    „Ich leide so sehr unter meiner Amnesie“, sprach er leise vor sich hin, während er vor der Skulptur kniete.

    „Aber ich habe nur mein Gedächtnis verloren. Ich lebe immerhin und ich kann mich ansonsten nicht über mein Leben beschweren. Die Geschäfte laufen gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie für mich eigentlich immer nur Mittel zum Zweck waren.“


    Sigma stand auf.


    „Vielleicht sollte ich meine Situation akzeptieren. Mich mehr auf mein jetziges Selbst konzentrieren und die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. Es kann sein, dass das Beyond-Manifest einen Durchbruch bedeutet. Aber wenn dem nicht so sein sollte, dann werde ich es akzeptieren. Dann schließe ich mit meiner Vergangenheit ab, auch ohne mich jemals erinnern zu können. Euch zu Ehren. Damit euer Tod nicht ganz umsonst gewesen ist und ihr so wenigstens einer verlorenen Seele zurück auf den richtigen Pfad helfen konntet.“


    Sigma entschied sich, nicht auf diesem Planeten zu bleiben. Stattdessen machte er sich auf den Weg zur nächsten Raumstation, um von dort einen Teleporter zum Hauptquartier zu nutzen. Die letzten Tage vor der Einführung des Manifests wollte er lieber dort verbringen.


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  • Kapitel 5


    In der Nacht zur Einführung des Beyond-Manifests hatte Sigma erstaunlich gut geschlafen. Er träumte wieder von dem Jungen – der mutmaßlich er selbst war -, diesmal aber nicht aus der Ich-Perspektive, sondern aus der Sicht eines Beobachters. Der Junge lächelte, er schien sehr von den Bildern von Sternen und Planeten fasziniert gewesen zu sein.

    Der Traum hätte noch eine Weile angehalten und wer weiß, was für alte Erinnerungen dann wieder in Erscheinung getreten wären. Leider wurde Sigmas Schlaf schon früh morgens von Baulärm direkt an seinem Hauptquartier unterbrochen. Er stand verärgert auf und stampfte nach draußen, nur um festzustellen, dass einige Bauarbeiter gerade dabei waren, seine beiden Landefelder abzubauen.


    „Hey! Was soll das?“ schrie Sigma in Richtung der Bauarbeiter.

    „Sorry, offizielle Anordnung. Die neuen Gesetze sind in Kraft getreten, die alten Landefelder entsprechen nicht mehr der erlaubten Mindestgröße und müssen alle abgerissen werden. Sie können gerne neue Landefelder gemäß der neuen Norm bauen.“, erklärte der Vorarbeiter.

    „Und warum erfahre ich das erst heute? Hätte man das nicht schon eher sagen und die neue Norm durchgeben können? Dann hätte ich schon neue Landefelder gebaut.“, schimpfte Sigma.

    „Tut mir Leid, wir sind hier nur für die Durchführung des Abrisses zuständig. Und für die Abschaltung Ihrer Stromversorgung. Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass die Strahlung von drahtlosem, durch die Luft übertragenen Strom eine zu starke Belastung für die Umwelt darstellt. Deswegen müssen elektronische Geräte jetzt wieder über Kabel mit Strom versorgt werden.“

    „Das ist doch nicht zu fassen! Und wie soll ich jetzt meinen Teleporter benutzen?“

    „Wie gesagt,“, verteidigte sich der Vorarbeiter erneut, „wir sind hier nur für die Durchführung zuständig. Wenn Sie sich bei jemandem beschweren wollen, dann wenden Sie sich an das Ministerium für Wissenschaft und Forschung. Es waren deren Forschungsergebnisse, die zu diesen Gesetzen geführt haben. Die haben auch einen neuen Kommunikationskanal, mit dem sie jederzeit gerufen werden können. Hier, ich gebe Ihnen die Daten...“


    Bei dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung handelte es sich um eine eher ungewöhnliche Behörde des Murray-Kabinetts, betrieben von dem Gek Polo und dem Korvax Nada. Beide sprachen nicht gerne darüber, in offizieller Funktion als Minister tätig zu sein und sahen sich eben mehr als Wissenschaftler und Forscher. Und genauso verrichteten sie ihre Arbeit auch in einer kleinen Raumstation, die nicht wirklich den Eindruck einer Behörde machte. Für Sigma waren Nada und Polo keine Unbekannten, er unterstütze sie bei ihren Forschungen ebenso wie sie ihn bei seinen. Doch gerade weil er die beiden schon als Freunde betrachtete, machten ihn diese unangekündigten Gesetzesverschärfungen wütend. Da war ein klärendes Gespräch unter Freunden unabdingbar. Und so setze er sich in sein Raumschiff und machte sich auf den Weg ins Weltall, um über den neuen Kommunikationskanal Kontakt mit Nada und Polo aufzunehmen. Die drei beschlossen sogleich, sich direkt zu treffen, um die Differenzen auszuräumen.


    Als Sigma in der Raumstation des Ministeriums – liebevoll auch „Die Anomalie“ genannt - ankam, traute er seinen Augen nicht. Von außen rund und unscheinbar wie eh und je, hatte es im Inneren eine Runderneuerung gegeben. Die Anomalie war von innen bedeutend größer geworden. Der absurde Widerspruch zwischen der inneren und äußeren Größe war offensichtlicher denn je. Neben Nada und Polo gab es zudem viele weitere Mitarbeiter, die jetzt fest in der Anomalie angestellt waren. Trotz der ungewohnten Umgebung waren die beiden aber schnell ausfindig gemacht.

    „So, jetzt erzählt ihr beiden mir aber schnurstracks, warum ihr mich nicht rechtzeitig über die neuen Gesetze bezüglich Landefelder und Stromversorgung informiert habt?“

    „Ich bitte dich vielmals um Entschuldigung.“, sagte Polo. „Es war eine Anweisung vom Kanzler. Er wollte keine Risiken eingehen bezüglich der Drohungen und Anfeindungen, die er damals zu seiner Amtseinführung bekommen hatte.“

    „Aber ich bin doch euer Freund!“, reagierte Sigma mit Unverständnis. „Mir hättet ihr es doch sagen können, ich hätte es auch für mich behalten.“

    „Es war eine Bedingung, um uns die notwendigen Mittel für den Ausbau unserer Station zur Verfügung zu stellen. Und dieser Ausbau war sehr wichtig, wir konnten nicht darauf verzichten.“, erwiderte Polo.


    Sigma sah sich nochmal um. Er ging durch die Gänge, schaute sich jede Neuerung in der Anomalie genau an. Die Forschungskraft war mit diesem Ausbau definitiv gestärkt, das würde sicherlich auch ihm zu Gute kommen. Danach kehrte er zu seinen beiden Freunden zurück.


    „Ok, ich sehe das ein, dass dies ein wichtiger Ausbau war. Aber irgendwie muss ich jetzt die neue Stromversorgung in Gang bekommen und ich habe keinen blassen Schimmer, wie. Könnt ihr mir da jetzt wenigstens bei helfen?“

    „Unsere Mitarbeiter im Raum dort hinten helfen dir gerne bei ihren jeweiligen Spezialgebieten weiter. Denke aber bitte daran, dass die alten Arbeitsgesetze immer noch gelten. Da viele nur auf der Durchreise sind und keine festen Arbeitsplätze haben, muss gewährleistet sein, dass sich praktisch jeder auch selbst helfen kann. Daher musst du bei einigen Dingen auch selbst forschen. Wir stellen dir dafür aber gerne unsere Forschungsstation zur Verfügung, die du ebenfalls dort im Raum vorfinden wirst. Achja, eine Sache noch: Du kannst alle in der Anomalie gerne zu deiner Herkunft befragen, vielleicht kann dir ja einer weiterhelfen.“


    Diesen Rat befolgte Sigma auch sogleich, doch ohne Erfolg. Natürlich wusste auch hier keiner über ihn und seine Spezies Bescheid. Es wäre auch eine Überraschung gewesen. „Also war es das jetzt wirklich...“, dachte sich Sigma. „Jetzt werde ich das Thema ein für alle mal abhaken und mich der Zukunft zuwenden. Naja, jetzt habe ich ja auch erstmal was zu tun, das wird mich eine Weile ablenken.“


    Und so machte er sich an die Arbeit, sich all das nötige Wissen zum Thema Stromversorgung anzueignen.


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  • Kapitel 6


    Die Tage vergingen. Relativ schnell hatte sich Sigma an die neuen Bestimmungen gewöhnt und alle seine Basen mit Strom versorgt. Zunächst noch mit einem eher ineffizienten Biokraftstoff-Reaktor, hatte Sigma bald auch die Baupläne für die effizenteren Solarmodule gelernt, mit denen Strom direkt aus der Sonnenenergie gewonnen werden konnte. Bei einer Basis, deren Umzug in Portal-Nähe bereits vor den neuen Bestimmungen geplant war, konnte er gar von einem elektromagnetischem Feld profitieren, welches sich in der näheren Umgebung im Boden befand.


    Das Beyond-Manifest brachte noch weitere Neuheiten, die Sigma zum Großteil eher positiv überraschten und nicht so kalt erwischten wie abgerissene Landefelder oder fehlender Strom. So war die lange Ungewissheit bezüglich der Essbarkeit bestimmter Pflanzen und Tiere endlich geklärt und im neuen Nahrungsmittelgesetz berücksichtigt. Das hieß, dass man endlich auch „richtiges“ Essen gefahrlos zu sich nehmen konnte statt ausschließlich synthetisch hergestellter Energiekapseln.


    Diese und andere Neuerungen waren prädestiniert dafür, endlich ein neues, besseres Leben anzufangen. Ein Leben, in dem es nicht mehr um die Vergangenheit ging, sondern um die Gegenwart und die Zukunft. Eines, welches sich wirklich richtig genießen ließ. Doch wie das Leben manchmal so spielt, schien just in diesem Moment die Vergangenheit Sigma wieder einzuholen…

    Er warpte mit seinem Schiff gerade in ein neues System, um dieses zu erforschen, als er das Notrufsignal eines Frachters erhielt. Dieser stand unter starkem Beschuss von Piraten, welche die Fracht des Schiffes plündern wollten. Sigma nahm Kontakt zum Kapitän des Schiffes auf und sicherte Unterstützung zu. Dann nahm er sich den Piraten an. Die Abwehr dieser war für einen erfahrenen Piloten wie ihn kein Problem, zumal er auch noch Unterstützung von den örtlichen Behörden bekam. Der Kapitän des Frachters war überglücklich ob der Hilfe des Fremden und bat ihn sogleich zum Dank an Bord des Großschiffes.


    Als Sigma die Brücke des Frachters betrat, waren dort aber nicht nur der Kapitän und weitere Crew-Mitglieder derselben Spezies anzutreffen. Denn genauso wie auch er einen Frachter voller fremder Lebensformen anführte, so wurde auch dieser Frachter von einer Person kommandiert, die sich anatomisch deutlich von Ihrer Crew unterschied – dafür aber gewisse Ähnlichkeiten zu Sigma aufwies…


    „Mein Name ist Samantha, ich bin Kommandantin dieses Schiffes. Vielen Dank für Ihre Hilfe, ohne Sie hätten wir es vermutlich nicht geschafft.“


    „Sie...Sie sehen aus, als würden Sie zu meiner Spezies gehören.“, reagierte Sigma sichtlich überrascht. „Und der des Kanzlers. Er konnte mir leider nicht viel zu unserer Herkunft sagen, da er genauso wie ich mit seinem Raumschiff abgestürzt ist und sich nicht mehr erinnern kann.“


    „Und Sie sind?“, fragte die Kommandantin.


    „Entschuldigen Sie bitte. Mein Name ist Sigma – naja, so nenne ich mich zumindest. Wie gesagt, ich kann mich nicht mehr an meine Vergangenheit erinnern, mit Ausnahme von einigen Bildern, die ich in Träumen immer wieder sehe. Aber sehr aussagekräftig sind die leider auch nicht.“


    „Nun, vielleicht kann ich Ihrem Gedächtnis ein bisschen auf die Sprünge helfen. Denn ich habe weitreichenden Zugriff auf Datenbanken, die möglicherweise ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Aber machen Sie sich lieber auf etwas gefasst, das wird wahrscheinlich nicht die Art von Geschichte, die Sie erwarten würden...“


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  • Kapitel 7




    Im Konferenzraum des Frachtschiffes erzählte Samantha Sigma ihre Geschichte:


    „Es begann bei mir genauso wie bei Ihnen und dem Kanzler: Ich wachte neben meinem abgestürzten Raumschiff auf und konnte mich an kaum etwas aus meiner Vergangenheit erinnern. Auch ich war eine lange Zeit auf der Suche nach Informationen zu meiner Herkunft und meiner Identität, konnte aber ebensowenig herausfinden. Bis ich vor ein paar Monaten auf Anomalien stieß. Risse in der Realität, die auf einer Vielzahl von Planeten auftauchten.“


    Sigma unterbrach. „Ich weiß, diese Risse kenne ich. Nada und Polo bezahlen mich dafür, sie zu schließen.“


    „Sie werden dafür bezahlt die Risse zu schließen? Interessant...wissen Sie denn auch, was es damit auf sich hat?“, fragte Samantha neugierig.


    „Das habe ich ehrlich gesagt nie wirklich hinterfragt. Ich dachte immer nur, ein Riss in der Realität ist sicherlich nichts Gutes, das muss so schnell wie möglich geschlossen werden.“, antwortete Sigma.


    Samantha fuhr fort. „Ich war zu neugierig, um die Risse einfach nur zu schließen. Ich wollte mehr darüber erfahren. Also baute ich kleine Sonden, die ich durch die Risse hindurchschickte. Ich erwartete nicht viel. Ehrlich gesagt ging ich davon aus, die Signale der Sonden zu verlieren. Aber dem war nicht so. Sie schickten mir Daten von dem, was auf der anderen Seite war.“


    „Und? Was hat das mit unserer Herkunft und vor allem meiner Identität zu tun?“


    „Dazu komme ich gleich noch, unterbrechen Sie mich doch nicht andauernd. Die Daten stammten von einem Planeten namens Erde - die Heimat der Menschen. Und die sehen rein zufällig genauso aus wie wir. Deshalb war ich überzeugt davon, unseren Heimatplaneten entdeckt zu haben. Also stöberte ich mich durch alles Mögliche an Informationen, um soviel über die Heimat zu erfahren wie ich nur konnte. Bis ich auf etwas stieß, was alles auf den Kopf stellen sollte. Auf der Erde gab es nämlich ein Videospiel mit dem Namen No Man‘s Sky. Es ist mir bisher nicht gelungen, genauere Informationen zu den Entwicklern zu erhalten, da jeder Riss scheinbar nur eine bestimmte Menge an Daten von der anderen Seite liefert. Die Beschreibung des Spiels klang aber sehr interessant und erstaunlich vertraut, das machte mich noch neugieriger. Ich suchte also weitere Informationen zusammen, sah mir Bilder und Videos an. Es war erscheckend, denn das Spiel sah genauso aus wie unsere Realität, fotorealistisch. Ok, ganz ruhig, dachte ich. Da hat jemand ein superrealistisches Spiel entwickelt, welches genauso aussieht wie unser Universum, kein Ding. Aber laut der Daten waren die Menschen noch gar nicht in der Lage, das Universum in diesem Detail zu überblicken. Sie hatten zwar Teleskope, die theoretisch sehr weit schauen konnten. Aber nichts von dem, was sie mit diesen Teleskopen erblickten, erinnerte auch nur annähernd an die Inhalte des Spiels. Es gab auf der Erde nicht mal gesicherte Kontakte zu außerirdischen Lebensformen, nur Gerüchte. Und die Außerirdischen, von denen dabei die Rede war, sahen nicht einmal annähernd so aus wie Gek, Korvax oder Vy‘keen. Woher also hatten die Menschen diese Informationen, um ein so realistisches Spiel zu entwickeln? Es ergab für mich keinen Sinn, also forschte ich weiter. Dann fand ich heraus, dass das Spiel zu Beginn die Erwartungen nicht erfüllen konnte und in der Öffentlichkeit förmlich zerissen wurde. Das aber wollten die Entwickler nicht auf sich sitzen lassen und entwickelten daher ein Update, welches die Kritiker verstummen sollte. Und als ich über dieses Update las, wurde mir plötzlich einiges klar.“


    „Da bin ich ja mal gespannt…“, sagte Sigma.

    Samantha fuhr fort. „Es nannte sich das Ultimate-Update. Atlas wurde in diesem Update zu einer künstlichen Intelligenz weiterentwickelt, die in der Lage ist, das Spiel selbstständig zu erweitern. Als Basis für die Erweiterungen dienen dem Atlas eine Vielzahl von Daten der Realität – also der Welt außerhalb des Spiels. Diese Daten werden über Schnittstellen bereitgestellt, die in dem gesamten Spiel verteilt sind. Zum selben Zeitpunkt sind bei uns die anomalen Risse erstmals aufgetaucht. Verstehen Sie, Sigma? Die Risse, aus denen ich diese Informationen überhaupt erst extrahieren konnte? Sehen Sie den Zusammenhang?“


    „Moment mal!“, reagierte Sigma ungläubig. „Wollen Sie mir etwa erzählen, dass diese Schnittstellen zur Außenwelt unsere anomalen Risse sind? Dass wir in dem Spiel sind? Nur Spielfiguren, wie Puppen in einem riesigen Puppenhaus? Das kann nicht sein! Das darf nicht sein!“


    „Es ist auch nicht ganz so, denke ich. Wir sind zwar meines Erachtens tatsächlich in dem Spiel, aber ich glaube nicht, dass wir Spielfiguren sind. Eher gehe ich davon aus, dass Atlas uns als eigenständig denkende und fühlende Wesen erschaffen hat. Wir existieren gewissermaßen parallel zu den Spielfiguren, teilen uns dieselbe Welt. Aber im Gegensatz zu ihnen sind wir nicht fremdgesteuert.“


    Sigma wollte das Ganze immer noch nicht glauben. „Und was ist mit meinen Erinnerungen? Die Träume, die Bilder aus meiner Kindheit? Wie erklären Sie das, wenn dies alles nur ein Videospiel ist?“ Es gab zuviele Fragen, zuviele Unklarheiten. Doch selbst hierfür hatte Samantha eine Erklärung.


    „Es sind vermutlich ebenfalls Datenströme aus der Außenwelt. Erinnerungen von Menschen aus der Außenwelt, die Atlas uns gewissermaßen eingepflanzt hat. Und bevor Sie jetzt fragen, warum wir uns dann nur an Bruchstücke erinnern können, wenn Atlas uns diese Erinnerungen sowieso absichtlich eingesetzt hat: Vielleicht hat er befürchtet, dass zuviele Details die wahre Herkunft dieser Erinnerungen verraten würden. Dass sein Plan dadurch durchschaubarer werden würde.“


    Langsam dämmerte Sigma, dass an dieser Theorie vielleicht doch etwas dran sein könnte – so verrückt sie auch klingen mochte. Und umso klarer ihm dies wurde, umso resignierter wurde er. „Wenn...wenn das alles stimmt…“, stammelte er vor sich ihn, „...was hat das Leben dann noch für einen Sinn? Wenn es doch sowieso kein echtes Leben ist?“


    „So dürfen Sie nicht denken!“, entgegnete ihm Samantha. „Das Leben ist hier genauso viel wert wie in der Außenwelt. Sehen Sie es doch mal so: Ein Korvax ist für Sie schon immer ein künstliches Lebewesen gewesen und trotzdem haben Sie es immer als gleichwertiges Leben betrachtet. Warum sollten Sie da jetzt bei sich selbst plötzlich einen Unterschied machen? Und überhaupt: Wer sagt Ihnen eigentlich, dass die Außenwelt nicht vielleicht genauso künstlich ist? Vielleicht auch nur ein Spiel für irgendjemanden? Eventuell haben die Menschen der Außenwelt es einfach noch nicht herausgefunden…“


    „Da haben Sie vielleicht Recht.“, antwortete Sigma. Er holte tief Luft, schien sich erstmal sammeln zu müssen. „Das ist jetzt alles etwas viel auf einmal. Ich werde mich eine Weile zurückziehen und über das Ganze nachdenken müssen.“


    Samantha reagierte verständnisvoll. „Natürlich.“, sagte sie. „Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Aber eines möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben: Ich habe nicht vor, den Kopf in den Sand zu stecken, nur weil ich eine Figur in einem Videospiel bin. Ich bin offensichtlich in der Lage, selbstständig zu denken und davon will ich auch Gebrauch machen. In anderen Worten: Ich will dieses Universum mitgestalten, es zu einem guten, sicheren Ort machen – einem Ort, in dem man gut leben kann. Und ich könnte dabei wirklich jede Hilfe gebrauchen. Falls Sie also irgendwann dazu bereit sind, mich zu unterstützen, sind Sie immer gerne auf meinem Frachter willkommen.“

    Sigma nahm die Kommunikationscodes von Samantha entgegen, mit denen er sie jederzeit erreichen konnte. Dann stieg er in sein Raumschiff und brach auf.


    Von der Brücke aus beobachtete Samantha, wie das Raumschiff von Sigma im Warptunnel verschwand. Doch sie war sich sicher: Er wird wiederkommen.


    Ende