Ist unser Leben prozedural?

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  • Was meint Ihr? Könnte unser Leben ähnlich Prozedural sein wie No Man´s Sky?


    Ich z.B. arbeite in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Also wenn ich in jeden Leben immer an derselben Stelle arbeite, das die WfbM auch gleich bleibt oder variiert, aber immer mit dem gleichen Teilen, so wie in NMS die Raumschiffe, Tiere usw.


    In NMS findet man auch oft Tiere, Raumschiffe usw. mit gleichen Teilen wieder, vielleicht ist es mit unseren Leben genauso.


    Für die Tiere, Raumschiffe usw. gibt es auch eine bestimmte Anzahl am Teilen z.B. bei dem Antilopen 55 Assets.


    Vielleicht ist es z.B. bei Gebäuden in Realen Leben genauso:


    Beispiel:


    Wohnung: 10 Teile

    Schule: 20 Teile

    Arbeitsstelle: 30 Teile


    usw.

  • Uff, wenn man deine Frage ernst nimmt, dann wirft sie eine ganze Reihe philosophischer und weltanschaulicher Probleme auf. Ich versuch's mal - ohne jede Gewähr. =O


    'Prozedural' im Sinne der Generierung wie in NMS bedeutet ja, dass virtuelle Welten und Objekte darin während der Ausführung des Programms erzeugt werden, ohne dass diese Inhalte vorher fest angelegt und an den Spieler übergeben werden. Die Inhalte werden dabei nicht zufällig erzeugt, sondern durch deterministische Algorithmen (Handlungs- oder Erzeugungsvorschriften von Objekten bzw. Ereignissen) generiert, damit gleiche Ausgangsbedingungen zu den selben Ergebnissen führen und verschiedene Spieler die gleichen Planeten, Tiere, Gebäude etc. vorfinden können.


    Wenn du diesen Begriff auf das RL anwendest, ergeben sich eine Reihe von Problemen:


    Erfahrungsgemäß gibt es zwar viele einander ähnelnde Objekte wie Gebäude usw., es tauchen scheinbar aber auch immer wieder neue auf. Ein kreativer Architekt oder Künstler mag beispielsweise völlig neue Formen erfinden. Es kämen also laufend Teile/Bausteine hinzu.

    Um dem gerecht zu werden, müsste die Menge der Elemente, aus denen sich die Dinge zusammensetzen, derart groß sein, dass sie obiges Prinzip (einer begrenzten Anzahl einfacherer Elemente, aus denen sich die komplexe Wirklichkeit zusammensetzt) letztlich aufheben würde. Genau deswegen gibt es in NMS eben keine unendlichen Variationen.


    (Man könnte sich natürlich auch dazu versteigen, das Periodensystem der Elemente als Verzeichnis der einfachen Bausteine komplexerer Objekte anzusehen, aber das wäre dann schon sehr weit von der Objekterzeugung in NMS entfernt. Ok, lassen wir das.)


    Ich bezweifle auch stark, dass gleiche Bedingungen in der realen Welt immer zu den gleichen Ergebnissen führen. Denkbar wäre es vielleicht noch in der Natur, weniger dort, wo Menschen mit ihrer Irrationalität eine Rolle spielen wie in der Biographie eines Individuums, im gesellschaftlichen Zusammenleben oder so.

    Ob die Welt, in der wir leben, deterministisch ist oder nicht, darüber haben sich schon viele kluge Leute seit langem den Kopf zerbrochen. Für ein solches mechanistisches Weltbild sprechen bespielsweise die Naturgesetze, dagegen neuere physikalische Ansätze wie Chaostheorie oder Quantenphysik.


    Du schreibst davon, dass du "in jedem Leben" an derselben Stelle arbeitest etc. Damit hast du gleich das nächste Fass aufgemacht. Denn die Frage, ob es mehrere Durchgänge desselben Lebens gibt wie im Buddhismus oder ein Nebeneinander verschiedener Paralleluniversen, in denen jeweils ein Timo existiert, der sich von den anderen Paralleltimos unterscheidet oder auch nicht, ist rein spekulativ. Ich kann momentan nichts erkennen, was ernsthaft darauf hindeutet. :)


    Außerdem sind es sowieso zwei verschiedene Fragen, die das Prozedurale zu beantworten hätte, einmal die Uniformität des individuellen LEBENS (Behindertenwerkstatt) und dann die Vielfalt der DINGE in der Welt (Tiere, Pflanzen usw.).

    Deine Idee wäre aus meiner Sicht eher geeignet, die Monotonie und Wiederholbarkeit des RL zu beschreiben - etwa im Sinne eines 'immer Gleichen'. Der Vielfalt in der realen Welt wird eine prozedurale Generierung -wie ich finde- nicht gerecht. Darin liegt vermutlich auch der Grund, weswegen wir in NMS ständig nach mehr 'Inhalt' und mehr Abwechslung schreien. Wir vergleichen es mit dem RL. ;)

  • WOW!

    Da möchte ich mich einhaken.

    Ich habe ziemlich früh in meinem Leben eine Erfahrung gemacht die ich mir erst viele Jahre später erklären konnte. Ich wurde im Kindesalter als ich versuchte einzuschlafen am Rücken berührt. Zwei Sekunden später realisierte ich dass ich ja alleine in meinem Zimmer war. Ein oder zwei Jahre später sah ich im TV eine Talkshow in der die Leute über Ausserkörperliche Erfahrungen berichteten.

    Genau dieses Thema zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch mein Leben.

    Als ich ca 20 Jahre alt war besorgte ich mir entsprechende Lektüre die mir half das ganze Thema in etwa zu verstehen.

    Auf jeden Fall kann ich sagen, dass mit der temporären Trennung eines Bewusstseins von seinem Körper gleichzeitig eine Trennung von Raum und Zeit einhergeht.

    Von da an stehen einem mannigfaltige Möglichkeiten offen, wie z.B. die Erforschung seines Selbst mit allen vorangegangenen Leben, über die Erkundung des Universums(Planeten, Sonnen, Galaxien,...) bis hin zu den ultimativsten spirituellen Wahrheiten.

    Somit lässt sich m.E. nach aus erster Hand erklären wie prozedural das Universum(physisch sowie nicht-physisch) funktioniert.

  • Alien



    ^ Ich arbeite in so einen Gebäude. Hatte 2018 auch deja vu Erlebnisse gehabt, also muss genau diese Situationen in meinen vorigen Leben ebenfalls erlebt haben. In vorigen Leben muss genau dieses Gebäude außen und Innen auch genauso ausgesehen haben.


    2017 hatte ich mal einen Traum gehabt, wo das Gebäude anders aussah, beide waren zusammen und mehr in der Mitte und bestanden aus Backstein.

    Kam aus einer Tür oben an der Wand raus, statt runterzufallen, schwebte ich nach unten und die Blase löste sich auf. ging geradeaus, dann nach links, anschließend nach rechts und geradeaus zum Eingang/Ausgang.

    Sind auch 2 Teile, die auch in jetzigen Gebäude drin sind, das mit der Tür oben in der Wand ist im Gebäude gegenüber.


    Bei unendlich vielen Paralleluniversen gibt es eigentlich endlos viele Möglichkeiten wie z.B. das betreffende Gebäude in nächsten Leben aussehen könnte, also Innen und Außen ganz anders mit neuen Teilen.

    Müsste die Wahrscheinlichkeit nicht sehr gering sein, beim 2. mal hintereinander noch mal auf das selbe Gebäude zu treffen?


    Wäre es nicht in etwas wie bei der Prozeduralen Generation in No man´s Sky? Also wenn meine beiden Leben, also das vorige und das jetzige Planeten in NMS wären, würde ich dort auf dieselben Dinge treffen, die es auch auf dem anderen Planeten gab.

  • Ich möchte hier niemanden in seiner Weltanschauung verunsichern, ich hoffe, du kommst mit einer abweichenden Meinung klar. Letztlich gehört manches davon beim jetzigen Wissenschaftsstand eher zu den Glaubensdingen und auf dem Sektor gilt: 'Jeder nach seiner Façon'.


    Fangen wir einmal mit deinem Luftbild an. So ganz verstehe ich nicht, was du damit belegen willst. Es gibt natürlich viele Gebäude, die sich ähneln, allein schon weil es sich um GebäudeTYPEN handelt. Sie sind dem gleichen Vorbild nachgebildet, etwa wie Fertighäuser oder eine Reihenhaussiedlung. Dazu braucht es keine prozedurale Generierung, der gleiche Bauplan und eine gewisse Einfallslosigkeit der Architekten reicht völlig aus. Und in einer Reihenhaussiedlung ist die Wahrscheinlichkeit auf dieselben Hausformen zu treffen relativ hoch.


    Zum Déjà-vu:

    Zu einem Déjà-vu gehören in der Regel einige Merkmale:


    Als Déjà-vu bezeichnet man üblicherweise (also in neuropsychologischem, nicht im esoterischen Umfeld) eine Erinnerungstäuschung, bei der eine Person glaubt (!), ein gegenwärtiges Ereignis früher schon einmal erlebt zu haben. Dabei hat die betroffene Person das sichere Gefühl, eine neue Situation bereits in der Vergangenheit in gleicher Weise schon einmal durchlebt zu haben.


    Wenn ich dich recht verstehe, dann betrachtest du ein Déjà-vu als einen sicheren Hinweis darauf, dass du "diese Situationen in [d]einen vorigen Leben [...] erlebt" hast. Zusammen mit deinem Traum schließt du auf unendlich viele Paralleluniversen, in denen sich deine Umwelt bzw. die Gebäude darin sehr ähneln, aber doch leicht voneinander unterscheiden.


    Vielleicht bin ich ja nicht ausreichend esoterisch angehaucht, aber für derart weitreichende Schlussfolgerungen reicht mir das Gefühl (!), ein Déjà-vu gehabt zu haben, nicht aus. Und ich hatte auch schon mal welche, zu deren Erklärung ich aber kein früheres Leben heranziehen möchte.


    Da ziehe ich die Idee wie im Film Matrix vor, wo ein Déjà-vu auf eine Manipulation der simulierten Pseudo-Wirklichkeit und damit auf einen Fehler in der Matrix hindeutet. (Die schwarze Katze, die zweimal zur Tür hereinkommt und sich schüttelt.) 😂


    Im Ernst: Als einen halbwegs ernstzunehmenden Hinweis darauf, dass es sich bei Déjà-vus NICHT um echte Erinnerungen handelt (wie du ja annimmst), entnehme ich der Feststellung von Neurowissenschaftlern der Duke University (Durham NC), die durch MRT beweisen konnten, dass bei Déjà-vus im Gehirn nur der Scheitellappen aktiv ist, bei realen Erinnerungen im Gegensatz dazu noch zusätzlich der Schläfenlappen. (https://www.sueddeutsche.de/wi…ja-vus-herkommen-1.122120)


    Kurz gesagt: Ich halte ein Déjà-vu nicht einmal für eine echte Erinnerung und schon gar nicht für einen Hinweis auf (oder gar Beweis für) die Existenz von Paralleluniversen.


    Da Wissenschaft außerhalb unseres Universums kaum Beobachtungen machen kann, sind wissenschaftliche Aussagen über Paralleluniversen oder ein Multiversum notwendigerweise spekulativ. Nicht, dass an der Vorstellung eines Multiversums gar nichts dran sein könnte.

    Aber eins gebe ich schon zu bedenken: (Du hast selbst erwähnt, dass es in einem Multiversum 'eigentlich' endlos viele Möglichkeiten gibt...) Wenn es also diese vielen Universen gibt, warum -wenn man von diversen Folgen von StarTrek absieht- sollten diese Universen unserem eigenen dann so ähnlich, also 'parallel' sein? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass sie unserem Universum völlig unähnlich sind, dass sie Wüsten an der Stelle unserer Meere haben und an der Stelle einer Behindertenwerkstatt einen gigantischen Krater oder einen undurchdringlichen Dschungel oder vielleicht eine pulsierende Megacity.


    Wenn es so viele Universen gibt und wenn es in ihnen eine Erde geben sollte, warum sollte sie nicht der sechste statt dritte Planet und ein Gasriese oder eine menschenfeindliche Eiswelt sein? Wenn ich schon an ein Multiversum glaube, dann bitte nicht auch noch daran, dass alle diese Universen nur schlechte Kopien von unserem eigenen sind. Das ist mir doch zu anthropozentrisch. Unter Vielfalt stelle ich mir was anderes vor. Jedenfalls reichen alle meine Déjà-vus und meine Träume nicht aus, um ein derartiges Konstrukt zu rechtfertigen. Dann doch lieber gleich zurück zur Scheibenwelt. 😀


    Ich denke, das genügt erst mal als Antwort, tut mir Leid, wenn es zu länglich ausgefallen ist. Aber hast du ja wohl schon andere Meinungen eingesammelt, - ich denke an

    https://www.gutefrage.net/frage/ist-unser-leben-prozedural

    oder

    https://www.gutefrage.net/frag…ultiversums-wiedergeboren

  • Alien



    ^ Berufsbildungswerk Neuwied



    ^ Werkstatt Elbe Nord


    Ich habe von 2005 - 2008 eine Ausbildung zur Bürokraft im BBW Neuwied absolviert.

    in der Nacht von 24. auf dem 25. März 2020 habe ich von der Werkstatt Elbe Nord (Elbe Werkstätten) geträumt, es lief wie folgt ab:


    Bin dem Flur entlanggegangen bis ich auf der rechten Seite Fenster gesehen habe, wo der Flur nach links abgebogen ist. Habe dort auch jemanden gefragt wo er wohnt, er hat geantwortet: "in Hamburg". Bin zurückgegangen, ging die Treppe hoch zur Kantine, war auch an der Essensausgabe. Die Essensausgabe war Richtung Fenster gerichtet.

    Ich bin noch nie in der Werkstatt Elbe Nord gewesen, könnte mein Unterbewusstsein in BBW Neuwied vielleicht an etwas erinnert worden sein? Vielleicht eine ähnliche Situation oder mindestens eine ähnliche Stelle?


    Besitzen beide Gebäude nicht auch gemeinsam dieselben Teile? Also das Schnitte/Vereinigungen/Rotationen/Skalierungen usw. anders sind.


    Vielleicht habe ich in einen vergangenen Leben in Hamburg gelebt, in dem Elbe Werkstätten (Elbe Nord) gearbeitet. Vielleicht sah in dem Leben das BBW Neuwied anders aus, also wenn ich z.B. in Leben darauf in Siegburg gelebt habe, das auch das BBW Neuwied irgendwie neu generiert wurde, ich im Laufe meines Lebens eine Ausbildung in BBW Neuwied absolviert habe und auf Bekannte Teile aus dem Elbe Werkstätten gestoßen bin.


    Also woher wusste das Unterbewusstsein/Schicksal usw., das ich in BBW Neuwied eine Ausbildung machen soll? Theoretisch hätte stattdessen das Miethaus (Wo ich mit meiner Mutter wohne), die Schule, die jetzige WfbM usw. Teile von dem Elbe Werkstätten haben können.


    Bei unendlich vielen Paralleluniversen gibt es eigentlich viel mehr mögliche Teile für ein einzelnes Leben wie es z.B. in No Man´s Sky der Fall ist.


    Wieso soll ich von Leben zu Leben immer auf bekannte Teile stoßen z.B. bei Wohnungen, WfbM, Schule, Berufsbildungswerk usw.? Kommen in Traum nicht auch immer bekannte Teile vor?


    Könnte es auch einen Art Seed Code fürs Leben geben, also das es nicht aus Zahlen, sondern aus Bildern besteht? Also wenn nach dem Tod, das komplette Leben nochmal vorm geistigen Auge abläuft, mit vereinzelten Bildern, wie folgt:


    Ich nehme als Beispiel einen Seed code, bestehend aus 5 Bildern.


    Seed code A:


    - No Man´s Sky Trailer E3 2014

    - MMORPG A gespielt

    - Auftrag A in WfbM

    - Auftrag B in WfbM

    - Eine Situation Zuhause


    Seed code B:


    - selber No Man´s Sky gespielt

    - Tor beim Fußball geschossen

    - MMORPG B gespielt

    - MMORPG C gespielt

    - Ein Youtube Video angeschaut


    Also mit Seed code B würde ein anderes Leben generiert werden, als mit dem Seed code A.

    2 Mal editiert, zuletzt von Timo3681 ()

  • Du beziehst dich bei der Begründung (und Erklärung) deiner Fragen fast ausschließlich auf subjektive Träume und Déjà-vus, jetzt zuletzt auf dein Unterbewusstsein. Daraus leitest du sehr spekulative Schlussfolgerungen ab und schließt dann daran eine objektive Frage an, über die man durchaus diskutieren könnte. Deine Erlebnisse, die für dich natürlich real sind, sind mir leider nicht zugänglich. Ich kann also schon die Grundlagen deiner Schlussfolgerungen letztlich nicht nachvollziehen. :hmm:


    Noch viel weniger die Dinge, die du daraus so ganz selbstverständlich folgerst wie Paralleluniversen usw., die für dich ganz einfach zur Realität gehören. Für mich aber nicht. Ich bin auch (gerade so noch) am Leben bzw. noch nicht tot, weswegen mein Leben auch noch nicht an mit vorübergezogen ist. Ich halte auch das für ein verbreitetes Klischee, keine Tatsache. :pardon:


    Da ich mir schon mit der Existenz von Multiversen schwer tue, bin ich eher nicht dazu geeignet, dir zu erklären, warum du in deinen Träumen immer wieder bekannte Dinge antriffst. Du hast sicher recht mit dem Hinweis, dass Träume fast immer Bekanntes thematisieren (Déjà-vus ja sowieso). Genau deswegen bedarf es zu ihrer Erklärung -wie ich finde- keiner prozeduralen Generierung. Da MEINE Träume und Déjà-vus für mich schon kein Grund sind, auf Paralleluniversen rückzuschließen wirst du sicher verstehen, dass es DEINE für mich erst recht nicht sind.


    Wir könnten uns sicher über Paralleluniversen oder prozedurale Generierung unterhalten und vielleicht auch verständigen, da es dir aber offenbar viel mehr um DEIN individuelles Leben und weniger um eine sachbezogene Frage über das Leben, das Universum und den ganzen Rest zu gehen scheint, sollte ich mich da nicht weiter einmischen. 😘 Meine Ansicht zu Multiversen und 'prozeduraler Architektur' hab ich ja oben schon zu erklären versucht.

  • Alien


    Ich lebe auch noch, meine erste Erinnerung war mit 4 Jahren, dort lag ich bei meinen Vater im Bett. Von dem ersten 4 Lebensjahren habe ich nichts mitbekommen.

    Ich bin mir auch 100%ig sicher, das vor meiner ersten Erinnerung ein Lebensfilm meines vorigen Lebens vor meinen geistigen Augen ablief.

    von 1981-1985 war mein Körper zwar schon da, aber ich selber habe noch 4 Jahre in anderen Universum gelebt, bevor ich in unser jetziges Universum übergegangen bin.

    Der Lebensfilm mit dem vereinzelten Bildern könnte vielleicht ein Art Seed code für z.B. dieses Leben gewesen sein.

  • Erinnerungen sind ja nicht immer verlässlich. Sie sind nicht wie die Aufzeichnungen einer Kamera, die objektiv nur wiedergibt, was sie gesehen hat. Erinnern ist konstruktiv, ein (unbewusst) interessegeleiteter Prozess. Wir bauen Erinnerungen auf und füllen dabei evtl. Lücken. Im Nachhinein lassen sich derart konstruierte Erinnerungen von anderen nicht mehr unterscheiden. Deswegen sind Zeugenaussagen oft so widersprüchlich. (https://blog.cognifit.com/de/g…icht-alles-erinnern-wahr/)


    Aber ich beneide dich um deine Sicherheit. 😅

  • Ich habe mir lange überlegt ob ich hier etwas beisteuern kann oder nicht.


    Ich versuche es mal auf eine andere Art und Weise. Ich glaube nicht das unser Leben prozedual ist. Genauso wenig glaube ich an die Existenz höherer bzw. übernatürlicher Wesen bzw. Götter. Noch weniger glaube ich an Paralleluniversen.


    Wenn wir die Überlegung in den Raum werfen, dass unser Leben prozedual wäre, müsste ich ja immer wieder auf gleiche Bauteile oder Gegenstände treffen.


    Ich für meinen Teil kann mir das schwerlich vorstellen. Ich habe Jahre lang in der Fahrzeug-Entwicklung gearbeitet. Immer wieder kamen dabei neue Entwicklungen und neue Bauteile zum Einsatz, zum einen waren es neue Technologien und neue Materialien/Rohstoffe. Wenn man wie ich ständig von neuem Umgeben war, müsste das ein wahrhaftig gigantisches Portfolio aus prozedualen Gegenständen sein.


    Dazu bin ich Handwerksmeister und liebe es Dinge zu erschaffen. In meiner Wohnung sind viele Dinge selbst gemacht, diese bestehen auch nicht aus den immer gleichen Bauteilen. Ich erschaffe manchmal Dinge ohne Inspiration und kopiere somit auch kein Aussehen eines vielleicht prozedualen Objektes.


    Wenn ich etwas konstruiere oder Umbaue würde ich ja immer gegen das Prozeduale verstoßen.


    Ich habe zwei Motorräder deren Fahrgestellnummern genullt wurden und ich wurde als Erbauer eingetragen, da die Motorräder komplette Eigenbauten sind. Dort passte nichts zusammen, ich musste aus Metallplatten dinge fräsen die vorher nirgends existierten.


    Ich habe mit epoxidharzen und Fasergeweben, Stahl, Blech, Holz, Verbundmaterialien Dinge konstruiert. Formen die es vorher so nicht gab. Zu was würde mich das in einer Prozedualen Welt machen?


    Ich reisse ein von dir beschriebenes Gebäude, welches scheinbar aus gleichen Bauteilen besteht wie ein anderes, zum Teil ab und baue aus Steinen, Mörtel, Dämmmaterial, Dampfsperre, Dachschindeln, Dachlatten und ähnlichen Dingen ein komplett anderes Gebäude daraus. Ob rund, dreieckig aus Stroh oder Marmor. Zu was würde mich sowas in einer prozedualen Welt machen?


    Einem Glitch-Builder? Ein Cheater?


    Oder noch anders... in einer prozedualen Welt würde man sich bei gleicher Ursache immer die gleichen Verletzungen zuziehen... Ich hatte mit dem Motorrad auf der Rennstrecke schon mehrere Stürze in der gleichen Kurve, beides mal high- bzw. Lowsider oder wegen shimmy... jedesmal waren die Verletzungen anders obwohl der Sturz gleich ablief.


    Nein tatsächlich glaube ich, dass nichts prozedual ist.

  • Das unterschreibe ich.

    Auf dem Weg heute früh zur Arbeit, die Sonne ging gerade auf und feuerte ihre goldenen Strahlen in ein paar Wolkenbänke...

    8| ... das ist ja fast so schön wie in No Man's Sky... 8|

  • Spätestens bei den Motorradsachen hattest du mich... ^^

    Auf dem Weg heute früh zur Arbeit, die Sonne ging gerade auf und feuerte ihre goldenen Strahlen in ein paar Wolkenbänke...

    8| ... das ist ja fast so schön wie in No Man's Sky... 8|