Persönliche Aufzeichnungen von Sigma

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

  • Dies ist eine Fortsetzung meiner letzten Geschichte Sigmas Abenteuer: Das Spiel geht weiter..., allerdings diesmal im Tagebuch-Format aus Sigmas Sicht.


    Eintrag 1 – Ein langes Jahr


    Es ist jetzt über ein Jahr her, seit...ich mag es gar nicht aussprechen. Nicht aussprechen, nicht schreiben, nicht lesen. Ich will es einfach vergessen, aber die Erinnerungen sind immer noch sehr präsent. Wir haben die wohl dunkelste Stunde in dieser Galaxie überstanden, aber zu einem sehr hohen Preis. Wir hatten viele Verluste zu beklagen.


    Ich hatte mich stark zurückgezogen, wollte einfach nur vergessen. Was mir offensichtlich nicht gelungen ist. Dabei fühlte es sich tatsächlich an, als hätte ich etwas sehr wichtiges und wesentliches vergessen. Nur nicht das, was ich unbedingt vergessen wollte.


    Der Wiederaufbau ist immer noch in vollem Gange. Dabei geht es aber mitnichten nur darum, Zerstörtes wiederherzustellen. Es geht auch darum, Neues zu erschaffen. Zivile Siedlungen zum Beispiel. Dort wird zwar auch gearbeitet, aber es geht vor allem ums Wohnen. Um die Schaffung einer familiären Atmosphäre. Denn das ist es, was wir alle immer noch brauchen: Eine Familie. Rückhalt. Füreinander da sein. Mehrere Schultern, um die Last der Erinnerungen zu tragen. Man sieht es den Personen in ihren Gesichtern an, wie wichtig das für sie ist. Wie sehr sie sich nach einem dauerhaften Frieden sehnen.


    Keiner macht sich hier was vor. Es gibt immer noch Piraten, Probleme mit Wächtern und nicht immer freundlich gesinnten Kreaturen. Aber nichts von alledem ist vergleichbar mit dem, was wir damals durchzustehen hatten. Aber dennoch, gefährlich bleibt es in Teilen dieser Galaxie nach wie vor.


    Und deshalb geht es auch um Lehren für die Zukunft. Im All treiben eine Vielzahl verlassener Frachter herum. Sie konnten den Angriffen nicht standhalten, es gab Hüllenbrüche. Deswegen wurden neue Baustandards für Frachter erlassen – nicht nur für die Aussenhüllen, sondern auch für die Innenbereiche. Diese sollen stabiler sein, damit ein Bruch der Aussenhülle nicht mehr so schnell wie bisher auch ins Innere vordringen kann. Es wird dauern, bis wir diese neuen Vorschriften vollumfänglich auf unserem Frachter umgesetzt haben, zumal die entsprechenden Baulizenzen aktuell schwer zu bekommen sind. Aber glücklicherweise gibt es auch eine vernünftige Übergangszeit für die Umsetzung. Auch die Crewmitglieder der Fregatten arbeiten mit und so sind einige der einfacheren Vorgaben bereits umgesetzt. Ich bin zuversichtlich, dass wir es in der vorgegebenen Zeit schaffen werden.


    Vorher:


    Nachher:


    Eine weitere Lehre ist, Alleingänge zu vermeiden. Ein ausgebildeter Pilot kann es durchaus alleine mit einem ganzen Geschwader an normalen Piraten aufnehmen. Trotzdem soll dies in Zukunft vermieden werden. Kämpfe, sofern sie absolut nicht vermeidbar sind, sollen nur noch mit Unterstützung ausgetragen werden. Das gilt auch für mich.


    Aber eigentlich wäre es das Beste, wenn es gar keine Kämpfe mehr geben würde. Ich habe sie satt. Und ich weiß: Viele andere auch...

  • Eintrag 2 – Ein neues Frachterkonzept


    Ich habe schon eine Weile zwei meiner Spezialisten auf dem Frachter stationiert: Meinen Wissenschaftler und meinen Waffenexperten. Nun sind aber auch die anderen an mich herangetreten, die bisher in verschiedenen Basen in unterschiedlichen Systemen stationiert waren: Immer nur auf demselben Planeten herumzugammeln, wäre langweilig – ausserdem ist es ihrer Arbeit abträglich, da sie so die Vielfalt des Universums und damit auch mögliche neue Erkenntnisse verpassen. Und mit den neuen Frachter-Baustandards würden sie sich zukünftig auf einem Frachter auch viel sicherer fühlen. Also baten sie mich geschlossen um eine Versetzung auf eben diesen Frachter. Dem habe ich sofort zugestimmt. Ihre Argumente waren nachvollziehbar, zudem ist es auch für mich von Vorteil, wenn ich meine Experten immer in der Nähe habe.


    In dem Zuge habe ich mir gedacht, dass wir vielleicht nicht einfach nur den bestehenden Bau auf die neuen Anforderungen anpassen sollten. Stattdessen sollten wir vielleicht den kompletten Frachter neu denken und komplett umbauen. Das bisherige Konzept war eigentlich immer eher nach dem Motto „Wir brauchen was, also bauen wir es irgendwo hin, wo es gerade passt“. Bei dem neuen Konzept soll es aber in Zukunft so sein, dass wichtige und zusammengehörige Räumlichkeiten wirklich nah beinander sind und dass Arbeit und Freizeit strikter voneinader getrennt werden, damit die Crew in ihrer Freizeit besser abschalten kann. Das neue Konzept ist wie folgt:


    DECK 1 – Hauptdeck


    1. Laderaum mit anliegenden Produktionsräumen – für schnelle Verladung und Transport der hergestellten Güter:

    - Landswirtschaftsspezialist inkl. Pflanzenräumen

    - Produktionsräume (Raffinierie, Extraktorraum)

    - Handelsraum, um die Güter ggf. direkt zu verkaufen


    2. Teleporterraum


    3. Krankenstation – in unmittelbarer Nähe zu Brücke, Hangar und Teleporter, um in jeder Situation eine schnelle medizinische Versorgung zu gewährleisten


    4. Frachterkommandoräume


    DECK 2 – Forschungsdeck


    1. Waffenforschung


    2. Exo-Fahrzeug-Forschung inkl. Rufstation


    3. Bauforschung


    4. Sonstige wissenschaftliche Forschungen inkl. Scannerraum


    DECK 3 – Freizeitdeck


    1. Quartiere, dazu mindestens ein Aussehensmodifikatorraum


    2. Bar inkl. Nahrungsraum und Aussendeck für romantische Essen nicht nur unterm Sternenhimmel, sondern quasi im Sternenhimmel – und das rund um die Uhr!


    3. Flora und Fauna (Pflanzen, Mineralien, Aquarien, Terrarien etc.)

  • Eintrag 3 – Die ersten Fregattenmodule


    Keine Ahnung, warum die Behörde für Baugenehmigungen die Lizenzen nur gegen die seltenen Fregattenmodule rausgibt. Haben sie damit etwas vor? Denken sie sich vielleicht: „Nur wer das Zeug hat, diese raren Gegenstände zu besorgen, sollte auch die Verantwortung über den Ausbau eines Frachters bekommen?“ Ich weiß es nicht, aber das ist nun mal die Situation: Sie wollen Fregattenmodule. Ein Modul pro Lizenz.


    Es gibt mehrere Wege, an diese Module zu kommen mit unterschiedlich hoher Erfolgschance. Ich schicke schon seit einer Weile meine Fregatten immer wieder auf Expeditionen – in der Hoffnung, dass sie mal ein paar Module mitbringen. Bisher ohne Erfolg. Ein anderer Weg sind die bereits erwähnten Frachter, die einsam durchs All treiben. Regelmässig begeben sich Leute auf diese Frachter, um von Ihnen noch intakte Technologien zu plündern oder alte Habseligkeiten der Crew. Und immer mal wieder gibt es auch Berichte über Fregattenmodule, die dabei gefunden wurden. Also versuchte ich mal selbst mein Glück – und siehe da: Ich habe drei Module gefunden! Mit diesen drei Modulen habe ich mir die Lizenzen für den Nahrungsraum, den Scannerraum und den Teleporterraum besorgt.


    Mir ist aber eines klar geworden: Das neue Frachterkonzept wird ein langfristiges Projekt und lässt sich nicht mal eben so schnell umsetzen. Da es eine Frist für die Umsetzung der neuen Baustandards gibt, haben wir leider nicht soviel Zeit dafür. Daher werden wir das Ganze in zwei Stufen umsetzen: Zunächst werden wir – wie ursprünglich geplant – alle Räumlichkeiten so schnell wie möglich an die neuen Standards anpassen. Und zwar an Ort und Stelle. Erst danach werden wir das neue Frachterkonzept in Angriff nehmen. Da die neuen Anforderungen zu dem Zeitpunkt schon fertig umgesetzt sind, haben wir für das neue Konzept dann soviel Zeit wie wir brauchen.

    Ich weiß, es klingt unsinnig, die Räume erst an Ort und Stelle umzubauen, nur um sie später dort wieder abzureissen und woanders neu aufzubauen. Aber zur Einhaltung der Frist haben wir wohl keine andere Wahl. Glücklicherweise geht die Dematerialisierung und Rematerialisierung von Objekten sehr schnell und zuverlässig, so dass es kein großes Hindernis darstellen wird.


    Entsprechend dieser Vorgehensweise habe wir mit den neuen Lizenzen nun folgende Umbauten vollzogen:


    Vorher:


    Nachher:

  • Da es eine Frist für die Umsetzung der neuen Baustandards gibt, haben wir leider nicht soviel Zeit dafür.

    Hi OodSigma ,

    Frist?

    In Abwartung dass alle rezenten Bugs in Verbindung mit den Frachtern behoben sind, habe ich meinen zum Gewächshaus ausgebauten Frachter noch nicht angerührt und kurzerhand einen neuen Spielstand angefangen um mir mal das neue Frachterkonzept im Rohzustand anzuschauen.

    Riskiere ich eventuell den Verlust all meiner verbauten und gelagerten Ressourcen wenn ich jetzt nicht schnell genug meinen alten Spielstand weiterspiele und meinen Frachter umbaue?

    Ist solch eine Frist verbunden mit einem Datum oder den Spielstunden?

    Grüsse an alle Reisenden.

    Claude

  • Hallo Claude,


    es gibt im Spiel in Wirklichkeit keine Frist. Ich habe mir diese nur ausgedacht, um meine Geschichte quasi erzählerisch etwas "auszuschmücken". No Man's Sky bietet ja meines Erachtens viel Freiraum für die Fantasie des Spielers und ich nutze das dann in meinen Geschichten gerne, mir solche Sachen auszudenken ;)


    Du kannst also wenn du willst in Ruhe abwarten, bis die Bugs behoben sind :)

  • Eintrag 4 – Der Plan wird detailierter


    Das neue Frachterkonzept nimmt deutlichere Formen an, wenn auch momentan nur in der Theorie. Die Baubehörde hat neue Lizenzen für Frachtertreppen in Aussicht gestellt, die aber aktuell noch nicht ausgestellt werden können. Egal, bis ich die nötigen Fregattenmodule dafür zusammen habe, sind die Lizenzen bestimmt längst verfügbar. Wir könnten theoretisch auch auf andere Mittel zurückgreifen. Leitern zum Beispiel. In den meisten Großschiffen sind Leitern aber eher für die Wartungstunnel in Verwendung und weniger für herkömmliche Korridore. Das will sich ja keiner ständig antun. Und wir haben nicht einmal Wartungstunnel, also können wir auch besser komplett auf Leitern verzichten. Eine andere Alternative wären Kurzstreckenteleporter. Die wären natürlich auch grundsätzlich schneller, aber sind immer nur von einer Person gleichzeitig zu benutzen. Und ich will nicht wissen, was passiert, wenn einer gerade von unten den Teleporter benutzt und ein anderer von oben – ich habe schon von den bizarrsten Transporterunfällen gehört. Darauf können wir gerne verzichten. Also warten wir lieber auf die Treppen.


    Ich habe mir auch Gedanken zur weiteren Vorgehensweise des Umbaus gemacht und das bisherige Konzept in dem Sinne etwas detailierter ausgeführt:


    Vorbereitungen

    • Alle nicht dringend benötigten Räume entfernen
    • Alle übrigen Räume auf die neuen Baustandards umbauen - an der Stelle wo sie sind

    Neubau Deck 1 - Hauptdeck

    • MITTIG: Treppenhaus
    • HINTEN: Laderaum für anliegende Produktionsräume zur schnellen Verladung und schnellem Transport hergestellter Güter
    • HINTEN: An Laderaum liegender Landwirtschaftsspezialist inkl. Pflanzenräumen
    • HINTEN: An Laderaum liegende Raffinerie
    • HINTEN: An Laderaum liegender Extraktorraum
    • HINTEN: An Laderaum liegender Handelsraum, um Güter direkt zu verkaufen
    • KORRIDOR LINKS: Krankenstation - in unmittelbarer Nähe zu Brücke, Hangar und Teleporter, um in jeder Situation eine schnelle medizinische Versorgung zu gewährleisten
    • KORRIDOR LINKS: Teleporterraum
    • KORRIDOR RECHTS: Frachterkommandoräume

    Neubau Deck 2 - Forschungsdeck

    • MITTIG: Treppenhaus
    • KORRIDOR RECHTS: Waffenforschung
    • KORRIDOR RECHTS: Exo-Fahrzeug-Forschung inkl. Rufstation
    • KORRIDOR LINKS: Bauforschung
    • KORRIDOR LINKS: sonstige wissenschaftliche Forschungen inkl. Scannerraum

    Neubau Deck 3 - Freizeitdeck

    • MITTIG: Treppenhaus
    • HINTEN: Bar inkl. Nahrungsraum und Aussendeck für romantische Essen nicht nur unterm Sternenhimmel, sondern quasi im Sternenhimmel - und das rund um die Uhr!
    • KORRIDOR LINKS: Quartiere, dazu mindestens ein Aussehensmodifikatorraum
    • KORRIDOR RECHTS: Flora und Fauna (Pflanzen, Mineralien, Aquarien, Terrarien etc.) - ebenfalls mit Aussendeck für das organische Fregatten-Kalb, damit es in der Nähe seiner Artgenossen sein kann
  • Eintrag 5 – Laderaum stabilisiert und mit der neuen Krankenstation begonnen


    Wir konnten uns zwei Lizenzen für neue Räume besorgen. Ein Raum für allgemeine industrielle Verwendung und einen Raum für allgemeine technische Verwendung. Die Industrieräume haben wir dann auch gleich benutzt, um unseren Laderaum nach den neuen Bauvorschriften zu stabilisieren. Man sieht sofort, dass es sich zum eine deutlich robustere Konstruktion handelt, die ihren Inhalt besser vor äusseren Angriffen schützen kann. Ich fühle mich damit in der Tat sicherer. Und die Crew scheinbar auch, denn sie hält sich neuerdings wirklich oft dort auf.



    Ausserdem haben wir die alte, eher provisorische Krankenstation abgerissen und mit dem Bau der neuen Station im linken Korridor begonnen. Auch den Teleporterraum haben wir schon dort platziert, damit er sich wie geplant in unmittelbarer Nähe zur Station befindet. Der Bau der Krankenstation ist allerdings noch nicht abgeschlossen, da wir aktuell Probleme mit dem Anschluss einiger Untersuchungsgeräte haben. Möglicherweise entsprechen die alten Geräte noch nicht den neuen Sicherungsvorschriften, die durch die neuen Räume jetzt erforderlich werden…


  • Eintrag 6 – Deck 2 fertiggestellt


    Wir warten weiterhin auf die neuen Anschlüsse für die medizinischen Geräte, damit wir die neuen Vorschriften einhalten können. Im Nachhinein war es wohl eher unklug, die alte Krankenstation bereits abzureissen, bevor die neue fertiggestellt werden konnte. Andererseits wurde die Krankenstation bisher glücklicherweise auch eher selten gebraucht.


    Damit wir nicht zuviel Zeit verlieren, haben wir in der Zwischenzeit mit dem Weiterbau anderer Bereiche begonnen und konnten somit die Bauten für das Forschungsdeck bereits vollständig abschliessen. Zunächst mussten wir natürlich das Treppenhaus bauen und die Gänge für die Decks 2 und 3.



    Dann bauten wir einen Raum für die Exo-Fahrzeug-Forschung und holten unseren Spezialisten dafür in den Frachter. Bisher war er auf unserer Exo-Fahrzeug-Teststrecke stationiert, aber die haben wir schon lange nicht mehr benutzt und dementsprechend war der Spezialist etwas einsam geworden:



    Nun teilt er sich den neuen Bereich des Forschungsdecks mit dem Waffen-Spezialisten. Dieser war ja bereits seit Längerem auf dem Frachter stationiert, ist jetzt aber eben auch auf das Forschungsdeck umgezogen.



    Auf der anderen Seite des Decks haben wir nun die Räumlichkeiten für Bau- und sonstige Forschungen eingerichtet, inklusive stellarer Kartografie, umgangssprachlich auch ganz langweilig „Scannerraum“ genannt.



    Hier haben wir ironischerweise dieselbe Situation wie bei den anderen beiden Spezialisten. Der eine – unser Wissenschaftler – ist schon eine Weile auf dem Frachter stationiert und ist nun auf das neue Forschungsdeck umgezogen. Der andere – unser Bauspezialist – war bisher auf einem Planeten stationiert und ist dort ebenfalls so langsam vereinsamt. Ich hatte ihn seit einer Weile zur Beobachtung einer noch recht jungen Siedlung beordert – allerdings unter der Bedingung, keinen direkten Kontakt zu den Bewohnern zu halten, um die Beobachtung nicht durch seine Beeinflussung zu verfälschen. Somit hatte er zwar regelmässig andere Leute gesehen, aber eben keinen Kontakt. Er ist jetzt froh, sich regelmässig mit den anderen Mitgliedern der Crew austauschen zu können – und zwar nicht nur per Kommunikator, sondern von Angesicht zu Angesicht.



    Im Nachhinein scheint es mir übrigens eine dumme Entscheidung gewesen zu sein, ausgerechnet den Bauspezialisten erst jetzt in den Frachter zu holen. Er hätte uns bei den bisherigen Umbauarbeiten sicherlich vor Ort viel besser helfen können als aus der Ferne. Naja, es gibt ja noch genug zu tun. Trotzdem muss ich unbedingt an meiner Entscheidungsfindung arbeiten. Wenn ich noch mehr Entscheidungen im Nachhinein in Frage stellen muss, gibt es irgendwann noch eine Meuterei.