Milly und ich (7) - Die Suche nach dem Paradies

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  • Die Reise beginnt.


    Nachtschwarz hing mein Frachter Fhalya-Cargo fast unsichtbar in einem Asteroidenfeld in den Tiefen des Alls. Zwar war er von einigen ihn begleitenden Fregatten umgeben, aber es gab keinen Flugverkehr. Die ganze Szene wirkte leblos und still.



    Doch der äußere Eindruck täuschte. Im Inneren des schwarzen Riesen herrschte rege Betriemsamkeit. Dabei hatte die (noch) nichts mit meinem neuen Plan zu tun, sondern entsprach nur dem normalen Bordleben. Ob Maintenance, Service, Spezialisten, Sicherheitspersonal – wer keine Freiwache hatte, ging seinen Aufgaben nach und alles wurde koordiniert von der Brücken-Crew. In den Räumen und Korridoren traf man auch einige Fregattenkommandanten und den einen oder anderen Wingman, der einen im Falle der Gefahr bei Außeneinsätzen eskortierte.


    Von anderen Reisenden hatte ich immer wieder davon gehört, dass es Galaxien geben sollte, in denen man an jeder Ecke über paradiesische Planeten stolpern könnte. Die Neugier hatte mich gepackt und so war nun schließlich der Moment gekommen, in dem ich mich selbst von der massenhaften Existenz solcher wunderbaren Welten überzeugen wollte.

    Als logische Konsequenz aus meinem Vorhaben hatte ich mein schönes Haus in der Galaxie Euklid (Basis 'Terra Nova') gegen meinen fliegenden Stützpunkt getauscht. Mit dem Frachter wollte ich die Galaxie Euklid verlassen und auf eine sehr lange Reise zu einer mir unbekannten Sterneninsel gehen.


    Im großen Hangar des Frachters stand natürlich auch der Roter Milan, mein Jäger, der mich über zig Lichtjahre hinweg und durch ungezählte Abenteuer zuverlässig begleitet hatte. Für die vor mir liegenden Flüge hatte ich mich allerdings für das weiße Solarschiff Moonshine entschieden.

    Milly, die KI des Roter Milan, der ich besonders verbunden war, hatte ich daher in das Solarschiff transferiert. Angepasst an das neue Schiff hatte ich ihr auch ein neues Erscheinungsbild spendiert. Allerdings blieb es bei 'Milly' (eigentlich abgeleitet von Roter Milan), denn an den Namen hatte ich mich gewöhnt. Ob es der KI etwas bedeutete vermag ich nicht zu sagen – vermutlich nicht.


             


    Die grundsätzlichen Dinge waren also geklärt. Nun fehlte noch die detaillierte Ausarbeitung der nächsten Schritte. Ich musste mich für eine der infrage kommenden Galaxien entscheiden und den Weg dorthin planen. Tagelang verbrachte ich Zeit in der Crew-Messe Zeit mit Sichtung und Analyse von Informationen und Berichten aus unterschiedlichsten Quellen.



    Schließlich stand mein Ziel fest. Ich hatte mich für die Galaxie 'Cugnatachh' entschieden.

    Cugnatachh – kehlig und etwas rau ausgesprochen klang das fast klingonisch. Das würde eher nicht zu einer paradiesischen Umgebung passen. Aber es war ja kein klingonisch :) .


    Ich musste mir auch noch darüber im Klaren werden, in welcher Form ich gewonnene Erkenntnisse festhalten wollte. Ich entschied mich zunächst für das Zusammentragen nüchterner Daten wie sie auch in Euklid über die allgemein zugänglichen Datenbanken verfügbar waren. Darüber hinaus wollte ich mich auf die Planeten konzentrieren, die einen (für mich) paradiesischen Charakter besaßen. Auf diesen Welten würde ich besonders auf Flora und Fauna achten, aber auch die Landschaften begutachten.

    Natürlich würde ich auf dieser Reise nur einen winzig kleinen Bruchteil der Sternensysteme in der fremden Galaxie zu sehen bekommen, aber das musste als Eindruck für ein Gesamtbild aureichen.


    Nun, die Wahl des Ziels war getroffen, die Entscheidung für die Vorgehensweise dort gefällt. Es konnte also los gehen.

    Ich informierte den diensthabenden Kapitän des Frachters über das Ziel und gab die Order zum Aufbruch.

    Der Chefnavigator fand eine 'Einstein-Rosen-Brücke', die uns über den gigantischen Abgrund zwischen den Galaxien bringen sollte und eine kurze Zeit später begann unsere Reise zu den fernen, unbekannten Sternen.



  • Ankunft in 'Cugnatachh'

    System Fhalya-723


    Die Reise durch das intergalaktische Wurmloch dauerte deutlich länger, als ich es bisher erlebt hatte. Angesichts der gigantischen Entfernung, die wir auf dem Weg zurücklegen mussten, war das aber erwartbar gewesen.

    Im System Cunemy-Jeong, welches ich unter der Bezeichnung Fhalya-723 eintragen ließ, spuckte uns die Verbindung zwischen den Galaxien wieder aus. Sofort verschaffte ich mir im Navigationsraum neben der Brücke 'gespannt wie ein Flitzebogen', wie man auf Terra sagte, einen ersten Überblick. 5 Planeten (einer mit einem Mond) umkreisten eine gelbe Sonne. Wie wohl im gesamten Universum hatten sich auch hier die aus Euklid bekannten Alienrassen verbreitet und dieses System wurde von den Gek dominiert.



    Eine erste Analyse ließ vermuten, dass 5 der Himmelskörper über ein neutrales Biom verfügen konnten. Lediglich die Umweltbdingungen des Planeten Stvir Primus wurden als giftig beschrieben.

    'Das fängt ja gut an', dachte ich und fieberte meinem ersten Außeneinsatz hier entgegen.


    Ich übergab das Kommando an den diensthabenden Kapitän und meldete mich ab.



    Der Brückenteleporter beförderte mich in den Hangar, wo mich Milly im Cockpit des Solarschiffs

    Moonshine begrüßte.



    „Hallo Berenth. Alle Systeme sind gecheckt und arbeiten zu 100%. Startfreigabe ist erfolgt.“

    „Danke Milly, dann mal los.“

    Das Solarschiff hob sanft ab, und schoß dann mit vollem Startschub in's All hinaus. Wir nahmen Kurs auf den Planeten Hupriste XV und Milly startete das Impulstriebwerk.






    Auf 'Hupriste XV'


    Dies war einer der 4 Planeten, die über ein neutrales Biom, also für mich Sauerstoffatmer verträglich, verfügen sollten. Er war das erste Ziel meiner Erkundungstour in diesem System.



    Der allgemeine Datenbankauszug kündigte es schon an. Zwar hätte ich hier durchaus auf den Raumanzug verzichten können, aber ab und zu zogen heiße Regenstürme über's Land, was den Aufenthalt dort doch unangenehm werden ließ.

    Darüber hinaus zeigte sich der Planet relativ karg und eintönig und die vorherrschende gelbe Farbtönung in der Natur verstärkte diesen Eindruck noch.



    Die Unterwasserlandschaft erwies sich als ähnlich langweilig. Durch das rote Wasser war alles in einen rötlichen Schimmer getaucht und die Unterwasserflora war nicht sehr vielfältig.


    Immerhin gab es einige Vertreter der Fauna zu entdecken.




    Insgesamt war diese Welt nicht nach meinem Geschmack, trotz neutralem Biom.

    Ich entschloss mich also weiterzuziehen...

  • Auf 'Neu: Reologe'


    Diese Welt erfüllte mich mit besonderer Spannung, denn sie war in der allgemeinen Datenbank als 'paradiesisch' bezeichnet worden. Das sagte eigentlich nicht viel aus und war erfahrungsgemäß eher mit Enttäuschung verbunden. Dennoch hatte ich höhere Erwartungen an die dortige Natur.



    Über das erwartete neutrale Biom hinaus hatte dieser Planet einen wahrhaft paradiesischen Vorteil: Es gab keine Stürme! Das ließ mich auch über das allgegenwärtige blaue Gras hinwegsehen. Außerdem zeigte sich die Natur hier deutlich vielfältiger und interessanter als auf Hupriste XV .


             



    Schön anzusehen waren auch diese violetten Steine, auf denen sich goldfarbene, sternförmige Auswüchse zeigten.


    Neu: Reologe war allerdings ein Planet ohne Wasserflächen und entsprechend ohne Unterwasserflora. Aber an Land und in der Luft waren Tiere zu entdecken und sogar einen Höhlenbewohner gab es.



    Eine sehr schöne und angenehme Welt, die jedoch meine Vorstellung vom Paradies nicht erfüllte.

    Also verließen Milly und ich diese Kugel, um uns nun Lopensa IV anzusehen.




    Auf 'Lopensa IV '




    Auch hier erwartete mich ein neutrales Biom. Aber auch hier, wie schon auf Hupriste XV, fegten sporadisch starke Stürme über das Land.

    Die Natur zeigte sich ganz nett, jedoch war, selbst zur Mittagszeit, alles in ein leicht rötliches Licht getaucht. Das reduzierte den guten Eindruck erheblich.


              



    Es gab hier einige Tiere sowohl in der Luft, als auch auf dem Land und im Wasser zu entdecken.

    Sehr merkwürdig fand ich dabei dieses radförmige Lebewesen und den 'Unterwasserstier'.

    Schon seltsam, was die Natur so hervorbringt.



    Naja, aber nein – weit entfernt von einem Paradies.

  • Auf 'Neu: Alab'


    Was mich hier erwartete, konnte ich erahnen, denn dies war einer jener speziellen Planeten, auf denen man Kalzipilze vorfand.



    Das Biom war zwar auch hier neutral, aber erwartungsgemäß war diese Welt ziemlich leer. Eine einzige Lebensform existierte hier, wie man sie auf allen derartigen Welten entdecken konnte.

    Stürme musste man allerdings nicht befürchten.


    Schön waren auf diesen Planeten die Formationen, die wie übergroße Blumengefäße aussahen.



    Interessant waren auch die riesigen Transmitter, die in längst vergangenen Tagen von den sogenannten 'Schöpfern' erbaut worden waren und überall auf diesen speziellen Welten anzutreffen sind. Eine Theorie besagt, dass diese Portale einst zur Verbreitung der Sentinel dienten. Aber genau weiß es wohl niemand...



    Milly zeigte sich vor allem an der Technik dieser uralten Maschinen interessiert, die aussahen, als hätte man sie erst gestern aufgestellt.



    Nun, viel gab es auf Neu: Alab nicht zu sehen und paradiesisch ist so ein spezieller Planet wirklich nicht.


    Die Lebensform, die hier vorzufinden war, glich einem Bündel kleiner, bläulicher Kugelblitze. Diese Bündel schwebten scheinbar ziellos über das Gelände. Ihre besondere Eigenart und der Sinn ihres Lebens blieben mir ein Rätsel.



    Ich warf vor unserem Abflug noch einen letzten Blick auf die Landschaft.

    „Hast du am Terminal was herausgefunden, Milly?“

    „Nein, leider nicht. Es gelang mir zwar einige Daten abzurufen, aber sie waren unvollständig und beschädigt. Daher ergaben die Informationen keinen Sinn.“

    „Ok, dann lass uns abfliegen. Schauen wir uns den Mond an, der um diesen giftigen Planeten kreist.“


  • Auf dem Mond 'Waff Sigma'



    Ich hatte keine große Erwartungen an diesen Mond, da die Wächter dort bösartig sein sollten.

    Trotzdem wollte ich ihm einen kurzen Besuch abstatten.

    Aber -Überraschung- ich sah mich fast angenehm getäuscht.

    Dieser Mond kam einer paradiesischen Welt bisher am nächsten. Aber es gab da auch große Gründe, die einem den Aufenthalt dort vermiestem. Zunächst mal fauchten dort immer wieder mal heiße Stürme über's Land und dann waren die Wächter wirklich keine angenehmen Nachbarn. Zwar fielen sie nicht gleich über jeden, der den Mondboden betrat, her (was nach der Datenbankauskunft zu befürchten war). Aber wenn man sich längere Zeit im Gelände herumtrieb oder gar diesen schönen violetten Kugeln, die dort überall lagen, zu nahe kam, dann löste das bei ihnen Aggressionen aus und sie kamen in Horden geflogen. Dabei wurde nicht lange gefragt nach wer und warum, sondern sie eröffneten sofort das Feuer.


              



    Andererseits ließen sie mir Zeit und Ruhe, um die fünf hier lebenden Vertreter der Fauna zu entdecken.



    Naja, so schön grün der Mond auch war, vermiesten mir die Stürme und die streitbaren Wächter einen längeren Aufenthalt.


    Bis auf einen Planeten hatte ich dieses System näher betrachtet. Es fehlte nur noch Stvir Primus. Dort gab es wohl eine für mich lebensfeindliche, giftige Umwelt. Der Vollständigkeit halber wollte ich ihr aber dennoch einen kurzen Besuch abstatten.

  • Auf 'Stvir Primus'



    Diese Welt, die von dem Mond Waff Sigma umkreist wurde, zeigte sich mir sehr unfreundlich.

    Die Atmosphäre war für mich giftig und dementsprechen auch die Stürme, die sporadisch über die Oberfläche zogen.

    Solange man nicht gegen ihre Regeln verstieß, waren die Wächter zwar stets present, aber entspannt.

    Die vorherrschende Farbe auf der Oberfläche war grün. Aber es war nicht das Grün von gesundem Gras, sondern das giftige Grün einer giftigen Umwelt.

    Die Landschaft war zudem wenig ansprechend. Flache Hügel und ein karger Bewuchs, soweit das Auge reichte.


              



    Auffällig waren die vielen, weitläufigen Höhlen, die das Gelände durchzogen.

    Um die Lebewesen darin entdecken zu können, musste ich den Gefahrenschutz meines Anzugs aufladen und begab mich dann in die giftigen Tiefen.



    Insgesamt spürte ich 11 unterschiedliche Vertreter der Fauna auf dem Planeten auf.

    Auffällig war, das beinahe alle diese giftig-grüne Färbung aufwiesen.




    Aber der Besuch hier war sowieso nur meiner Neugier geschuldet. Dieser Planet hatte mit 'paradiesisch' nun wirklich nichts zu tun.

  • Mein erster Außeneinsatz in Cugnatachh war damit beendet.

    In der kalten Schwärze des Weltraums war mein Frachter schon nach kurzer Entfernung nahezu unsichtbar. Aber für Milly war es natürlich leicht die genaue Position des großen Schiffs zu bestimmen und so befanden wir uns nur kurze Zeit später im Anflug auf Fhalya-Cargo.



    Der blaue Traktorstrahl der Einflughilfe übernahm die Steuerung und zog uns die letzten Meter in den Hangar. Nachdem Moonshine auf dem Landepad automatisch in Startrichtung gedreht worden war, verließ ich das Schiff und nutzte den Hangarteleporter, der mich schnell direkt auf die Brücke brachte. Milly erledigte derweil noch den sogenannten 'after landing check'.

    In der Zentrale meldete mir der Käpt'n den Schiffsstatus und übergab das Kommando.



    Damit war das offizielle Procedere abgeschlossen und ich konnte endlich raus aus dem Anzug.

    Was freute ich mich schon auf eine heiße Tasse Kaffee.

    Vorher ging es aber noch in meine privaten Räume, um diesen Körperpanzer los zu werden. Danach traf ich mich mit Milly in der Messe, um das System zu bewerten und unsere Fundstücke zu besprechen.



    Die Ausbeute war zwar nicht schlecht gewesen, immerhin hatten 5 der 6 Himmelskörper ein verträgliches Biom besessen. Aber ein wirklich 'paradiesischer' Planet war nicht darunter gewesen.


    Wir sichteten das gesammelte Material und mit Millys Hilfe kam am Ende eine kompakte Übersicht heraus, die mir auf einen Blick die wichtigsten Erkenntnisse zeigte. Nach diesem Muster wollte ich weiter vorgehen.



    Aber jetzt lag erstmal ein Ruhetag vor mir und dann würden wir zu einem weiteren System warpen, dem Paradies entgegen.

  • System Rochara XV (Fhalya-790)



    Einige Stunden waren vergangen seit das Dröhnen der mächtigen Warp-Triebwerke des Frachters abrupt verklungen war. Wir waren auf's Geratewohl tiefer in die Galaxie in ein gut 1000 Lichtjahre entferntes System gesprungen. Im Navigationsraum verschaffte ich mir einen ersten Überblick über dieses Planetensystem, das den Namen Rochara XV trug.

    In meiner persönlichen Datenbank hatte ich es als Fhalya-790 eingetragen.

    6 Planeten umkreisten eine gelbe Sonne und hier dominierten die Vy'keen das Leben. Diese Planeten weckten allerdings keine Hoffnungen auf einen paradiesischen Fund. Gut, anscheinend war das System (mit Ausnahme einer radioaktiven Welt) wächterfrei, aber das steigerte meinen Optimismus auch nicht wirklich.

    Ich hatte mich ernsthaft gefragt, ob wir nicht einfach einen neuen Kurs setzen und weiterfliegen sollten. Aber ich entschied mich dann doch dagegen, um Rochara XV eine Chance zu geben.



    So stand nun meine 2. Außenmission bevor. Ich würde meine Rundreise mit den Planeten beginnen, die Aussicht auf ein verträgliches Biom boten.


    Milly war informiert und machte schon den Moonshine startklar.


    Nachdem ich mich auf der Brücke abmeldete warf ich noch einen Blick aus den Fenstern der oberen Brückengalerie.


    Der Eindruck der unendlichen Weite des Weltalls ließ mich aufs Neue erschauern.

    Wie klein und unbedeutend waren wir doch angesichts dieses gewaltigen Raumes, in dem, durch Lichtjahre getrennt, Sonnen und Planeten ihre Bahnen zogen.



    Ich riss mich aus meinen Gedanken und begab mich mittels Teleporter in den Hangar. Kurze Zeit später schoss das Solarschiff aus der Schleuse.





    Auf 'Timoth Omega'



    Obwohl keine Wächter, keine Stürme und ein verträgliches Biom war mir eines sofort klar: Dieser Planet schaffte es nicht in die Auswahl der 'Paradiesischen'.


    Das grüne Gras, die großen Farnwedel und die bunten Pilze schmeichelten zunächst dem Auge. Aber vor allem das Grün war irgendwie zu viel und über der Landsschaft hing ein beständiger Dunst. Das führte dazu, das alles etwas gedämpft erschien.

    Die großen Bäume, die auf drei mächtigen Hauptwurzeln standen und deren kahle Kronen wie abgeschnitten wirkten, verstärkten, zusammen mit anderen schlanken und ebenso kahlen Bäumen, den Eindruck einer doch etwas tristen Welt.


              



    Ich forschte natürlich nach den sechs Tieren, die in der allgemeinen Datenbank aufgeführt waren.

    Ich fand vier davon auf dem Boden, eines in der Luft und eines unterirdisch.

    Auch den Tieren (zumindest denen auf dem Boden) fehlte eine gewisse Intensität in den Farben oder es fehlte am Licht, um sie deutlicher zu machen.



    Ich hatte genug gesehen und war nicht sonderlich angetan von diesem Planeten.

    Milly brachte daraufhin Moonshine wieder in's All. Ohne große Erwartungen machten wir uns auf den Weg zur nächsten Kugel mit neutralem Biom.

  • Auf 'Rawalk'




    Rawalk erwies sich als Planet mit einem neutralen Biom, jedoch war es regnerisch und zwar dauerhaft. Die hohe Luftfeuchtigkeit führte dann dazu, dass es auch noch dunstig war.

    Außerdem brachten in recht kurzen Abständen heiße Regengüsse die Landschaft zusätzlich zum Dampfen. Zwischen den Schauern gab es allerdings nicht die 'überwältigende Hitze', die die allgemeine Datenbank beschrieb.


    Auf den ersten Blick nett anzusehen, aber auf dem zweiten Blick schon etwas langweilig und auf dem dritten Blick für mich uninteressant.



    Das einzig Besondere hier war die Flora, die ständig pulsierend aufleuchtete. In der Dunkelheit sah das schon sehr schön aus, aber dem Farbenspiel war man doch schnell überdrüssig.


              


    Ab und zu stößt man ja auf wohl allen Welten auf Unglücksstellen, die an das dramatische Ende eine Großschiffes und dessen Besatzung erinnerten.



    Ebenso hat sich überall, und offensichtlich auch in dieser Galaxie, dieser unheimliche und grauenvolle Befall wie die Pest ausgebreitet. Das Ergebnis waren zerstörte und verlassene Stationen. Ein Bild, wie ich es aus Euklid kannte.

    Die befallenen Anlagen waren unrettbar verloren und für die Bewohner war die einzige Möglichkeit der Rettung die Flucht.



    Alles in allem aber uninteressant. Doch ich wollte den Planeten nicht verlassen, ohne die hier ansässige Fauna zu entdecken. Laut Datenbank sollte es zehn verschiedene Lebensformen geben.

    Ich fand recht schnell vier davon am Boden und zwei in der Luft. Zwar konnte man hier auch vereinzelt Höhlen finden, aber die waren anscheinend gänzlich unbewohnt. Die restlichen vier Tiere waren im Wasser zu Hause und so stapfte ich seufzend in das rote Nass.

    Rotes Wasser war ich ja inzwischen von vielen Welten gewöhnt, aber noch immer regte sich ein kleiner Widerwille bei dem Gedanken, in die rötlichen Tiefen zu tauchen.

    Dessen ungeachtet fand ich auch die dortigen Bewohner.




    Nun hielt mich eigentlich nichts mehr hier.

    Bevor der nächste Regensturm aufzog wollte ich weg.

  • Auf 'Bihi 24/Y3'


    Als nächstes Ziel hatte ich mir Bihi 24/Y3 ausgesucht. Es war sehr kalt dort, aber die Luft war atembar. Allerdings würde ich ohne die zusätzlichen Wärmemodule langfristig dort nicht überleben können. So führte ich diese Welt nicht als 'neutral', denn ich brauchte zum Überleben ja Hilfsmittel und Schutz.



    Häufige Eisstürme und immer wieder um den Globus donnernde Blizzards machten die Erkundung schwer. Zusätzlich zu der ohnehin vorherrschenden Eiseskälte zeigte sich der Ringplanet dann recht lebensfeindlich.


              


    Wenn es mal gerade nicht stürmte, sah es aber ganz nett aus. Doch bei einer ständigen Temperatur von etwa -50 Grad war es nicht gerade gemütlich.



    Verborgen hinter tief hängenden Zweigen eines Nadelbaumes fand ich zufällig den Eingang zu einer riesigen und weitläufigen Höhle. Die bot mir auch gleich Schutz vor dem nächsten Blizzard, der über mich hinwegfegte.


    .


    „Milly, behalte die Position dieses Planeten bitte im Speicher. Vielleicht komme ich noch mal her, um mir die Höhle noch einmal genauer anzusehen.“

    „Schon erledigt, Flag gesetzt“, erwiderte die KI geschäftsmäßig knapp.


    Zum Abschluss meines kurzen Besuchs hier wollte ich mir nun noch die Tierwelt ansehen.

    Auch auf dieser Welt sollte es zehn verschiedene Lebensformen geben. Fünf im Wasser, vier in der Luft und einen Höhlenbewohner.

    Seltsamerweise war kein einziges Landtier verzeichnet, das auf der Oberfläche lebte.

    Ich persönlich kann's verstehen – wäre mir auch zu kalt :) .




    „Ok, dann weg hier, bevor wir Eis ansetzen“, grinste ich.


    Das Solarschiff hob summend ab und hinterließ tiefe Eindrücke seiner Kufen im Schnee.


    „Wohin möchtest Du jetzt?“

    „Jetzt haben wir nur noch üble Kandidaten zur Auswahl. Zweimal giftig und einmal radioaktiv. Ok, giftig hat gewonnen. Hm...lass mal schauen...

    Wir fliegen nach Efor III.“

  • Auf 'Efor III'



    Zunächst mal Grundsätzliches. Die Atmosphäre war giftig und entsprechende Stürme gab es auch. Ansonsten erinnerte mich die Landschaft ein wenig an Timoth Omega. Zumindest was die Flora anging.

    Auch hier dominierten diese seltsamen, 'dreibeinigen' und die schlanken abgestorbenen Bäume das Bild. Im Gegensatz zu Timoth Omega war die vorherrschende Farbe aber rotbraun. Das hatte seine Ursache wohl auch darin, dass der gesamte Planet eine morastige Oberfläche besaß.


              


    Wasser war hier im Überfluss vorhanden.



    Keine Gegend, die zum Verbleiben einlud – selbst wenn sie nicht giftig gewesen wäre.


    Ich hielt mich daher auch nicht lange hier auf, allerdings die Fauna dieser morastigen Kugel habe ich noch aufgespürt und katalogisiert.

    Fünf Lebewesen fand ich auf der Oberfläche, drei im Wasser, eines in der Luft und eines lebte in den Höhlen.




    Nur noch zwei Welten, die ich nicht besucht hatte, standen nun zur Auswahl. Eine giftige und eine radioaktive. Da es auf der giftigen immerhin keine Wächter geben sollte, entschied ich mich für diese.

    Wir verließen also Efor III und nahmen Kurs auf Oseafora IX.

  • Auf 'Oseafora IX'



    Zunächstmal war es hier giftig für mich und es gab Stürme. Davon abgesehen hätte der Planet aber schön sein können. Hätte – war er aber nicht.

    Eine gebirgige Welt erwartete mich, über und über bewachsen mit riesigen Pilzen. Dazu war alles in ein fahles, grünliches Licht getaucht.


              


    Es schüttelte mich innerlich. 'Nichts für mich', dachte ich. Aber die Fauna wollte ich auch hier noch katalogisieren.

    Elf Lebewesen sollten sich in dieser giftigen, trüben Umwelt wohl fühlen. Wie die wohl aussehen mögen?

    Ich flog noch ein wenig ziellos, tief und langsam über das fahle Land und setzt dann an einer geeigneten Stelle auf, um mit meiner Suche nach Leben zu beginnen. Es dauerte eine Weile, zumal ich wegen eines Landtieres in den Norden des Planeten fliegen musste, da es nur in der Region anzutreffen war.

    Schließlich aber hatte ich alle elf gefunden und sah keinen Grund mehr noch länger in dieser grünlichen Pilzsuppe zu schwimmen.



  • Auf 'Rulotte V'



    Eine Welt war mir noch geblieben. Ich hatte sie mir aufgespart, da dort eine hohe Wächteraktivität vorausgesagt war. Davon abgesehen lockte mich dieser Planet absolut nicht, denn das Biom war radioaktiv.



    Empfangen wurde ich von einer dieser radioaktiven Superzellen, die häufig über das Land zogen.



    Doch auch, als der Sturm abgeklungen war präsentierte sich die Landschaft gelb und öde.


              


    Hier wollte ich nicht länger bleiben als nötig. Zum Glück gab es auch nur fünf Lebewesen auf der Oberfläche und in der Luft. Das sollte meinen Aufenthalt hier kurz gestalten.


    Ich hatte Glück und wurde schnell fündig. Dazu brauchte ich nicht einmal den Standort wechseln, denn die gesamte Fauna, die der Planet bot, war an meinem Landeplatz zu entdecken.



    „Das war's, Milly. Lass uns hier verschwinden. Zurück zum Frachter. Ich freue mich schon aus diesem Anzug 'rauszukommen“.

    Wir verließen Rulotte V und Milly setzt Kurs auf den Fhalya-Cargo. Der 2. Außeneinsatz war abgeschlossen.





    Zurück im Frachter zogen Milly und ich uns wieder in die Messe zurück, um unsere gesammelten Erkenntnisse zu ordnen.



    Nach dem Muster des 1. Außeneinsatzes erstellten wir wieder eine Tabelle, in die wir die Ergebnisse kompakt zusammengeführt hatten.


  • System Yuganr (Fhalya-791)



    Wir waren von Rochara XV wieder etwa 1000 Lichtjahre in die Galaxie hinein gesprungen. Allerdings zeigten sich im Zielsystem die vorgefundenen Planeten, es waren sechs, absolut uninteressant. Diesmal entschied ich mich einen weiteren kleinen Sprung zu machen und so waren wir jetzt im System Yuganr, das unter dem Einfluss der Korvax stand. Es gab hier zwar nur drei Planeten, aber eine kurze Analyse im Navigationsraum zeigte zwei davon mit neutralem Biom an, einen davon sogar als 'paradiesisch'. Nun, wer immer den Eintrag in der allgemeinen Datenbank verfasst hatte, musste nicht unbedingt meine Vorstellung von 'paradiesisch' teilen und so war wohl eine gewisse Skepsis angebracht.

    Doch egal, auf jeden Fall machte mich dieses System, dass ich in meinem Verzeichnis als Fhalya-791 führte, neugierig. Hier sollte mein 3. Außeneinsatz stattfinden.



    Das All zeigte sich in dieser Region von einer interessanten Färbung. Gelblich-orange Wolken übertönten die Schwärze des luftleeren Raumes.


    Ich war wieder in meinen Raumanzug gestiegen und saß im Solarschiff, fertig zur Ausschleusung.

    „Wohin geht es zuerst?“, fragte Milly.

    „Zunächst mal fliegen wir den Ringplaneten Oita 96/D3 an. Angeblich soll der ja paradiesisch sein. Na, ich bin gespannt.“

    „In Ordnung. Bereit, wenn du es bist.“

    „Und los.“

    Moonshine hob leicht vom Landepad ab und schoss dann aus der Schleuse. Milly zündete den 'Nachbrenner', um uns weit genug vom Frachter zu entfernen, bevor sie das Impulstriebwerk starten konnte. Von all dem spürte ich nichts, denn der Andruckabsorber des Schiffs ließ mich von den enormen auftretenden Beschleunigungskräften nichts spüren.




    Auf 'Oita 96/D3'




    Wie sich herausstellte, war meine Skepsis berechtigt.

    Die Welt hatte ein verträgliches Biom und es gab weder Stürme noch Wächter, doch das war es auch schon mit 'paradiesisch'.

    Es gab nur wenig Bewuchs und so wirkte die ganze Landschaft leer und langweilig. Dass die Flora zum Teil pulsierendes Licht abgab war zwar in der Dunkelheit ganz nett, aber es verbesserte den Gesamteindruck nicht.

    Außerdem gab es keine Wasserflächen auf diesem Planeten und Wasser gehört doch zu einem Paradies wohl dazu, oder?


              


              


    Ich gebe zu, ich war etwas enttäuscht. Dass man die Klassifizierungen in der allgemeinen Datenbank immer etwas mit Vorsicht genießen sollte war mir klar, aber das hier hatte mit 'paradiesisch' wirklich nicht viel zu tun.


    Passend zu diesem eher langweiligen Planeten gab es auch nur sechs Lebensformen, vier am Boden und zwei in der Luft.



    Sie waren schnell gefunden und dann verließ ich diese Welt wieder.

    Mal sehen, wie der zweite neutrale Planet aussah.

  • Auf 'Etsyalas'



    Angekündigt wurde roter Dunst. Das entsprach den Tatsachen. Die ganze Landschaft war permanent in ein rötliches Licht getaucht.

    Etsyalas war kein lieblicher Planet. Schroffes Hochgebirge herrschte hier vor und überall standen diese riesigen Ringe aus einer steinartigen Substanz.

    Es gab keine Wächter und das Biom war verträglich. Dafür ergossen sich immer wieder heiße Regenstürme über das Gelände.

    Durch die rötliche Färbung wirkte alles ein wenig bedrohlich.



    Im Binnenland gab es Wasser nur in tief liegenden Gebirgsseen, bis zu denen kaum ein Lichtstrahl herunter reichte.


              


    Der Sturm, der mich da erwischte, verschärfte diesen Zustand noch.



    Aber um die Meeresfauna zu erkunden flog ich in einen solchen Talkessel und begab mich ohne zu zögern in das rote (seufz) Wasser. Wie erwartet war auch da alles in rötliches Licht getaucht.



    Der Gedanke an ein Paradies kam auf dieser Welt in keinem Moment auf.

    Dennoch wollte ich auch hier die Fauna erforschen. Immerhin zehn Lebensformen tummelten sich in dieser Natur, die für sie womöglich paradiesisch war.

    Ich entdeckte vier Landlebewesen, zwei in der Luft und vier im Wasser.




    Nun gab es in diesem System nur noch einen Planeten, den ich nicht besucht hatte: Pehlaeleshi Miura. Er schien höchst ungemütlich, da heiß, zu sein und es gab dort eine hohe Wächteraktivität. Aber natürlich würde ich auch ihn anfliegen.

  • Auf 'Pehlaeleshi Miura'



    Ich hatte nichts Tolles erwartet und ich bekam nichts Tolles.

    Immer wieder peitschte mal eine Feuerwand über das Land, Wächter schwirrten aufmerksam in der Gegend herum und es war so drückend heiß, dass ich ständig die Kühlmodule des Anzugs laufen lassen musste.

    Außerdem war diese Welt wirklich öde. Flache Berge und Hügel bestimmten das Bild und alles sah irgendwie trocken aus.



    Dabei gab es Wasser genug auf Pehlaeleshi Miura. Erstaunlich, dass sich lediglich zwei Lebensformen in den weiten Wasserflächen tummelten.

    Natürlich musste ich wieder einmal in rotem Wasser schwimmen, um sie ausfindig zu machen.

    Naja, aber der Himmel war schön blau.


              


    Im übrigen gab es noch auf der Oberfläche vier, in der Luft drei und in den Höhlen zwei Vertreter der planetaren Fauna.

    Ich spürte sie alle auf und übernahm sie in meinen Katalog.




    Auf Pehlaeleshi Miura hatte ich die größte Artenvielfalt in diesem System gefunden. Darüber hinaus aber war ich angeödet von der Welt.

    Milly und ich beendeten daher unsere Erkundungstour durch Fhalya-791 und kehrten zum Frachter zurück.



    Bei nur drei Planeten fiel unsere Nachbesprechung kürzer aus, aber auch für dieses System hatten wir eine Übersicht erstellt.


  • System Azepeten (Fhalya-792)


    Wir hatten die Distanz zu einem neuen Flugziel beibehalten und sprangen wieder gute 1000 Lichtjahre in das System Azepeten, das ich unter Fhalya-792 verbuchte.



    Wieder einmal war es ein kleines System mit drei Planeten. Die Vy'keen hatten hier das Sagen.

    Zum Bleiben verleitete mich die erste Information aus dem Navigationsraum. Danach sollten zwei der Welten ein neutrales Biom haben und ein Planet wurde sogar als 'paradiesisch' beschrieben.

    Nun, ich wusste ja, was man von diesen Beschreibungen zu halten hatte. Dennoch blieb natürlich die Neugier.

    Ich entschloss mich, mir selbst ein Bild von diesem angeblichen Paradies zu machen.

    Nach letzten Anweisungen an die Brücken-Crew traf ich mich mit Milly im Moonshine und befand mich kurze Zeit später per Impulsflug auf dem Weg zu Tagy Gamma.



    Auf 'Tagy Gamma'



    Die allgemeine Datenbank hatte unendlichen, giftigen Dunst angekündigt, aber -wow-, der erste Eindruck beim Eintauchen in die Atmosphäre ließ mich nicht an sowas Negatives denken.



    Ich flog in niedriger Höhe noch eine geraume Weile über die Oberfläche. Es war eher eine Wasserwelt, besprenkelt mit tausenden Inseln und kleineren Landgebieten.

    Nach einiger Zeit suchte ich mir auf einer etwas größeren Landfläche eine Stelle, an der ich mein Schiff aufsetzte und nun den Boden dieses Planeten betrat.


    Von unendlichem, giftigem Dunst bemerkte ich nichts. Ich fand es hier absolut angenehm. Allerdings trübte eines den ersten Eindruck – ob chemische Prozesse in der Erde oder in den gelb-orangenen, grasähnlichen Flächen dafür verantwortlich waren, allgegenwärtig stiegen Blasen aus dem Boden.



    Doch man gewöhnte sich schnell daran und auch der etwas lichte Baumbewuchs verdarb den Gesamteindruck nicht.




    Das 'Gras' hatte auch noch eine andere Eigenschaft. Es wurde in Intervallen von einem intensiven Leuchten überzogen. Besonders in der Nacht wurde es deutlich und war recht schön. Da nicht die gesamte Flora diese Eigenart besaß, wirkte es auch nicht zu überladen.



    Von meinen bisherigen 'Fundstücken' gefiel mir Tagy Gamma bisher am besten. Besonders paradiesisch war auch der Umstand, dass es keine Wächter gab und man von Stürmen verschont blieb.

    Außerdem gab es hier eine ungewohnte Vielfalt in der Fauna. Vierzehn verschiedene Lebensformen konnte man finden. Davon sechs am Boden, zwei in der Luft, drei im Wasser und drei in den Höhlen.




    Zufällig fand ich eine schöne Ansammlung merkwürdiger Vorkommen, die direkt am Rand einer natürlichen Mulde vor einer Felswand lagen. So musste ich nicht einmal eine Sperrwand bauen, denn die Kugeln rollten alle schön säuberlich in diese Senke und ich konnte sie da bequem ernten.

    In dieser angenehmen Umgebung brauchte ich auch keinen Unterstand gegen Stürme etc..

    Ich habe die Gelegenheit auch gleich genutzt, um mein Nanitenkonto aufzufüllen :-).



    Insgesamt fand ich diese Welt recht schön, auch wenn das Wasser mal wieder rot war und überall Blasen aufstiegen.

    Mein Paradies ist sie jedoch nicht.


    Es war Zeit, den nächsten neutralen Planeten aufzusuchen.

  • Auf 'Tucamel VI'



    Tucamel VI war angenehm, auch wenn es hier aufmerksame Wächter gab. Aber ich stresste sie nicht und sie stressten mich nicht.

    Sehr schön war auch der Umstand, dass es hier keine Stürme gab. Die Atmosphäre war für mich verträglich und die Durchschnittstemperatur lag bei etwa 30 Grad Celsius.

    Auf den ersten Blick erschien die Oberfläche etwas öde, was am Fehlen von Bäumen lag. Diese Welt war ein Grasplanet, wobei der grasartige Bewuchs blau-grün war.




    Wenn man das berücksichtigte, sah die Landschaft recht gut aus.



    Was mich aber störte war das Fehlen von Wasser. Egal, ob rot, grün oder blau – es gab keines.

    Ich fragte mich, woher der üppige Bewuchs rund um diese Kugel die ganze Feuchtigkeit nahm, um zu gedeihen. Ein Rätsel, das ungelöst blieb.


    Die Fauna wollte ich dagegen enträtseln. Sieben Lebewesen sollte es hier geben. Vier am Boden, eines in der Luft und zwei unterirdisch.




    Nach vielen Versuchen hatte ich meine Suche am Ende abgebrochen. Zwar gab es hier viele und schöne Höhlen, aber das zweite dort lebende Tier konnte ich nicht finden :-(.


    Kaum nötig zu erwähnen, dass auch dieser Grasplanet von mir nicht als paradiesisch angesehen wurde.


    Ein wenig unzufrieden verließ ich Tucamel VI und wollte noch den 3. Planeten des Systems besuchen, von dem ich mir aber nichts Gutes erhoffte.

  • Auf 'Dwardam XVII'



    Schon bei der Landung wurde mir klar, dass ich hier nicht länger, als unbedingt nötig bleiben würde. Dwardam XVII hatte ein radioaktives Biom und wirklich sehr aggresive Wächter, die sofort Alarm auslösten und auf mich feuerten, kaum dass ich das Schiff verlassen hatte.

    Außerdem war dieser Planet wurmverseucht und sah entsprechend auch nicht gerade schön aus.

    Damit nicht genug gab es hier eine merkwürdige Farbverschiebung, die alles etwas unwirklich aussehen ließ.


    Gleich zu Beginn meines Aufenthalts donnerte ein großer Wurm über mich hinweg.



    Die Landschaft hier war kaum des Hinsehens wert.





    Am Ende stolperte ich noch über die Brutstätte kleiner Würmer – grausig.



    Ich wollte nur die Fauna katalogisieren und dann weg hier.

    Neun Lebewesen sollte es geben, davon fünf am Boden, zwei im Wasser und zwei in der Luft.

    Na dann...



    Um überhaupt etwas Positives über diese Welt zu sagen konnte man anmerken, dass sie sturmlos war.

    Und jetzt weg hier!


    Zurück im Frachter steckten Milly und ich in der Messe wieder die Köpfe zusammen und sichteten unsere Ergebnisse.


    Dies war ein kleines System, aber zwei der drei Planeten waren recht schön und angenehm.



    Aber das Paradies hatte ich noch nicht entdeckt und so ging meine Reise weiter.

  • System Sumano-Yil (Fhalya-793)


    Die anfangs zwischen den erkundeten Systemen gewählte Distanz hatten wir beibehalten und stießen so auf Sumano-Yil. Fünf Planeten, verwaltet von den Vy'keen, kreisten hier um eine gelbe Sonne.



    Eine erste und oberflächliche Analyse im Navigationsraum ließ bei dreien auf ein neutrales Biom hoffen. Auf Gibramli Minoris sollte es zu heiß sein und Saball VI wurde als giftig beschrieben.



    Insgesamt sah das sehr vielversprechend aus Ich war schon gespannt auf die drei Neutralen.





    Auf Rantwoodl II


    Als erstes Ziel wählte ich den Ringplaneten Rantwoodl II. Schon kurze Zeit später setzten Milly und ich dort auf.



    Auch hier sollten die Wächter eine hohe Aktivität aufweisen, aber das hatte mich nie gestört. Die Erfahrung zeigte, dass man sie ignorieren konnte, solange man nicht in ihrer Nähe gegen ihre Regeln verstieß, was ich nicht beabsichtigte. Ich wollte ja nicht in irgendeiner Weise in die Natur eingreifen, sondern lediglich erkunden und katalogisieren. Das wurde toleriert und die Sentinel ließen mich in Ruhe.

    Gleich bei unserer Ankunft auf dieser Welt war mir klar, dass sie auf keinen Fall in meine Liste der paradiesischen aufgenommen werden würde. Die Landschaft war recht langweilig, um nicht zu sagen öde. Dazu kam, dass hier alles rot war. Die intensive Färbung des Himmels und des grasartigen Bewuchses ließ auch alles andere rötlich wirken.



    Überall wuchsen pilzartige Gewächse, von denen einige eine beachtliche Größe besaßen.



    Verstreut im Gelände gab es kleine und große Höhlen, die die Landschaft aber nicht interessanter machten. Ebensowenig wie das pulsierende Leuchten der Flora, das besonders in der Nacht deutlich war. Ich hatte sowas schon auf anderen Planeten gesehen und schön sah das nur im ersten Moment aus.





    Laut der allgemeinen Datenbank waren hier sieben Lebensformen heimisch. Vier auf dem Boden, eine in der Luft und zwei in den Höhlen.

    Ich machte mich auf die Suche, denn die wollte ich noch meinem Katalog hinzufügen, bevor ich den Planeten verließ.




    Ich konnte immerhin vermerken, dass es hier keine Stürme gab.

    Das änderte aber nichts am Gesamteindruck, den ich gewonnen hatte.


    Milly und ich verließen schließlich diese Kugel und wandten uns dem nächsten Kandidaten zu.

  • Auf Ungrid Omega




    Dieser Planet entschädigte mich für den unschönen Einstieg in diesem System.

    Zwar war auch hier der Himmel rot wie auf Rantwoodl II, aber drunter war es grün.



    Leider waren auch die Wasserflächen leicht rötlich, aber sonst war die Landschaft sehr schön.





    Um die dortigen Bewohner zu entdecken war ich natürlich auch unter Wasser unterwegs. Stellenweise war es auch dort recht ansprechend. Vor allem die großen, verzweigten unterseeischen Höhlen gefielen mir.




    Nachdem ich auch noch die gleichermaßen verzweigten Höhlen an Land durchstreift hatte, war mein Katalog der Fauna dieses Planeten komplett. Eine solche Vielfalt hatte ich noch nicht oft vorgefunden. Achtzehn Lebensformen wies die Tierwelt auf. Acht auf dem Boden, zwei in der Luft, fünf im Wasser und drei in den Landhöhlen.





    Eine wirklich angenehme Welt, trotz rotem Himmel und rotem Wasser und es gab keine Stürme!


    Aber nun machte ich mich auf den Weg zum Highlight in diesem System. Esburydomi Yoda besaß angeblich ebenfalls ein neutrales Biom und wurde sogar als 'paradiesisch' klassifiziert. Solche Aussagen versetzten mich ja nicht mehr in freudige Erregung. Aber schon aus dem All betrachtet waren grüne Landflächen und blaues Wasser zu erkennen. Das ließ mich dann doch meinem Besuch dort entgegen fiebern.


    Also verließen wir Ungrid Omega, voller Hoffnung wirklich einem Paradies entgegen zu fliegen.

  • Auf Esburydomi Yoda




    Ich war enttäuscht.

    Die Landschaft war wirklich grün und das Wasser war wirklich blau. Die Atmosphäre war angenehm und Stürme gab es auch hier nicht. Aaaber...


    Pilze unterschiedlicher Art wuchsen hier, dazu grasartiger, flächendeckender Bewuchs und alles leuchtete im Dunkeln. Die Bäume von Ungrid Omega wären mir lieber gewesen. So wirkte die Landschaft ein wenig langweilig.

    Also wieder nix mit dem Paradies, dabei hätte diese Welt Potential für mehr gehabt.

    Die gesamte Landschaft wirkte eintönig.





    Auf der Suche nach Wasserlebewesen konnte ich diesmal wenigstens in blauem Wasser tauchen. Das gefiel mir natürlich.



    An Land betätigte ich mich dann wieder als Höhlenforscher, denn auch im Untergrund sollte es Leben geben.



    Insgesamt gab es auf Esburydomi Yoda elf Lebensformen zu entdecken. Fünf auf dem Boden, drei im Wasser, zwei in der Luft und eines in den Höhlen. Bevor ich diese Welt verließ hatte ich sie allesamt aufgespürt.




    Wenn die Flora eine andere gewesen wäre, dann hätte dies das Paradies sein können – hätte...

  • Auf Gibramli Minoris




    Große Hitze war angekündigt worden, aber das war noch untertrieben. In kurzen Zeitabständen fegten gut 300 Grad heiße Feuerstürme über die Landschaft und selbst in den kurzen Pausen dazwischen war die Atmosphäre auf 100 Grad aufgeheizt. Keine Gegend, in der man sich gerne und länger aufhielt.




    Selbst ohne Stürme bot die Landschaft ein ödes Bild. Naja, und dann diese Hitze...



    Bei den extremen Bedingungen wunderte es mich nicht, dass es hier auch nur vier Lebensformen gab. Die beiden Landtiere waren zwei Käferarten, die sich immer nur kurz auf dem heißen Boden bewegten und dann wieder umherflatterten. Dazu gab es noch zwei Bewohner der Lüfte.



    Das wirkte eher wie Hölle, als wie Paradies. Also verließ ich diesen Planeten schnell wieder.

    Ein Ziel hatten wir jetzt noch auf unserer Liste. Saball VI, eine Welt mit giftiger Umgebung. Aber ich wollte das System komplett begutachten, also auch diese Giftkugel.

  • Auf Saball VI




    Da dieser Planet recht ungesund für mich war, stellte ich keine großen Ansprüche und wurde daher auch nicht enttäuscht.

    Die Landschaft sah trocken aus, leer und völlig uninteressant. Giftige Regenstürme vertieften noch das negative Bild.


    Einzig interessant waren die rötlichen Kugeln, die so sorgsam von den Sentinel bewacht wurden, dass die sofort und und jeden angriffen, der auch nur einen Fuß auf die Oberfläche setzte.




    Nein, stimmt nicht – interessant waren auch diese fliegenden Kugeln, die zur Fauna der Lüfte gehörten. Merkwürdige Lebensformen.



    Doch sonst regierte Tristesse die Landschaft. Die schwebenden Steinformationen änderten daran auch nichts.



    Trotz der für mich lebensfeindlichen Umgebung wollte ich natürlich die Fauna näher in Augenschein nehmen.

    Die Artenvielfalt war überschaubar. Es gab vier Landtiere und drei Lebensformen in der Luft.




    Das sollte es gewesen sein. Ich überließ diese giftige Welt wieder ganz den Sentinel und machte mich auf den Weg zum Frachter.


    Voller Vorfreude auf meinen Kaffee räkelte ich mich in meinem Pilotensitz.

    „Bring uns 'nach Hause', Milly“.



    Frisch geduscht und umgezogen traf ich mich später mit Milly in der Messe, um dieses Planetensystem zu bewerten.



    Zuerst genoss ich meinen schwarzen Muntermacher. Aber dann machten wir uns an die Übersicht, die fester Bestandteil unserer Erkundungen war.


  • System Tolyems-Amkon (Fhalya-794)


    Neues System – neuer Versuch.

    Wir sprangen mit Fhalya-Cargo in das System Tolyems-Amkon, welches ich als Fhalya-794 eintrug.

    Hier fanden wir 3 Planeten vor, von denen einer (ein Ringplanet) von 2 Monden umkreist wurde.

    Alle 5 Himmelskörper hatten sich um eine Gelbe Sonne versammelt und diese Ansammlung wurde von den Korvax verwaltet.



    Während die beiden Monde angeblich eher unschön sein sollten, wurde der Ringplanet mal wieder als 'paradiesisch' gelobt. Auch der kleinere Nachbar Bock G42 sollte sich neutral geben. Der 3. Planet, Culahom, wurde dagegen als frostig kalt beschrieben. Dort und auf den beiden Monden musste ich auch wohl emsige Wächter erwarten. Aggressive Sentinel sollte es in diesem System jedoch nicht geben.

    Nun, wir werden sehen...


    In der tiefen Schwärze des Alls parkte mein große Frachter im Nichts, umgeben von den ihn begleitenden Fregatten. Milly und ich verließen mit Moonshine unsere fliegende Basis und nahmen zuerst Kurs auf Bock G42.





    Auf 'Bock G42'



    Ein wilder Planet war mir in der allgemeinen Datenbank angekündigt worden und wirklich erwartete mich eine Welt mit 'Urzeit'-Charakter.

    Es herrschte hohe Luftfeuchtigkeit und dicke Dunstschleier verhinderten eine Fernsicht.

    Das und die saurierähnlichen Tiere, die behäbig zwischen mächtigen Bäumen wanderten, vertiefte den Eindruck von 'Urzeit'. Alles deutete auf einen noch relativ jungen Entwicklungsstand der planetaren Geschichte hin.

    Nichts desto trotz gefiel mir diese Welt ausgesprochen gut. Auch das wieder einmal rote Wasser empfand ich als nicht übermäßig störend.




    Der durch den Dunst etwas gelblich wirkende Himmel verlieh der gesamten Natur eine leicht erdige Färbung. Doch das schmälerte den Gesamteindruck nicht.


    Nervende Wächter gab es nicht, aber eines trübte die Stimmung ein wenig: Ab und zu rauschten heiße Regenstürme über's Land. Es war eben eine junge und noch 'wilde' Welt.




    Mein besonderes Interesse galt am Ende natürlich auch wieder der Fauna.

    Elf verschiedene Lebensformen teilten sich diese Kugel. Vier fand ich auf dem Land, vier im Wasser, zwei in der Luft und eines in den ausgedehnten Höhlensystemen.




    Abgesehen von den Stürmen zwischendurch und dem roten Wasser fand ich es hier ganz schön.

    Aber das nächste Ziel wartete schon - der angeblich paradiesische Ringplanet.

    Milly und ich brachen also unseren Aufenthalt auf Bock G42 ab und starteten wieder ins All.

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