Beiträge von OodSigma

    Eigentlich müssten die Expeditionen 1-4 ja schon wegen der Switch-User wiederholt werden. Die hatten ja noch gar keine Gelegenheit, diese zu machen. Und vor allem den Goldenen Vector hätte ich schon ganz gerne wieder ^^


    Laut Release Notes soll man jetzt ja auch Quecksilber durch die Expeditionen bekommen. Bin mal gespannt, wieviel das am Ende sein wird - auf der Switch ist das ja die einzige Möglichkeit, überhaupt an größere Mengen Quecksilber zu kommen (von Nada bekommt man ja nur ein bisschen während der Hauptmission). Vermutlich haben sie es sogar deswegen eingebaut. Ich frage mich nur, wie das dann funktioniert - wenn ich das Quecksilber direkt im Expeditionsspielstand bekomme, bringt mir das auf dem Hauptspielstand ja nichts.

    Übrigens geht auf der Switch jetzt auch die Auswahl des freien Slots für eine neuen Inventarplatz. Das ging anfangs auch nicht, das muss auch mit 4.03 oder 4.04 gepatched worden sein. Oder ich war einfach vorher zu blöd dazu ^^

    Das Autosave merkt man auf der Switch gar nicht. Da zappelt unten rechts halt mal das Symbol, es stockt aber nichts.

    Ich hatte auf der Switch tatsächlich schon 2-3 Mal ein ganz kurzes Stocken beim Autosave, wenn ich gleichzeitig eine Aktion ausführen wollte. War aber wirklich nur ein ganz kurzer Hänger und wie gesagt bisher nur 2-3 Mal in knapp 30 Stunden Gesamtspielzeit. Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn die das noch optimieren, aber es stört mich persönlich bisher auch nicht wirklich.


    EDIT - Zur Klarstellung: Der Hänger betraf nur die Aktion selbst, der Kreis beim Aktivieren blieb halt kurz stehen und ging dann aber auch schnell wieder weiter.

    Mittlerweile hat die Switch ja immerhin auch das 4.04-Update bekommen, auf 4.05 müssen wir wohl noch warten. Mir scheint es so, als gäbe es auf der Switch immer nur ein Update pro Woche :|


    Was ich bisher beobachten konnte: Die Abstürze bei der Anleitung scheinen nicht mehr aufzutreten (war glaube ich mit 4.03 letzte Woche schon gefixt). Ausserdem kann man jetzt auch auf der Switch endlich die Mengen beim Herstellen festlegen.

    Eintrag 13 – Die Zeugen Omegas


    Die Diskussionen auf den Raumstationen halten an, werden immer emotionaler und immer weniger rational. „Diskussion“ ist vielleicht schon der falsche Begriff dafür. Es erscheint mehr wie eine verbale Prügelei. Argumente werden mit Absicht umgedeutet bzw. „falsch verstanden“, um das Gegenüber in ein schlechtes Licht zu rücken. Um dem Gegenüber eine Übertriebenheit in der Argumentation anzudichten. Es ist nur schwer vorstellbar, dass es sich um ein tatsächliches Missverständnis handelt, denn wir reden hier von erwachsenen Personen. Die müssten doch verstehen können, wie etwas gemeint ist, oder?


    Es geht längst nicht nur um Trainingskämpfe. Das ist mittlerweile nur noch einer von vielen Bereichen, die diskutiert werden. Es geht um eine generelle Ablehnung von Wahlmöglichkeiten. Es ist mittlerweile klar, dass Überlebende der Sternenunion sich unter die Diskutanten gemischt haben. Die „Zeugen Omegas“, benannt nach dem Präsidenten der Sternenunion. Sie fordern – ganz im Sinne ihres Vorbilds – eine Abschaffung aller Wahlmöglichkeiten und versuchen dies natürlich als positive Entwicklung aussehen zu lassen: „Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dementsprechend quält sich auch keiner mehr, wenn man nicht mehr wählen kann“. Alle sollen zu diesem Weg missioniert werden.


    Als ich wieder – leicht verzweifelt – eine dieser Diskussionen beobachtete, fiel mir ein anderer Raumpilot auf, der die Stationsbar gerade verlassen wollte und genauso beunruhigt schien wie ich. Ich hielt ihn auf.


    „Hey!“, sagte ich zu ihm. „Du bist auch beunruhigt von diesen Diskussionen, oder?“


    Der Pilot stellte sich als Takashi vor und bestätigte meinen Eindruck.


    „Diese Galaxie schien mal ein sehr friedlicher Ort zu sein. Bisweilen auch etwas einsam. Aber das war auch ganz schön – es gibt nichts Besseres, als seine Akkus in der friedlichen Einsamkeit der Natur aufzutanken. Natürlich gab es auch immer unterschiedliche Bedrohungen, aber die meiste Zeit – an den meisten Orten – konnte man sich sehr sicher fühlen. Jetzt fühlt es sich irgendwie anders an. Dabei könnte ich gerade jetzt diese friedliche Einsamkeit gut gebrauchen.“


    Ich fragte Takashi, warum er es gerade jetzt gebrauchen könnte. Daraufhin erzählte er mir, dass er kürzlich seinen Vater verloren habe und nun versucht, mit dieser Situation klar zu kommen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, für seinen Vater ein Denkmal zu errichten und dafür den richtigen Ort zu finden. „Das hier ist nicht der richtige Ort“, sagte er. „Die Missgunst und der ganze Hass in der Nähe würden meinem Vater nicht gerecht werden. Er hat solche Verhaltensweisen immer abgelehnt. Er war ein guter Vater, ein gutes Vorbild. Sein Denkmal sollte diese Eigenschaften widerspiegeln. Hier geht das wohl nicht – und es scheint mir, die passenden Orte dafür werden immer weniger. Da sich diese Zeugen Omegas immer weiter verbreiten.“


    Takashi hielt kurz inne. Dann fuhr er fort. „Ich verstehe die Ablehnung von Wahlmöglichkeiten nicht. Jeder konnte hier ein Leben führen, wie es für ihn am Besten passte. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme wurden groß geschrieben. Euklid ist mal berühmt dafür gewesen. Jetzt sollen Personen Dinge aufgezwungen werden, die sie nicht mögen. Welche Motivation steckt dahinter? Warum ist manchen dieser Zwang so wichtig?“


    Ich machte Takashi einen Vorschlag: „Gemeinsam und mit einigen weiteren Freunden von mir können wir die Wahlmöglichkeiten verteidigen. Dafür sorgen, dass hier auch in Zukunft Niemandem etwas aufgezwungen wird. Was sagst du?“


    Ich schaute in Takashis Augen und konnte bereits sehen, dass er ablehnen wird. Gerade als ich mich schon von ihm abwenden wollte, war er es, der diesmal mich aufhielt.


    „Mein Vater hat niemals aufgegeben. Egal wie schwer es ihm das Leben in den letzten Jahren auch gemacht hat, er hat immer weitergemacht. Er hat sich immer irgendwie durchgeschlagen. Aufgeben liegt mir nicht im Blut. Ich werde dir helfen. Aber ich muss mich erst um sein Andenken kümmern. Bitte habe Verständnis dafür, dass dies für mich oberste Priorität hat. Danach werde ich dir helfen, versprochen.“


    Ich stimmte zu und wir verabschiedeten uns. Danach begab ich mich auf meinen Frachter, um diese Aufzeichnung aufzunehmen. Es wird vermutlich die letzte Aufzeichnung dieser Art sein. Zumindest für die nächste Zeit. Während Takashi seinem Vater die letzte Ehre erweist, werde ich mich auf unsere Zusammenarbeit vorbereiten, um das zu verteidigen, was diese Galaxie so groß gemacht hat. Dazu werde ich mich von meinen bisherigen Aufgaben zurückziehen und höchstens in regelmässigem Austausch mit meinen Freunden auf der Anomalie bleiben. Zeit für Aufzeichnungen wird da keine mehr sein.


    Ich weiß noch nicht, was wir tun werden. Was wir tun können. Aber in einer Sache habe ich schonmal was mit Takashi gemeinsam: Aufgeben liegt mir nicht im Blut.

    Kleine Aktualisierung eines meiner Switch-Bugs: Zufällig habe ich gemerkt, dass die Anleitung wieder ohne Crash aufrufbar ist. Keine Ahnung, warum. Irgendwie scheinen sich die ursächlichen Umstände wohl mittlerweile geändert haben. Einen Patch gab es bisher noch nicht, auf der Switch hinken wir glaube ich auch immer noch um einen veröffentlichten Patch hinterher. Da auch oft Crash-Fixes in den Patch Notes genannt werden, ist es nicht auszuschließen, dass es im nächsten Patch sowieso schon behoben wäre. Falls nicht, hoffe ich, dass sie die Ursache noch finden und beheben - damit es definitiv nicht noch einmal auftritt.

    Leider zu früh gefreut: Der Bug ist wieder da. Es scheinen also wiederkehrende Umstände zu sein. Ich erreiche natürlich aktuell wegen dem Neustart sehr häufig neue Meilensteine, vielleicht hängt es auch irgendwie damit zusammen. Ich hoffe auf jeden Fall, das wird mit den nächsten Patches behoben.

    Kleine Aktualisierung eines meiner Switch-Bugs: Zufällig habe ich gemerkt, dass die Anleitung wieder ohne Crash aufrufbar ist. Keine Ahnung, warum. Irgendwie scheinen sich die ursächlichen Umstände wohl mittlerweile geändert haben. Einen Patch gab es bisher noch nicht, auf der Switch hinken wir glaube ich auch immer noch um einen veröffentlichten Patch hinterher. Da auch oft Crash-Fixes in den Patch Notes genannt werden, ist es nicht auszuschließen, dass es im nächsten Patch sowieso schon behoben wäre. Falls nicht, hoffe ich, dass sie die Ursache noch finden und beheben - damit es definitiv nicht noch einmal auftritt.

    Im Steam-Experimental gibt es jetzt übrigens eine weitere Neuerung, welche die Gemüter hoffentlich ein bisschen besänftigen wird. Die Schwierigkeitseinstellungen werden dann wohl ab sofort tatsächlich bei den Spielernamen sichtbar.

    ...

    - Player difficulty settings are now visualised next to their name, including a note if they have previously changed to easier settings.

    ...

    Was mir auffällt ist, dass bei der neuen individuellen Einstellungsmöglichkeit hauptsächlich über das nachträgliche vereinfachen diskutiert wird. Es geht ja auch andersherum, also das nachträgliche Erschweren. Das finde ich persönlich sehr reizvoll. Vielleicht wurde es auch schon hier und da mal kurz erwähnt, aber es geht eher unter, die Diskussion konzentriert sich doch mehr auf das vereinfachen der Schwierigkeit.


    Bei meinem aktuellen Neuanfang auf der Switch bin ich momentan sehr zufrieden mit den Normal-Einstellungen. Ich hatte vorhin mal einen Kampf mit vier Piraten, der sich so herausfordernd wie schon lange nicht, aber zu keiner Zeit unfair angefühlt hat. So soll es sein. Ich kann mir aber vorstellen, dass es sich später dann doch irgendwann zu einfach anfühlt, wenn ich mal auf demselben Stand angekommen bin wie bei meinem PS4-Hauptspielstand. In dem Fall kann ich es mir gut vorstellen und finde die Möglichkeit auch super, mir das Spiel nachträglich wieder etwas herausfordender zu machen, ohne deswegen einen neuen Spielstand anfangen zu müssen.

    Auf der Switch kann ich nur 1 (ein!) Exemplar (z.B. Metallplatten) anfertigen UND es wird sogar noch angezeigt, daß ich mit L oder R die Anzahl verändern könnte - so ging's in der Vorversion ja auch.

    Drücke ich L oder R gibt's beim einen nur ein "Möööp!"-Geräusch, beim anderen gar nichts und ich kann weiterhin nur eben 1 Stück anfertigen.

    Mit Y kann ich zwar ein weiteres Stück zum bestehenden anfertigen, das ist auf der Switch aber noch "gemütlicher", als am PC! :P

    Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Werde ich auch noch als Bug melden. Mit Y ein weiteres anfertigen war für mich bis jetzt aber auch OK, das geht ja auch relativ fix solange man jetzt nicht irgendwie 100 Stück braucht oder so ^^

    Eine Einschränkung gibt es auf der Switch auch noch: Man kann die Quecksilber-Gegenstände nicht kaufen, weil es schlicht keine Möglichkeit gibt, Quecksilber zu verdienen. Der Nexus ist auf der Switch nur Dekoration - ich vermute das ist dem fehlenden Multiplayer geschuldet, weil es technisch ja Multiplayer-Missionen sind, selbst wenn man sie auch alleine spielen kann. Ich habe einen Request an Hello Games geschrieben mit drei Vorschlägen, wie man das lösen könnte (Nexus-Missionen als Singleplayer-only Missionen auf der Switch ermöglichen ODER eine zusätzliche Möglichkeit einführen, um an Quecksilber ranzukommen ODER IM ÄUSSERSTEN FALL Quecksilber-Gegenstände auf der Switch kostenlos machen). Ich hoffe, dass sie eine davon umsetzen werden. Im Grunde sind das zwar alles verzichtbare Gegenstände, aber z.B. die Statuen hätte ich schon gerne für den Basisbau auf der Switch.


    Ausserdem habe ich einen reproduzierbaren Crash auf der Switch, den ich auch schon an HG gemeldet habe. Ich weiß nicht, ob es Switch-spezifisch ist, aber auf jeden Fall kann ich "Katalog & Anleitung" nicht mehr öffnen, dabei stürzt das Spiel immer ab. Es ging bis heute Nachmittag noch, aber dann habe ich einen Meilenstein für die Zu-Fuß-Distanz bekommen und einen Hinweis auf die Exofahrzeuge. Möglicherweise hängt das irgendwie damit zusammen, denn seitdem bekomme ich immer den Crash, wenn ich "Katalog & Anleitung" aufrufen will.

    ...

    Wenn ich in der Vergangenheit mal per Zufall einer imposanten Basis begegnet bin, hatte der Erbauer auf jeden Fall meinen vollen Respekt.

    Dies wird sich jetzt wohl ändern.

    ...

    Warum? Haben Basisbauer für dich nur dann Respekt verdient, wenn sie sich die Ressourcen zusammenfarmen müssen? Das konnte man im Kreativmodus ja auch schon umgehen.


    Mir persönlich ist es völlig schnuppe, ob jemand die Ressourcen zusammengefarmt hat oder nicht. Manche benutzen ja meines Wissens auch Programme wie Blender und importieren ihre Basen dann ins Spiel. Dafür werden wahrscheinlich auch keine Ressourcen verbraucht, weil der eigentliche Bau ja am Spiel vorbeigeht. Selbst wenn ich unendlich kostenlose Ressourcen hätte oder solche Tools wie Blender als Hilfsmittel nutzen würde, würde ich wahrscheinlich nicht einmal annähernd so tolle Basen hinbekommen wie so manch anderer. Das ist es meiner Meinung, was den Respekt verdient hat - die Kreativität der Leute, die Ideen. Das was, nicht das wie.

    Schön, dass die Switch jetzt auch endlich das Update bekommen hat. So wie ich gelesen habe, hat die Verzögerung wohl angeblich an Nintendos Zertifizierungsprozess gelegen. Jetzt kann ich endlich auch auf der Switch richtig loslegen, vor dem Update habe ich nur ein bisschen experimentiert und im wahrsten Sinne des Wortes "herumgespielt", um auszuprobieren, wie gut sich das Spiel auf der kleinen Konsole macht. Und trotz der spürbaren Einbußen im grafischen Bereich und den 2 mir bekannten fehlenden Features (Multiplayer und die Frontiers-Siedlungen) ist es überraschend gut und macht mir mindestens genausoviel Spaß wie auf der Playstation.


    Allgemein zum Update und zu der Diskussion: Ich kann den Unmut bezüglich der Änderungen z.B. am Inventur verstehen, auch wenn es für mich persönlich nicht so wild ist. Wofür ich aber kein Verständnis habe, ist die Art und Weise, wie die Diskussion teilweise geführt wird, gerade auch was die neuen Schwierigkeitseinstellungen angeht. Soweit ich weiß, wurde das ja auch immer mal wieder gefordert, ich meine auch hier im Forum schonmal Kommentare nach dem Motto "Kann man die Piraten nicht ganz ausschalten?" gelesen zu haben, weil manche Spieler sich voll und ganz auf den Erkundungsaspekt konzentrieren wollen (der ja - wie auch gerne öfter betont wird - eigentlich der Kernaspekt des Spiels ist). Jetzt habe ich das Gefühl, dass man sich schon dafür rechtfertigen muss, wenn man nicht auf eine bestimmte Art und Weise spielt, teilweise sind da sogar Beleidigungen und Beschimpfungen gefallen. Die Schwierigkeit auch nachträglich ändern zu können, gibt es auch in manch anderen Spielen. Ich sehe es sogar mittlerweile immer öfter, dass es in Spielen auch eine Art "Story-Modus" gibt, der von der Schwierigkeit noch unter "Leicht" angesiedelt ist. Das ist wohl das, was bei No Man's Sky jetzt der Relaxed-Modus ist. Es gibt halt Spieler, die sich voll und ganz auf die Story-Aspekte konzentrieren wollen, ohne von zu schwierigen Passagen aufgehalten zu werden. Das ist völlig ok, niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen. Man darf auch nicht vergessen, dass es dafür möglicherweise auch Real-Life-Gründe gibt - z.B. dass manche Menschen einfach nicht soviel Zeit zum spielen haben. Da kann so ein Story- oder Relaxed-Modus wohl schon ganz nützlich sein. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden dürfen.


    Ich habe die ganze NMS-Community im Allgemeinen wie auch dieses Forum im Speziellen als sehr hilfsbereit und einladend kennengelernt. Das hat die Community meines Erachtens erst so stark gemacht. Ich denke auch, dass die Entwickler schon immer sehr bedacht darauf waren, möglichst viele Freiheiten und verschiedene Spielstile zu ermöglichen. Bei einem Spiel mit einem derart offenen Gameplay macht das ja auch einfach Sinn. Es wäre schade, wenn sich das jetzt in eine andere Richtung entwickeln würde. Daher hoffe ich, dass das wirklich nur eine Momentaufnahme ist und sich das wieder beruhigt.

    Eintrag 12 – Hitzige Diskussion auf einer Raumstation


    Ich war kürzlich in der Bar einer Raumstation und habe dort zufällig eine recht hitzig geführte Diskussion mehrerer Piloten mitbekommen. Vielleicht hätte ich doch lieber unsere eigene Bar auf dem Frachter besuchen sollen - teilweise hatte ich auf der Raumstation etwas Angst, dass die Piloten sich irgendwann an die Gurgel gehen. Aber in meiner eigenen Bar lerne ich keine neuen Leute kennen – und keine neuen Geschichten. Die Geschichten meiner eigenen Crew kenne ich ja schon, bei vielen war ich sogar selbst dabei.


    Die Diskussion auf der Raumstation machte einmal mehr deutlich, dass die Schlacht gegen die Sternenunion die Leute immer noch beschäftigt. Es gab eine Gruppe Piloten, die sich dafür aussprach, Trainingskämpfe gegeneinander auszutragen. Um für den Ernstfall fit zu bleiben. Soweit, so okay. Zwar sollte es diesbezüglich eine Ankündigung geben, aber die Trainingsbereiche sollten nur für Teilnehmer bekannt sein. Sollte dann ein Unbeteiligter versehentlich in den Trainingsbereich gelangen, sollte er ungefragt mit einbezogen werden. Das wäre ja auch für die Person ein gutes Training, man muss schliesslich auch auf den Überraschungsfall vorbereitet sein. Nicht einbezogen werden sollten nur Leute, die vorher explizit über ein entsprechendes Formular mitgeteilt hätten, dass sie keine Beteiligung an entsprechenden Übungen wünschen. Dass es dieses Formular überhaupt gibt, sollte aber nur auf Rückfrage mitgeteilt werden – sonst würde es ja fast jeder ausfüllen, so die Begründung.


    Wirklich einig werden konnten sich die beiden Seiten nicht. Bedenken wurden mit der Begründung begegnet, dass es ja nur ein Training wäre. Durch ein Energiefeld in den Trainingsbereichen würden alle Waffen derart abgeschwächt, dass sie schlimmstenfalls einen betäubenden Effekt hätten. Sich darüber aufzuregen, wäre doch übertrieben, schliesslich stirbt dann ja keiner wirklich. Aber man wird aus seiner momentanen Aktivität herausgerissen, komplett unvermittelt und ohne eine wirkliche Wahl zu haben – schliesslich hätte man dazu das Formular ausfüllen müssen, welches man nur kennt, wenn man explizit danach gefragt hat. Aber warum sollte man nach etwas fragen, von dem man gar nicht weiß, dass es überhaupt existiert? Und was dann? Du wachst in der nächsten Raumstation wieder auf, nur damit dir jemand sagt: „Achja, ihre Habseligkeiten haben wir am Ort des Geschehens liegen gelassen. Viel Spaß beim Aufsammeln!“


    Ich wollte am Liebsten meinen eigenen Senf dazu geben, habe es mir dann aber doch verkniffen. Ich wollte die Diskussion nicht auch noch unnötig anheizen, sonst hätten die wahrscheinlich noch auf mich geschossen oder so – und das nicht im gesicherten Trainingsbereich. Es erschreckt mich, wie schwer es manchmal zu sein scheint, ein bisschen Rücksichtnahme vermittelt zu bekommen. Diese sollte doch eigentlich nicht davon abhängig sein, ob man in wirklicher Lebensgefahr schwebt, denke ich.


    Ich hoffe, solche Diskussionen werden jetzt nicht zur Regel in den Bars. Ich träume davon, irgendwann als Piloten-Rentner in einer Bar seelenruhig meinen Tee zu schlürfen und den jüngeren Piloten Anekdoten aus meinem Leben zu erzählen, ihnen vielleicht auch die ein oder andere Lebensweisheit mitzugeben. Und ich rede hier nicht von Kampftipps oder so. Ich rede von dem richtigen Leben, dem Miteinander – nicht von dem Finger, der den Abzug betätigt, sondern von dem Herzen, das in der Brust schlägt. Oder manchmal auch zwei, je nach Spezies. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben halt.

    Ich hatte das früher öfter, dass das Exo-Fahrzeug irgendwann durch den Boden gefallen ist. Das war glaube ich egal, ob da eine Höhle war oder nicht. Ist mir wenn ich mich richtig erinnere vor allem in VR öfters passiert. Da half dann nur noch, das Exo-Fahrzeug neu zu rufen. Vielleicht gibt es den Bug immer noch, habe ich aber auch schon lange nicht mehr gesehen. Momentan benutze ich die Exo-Fahrzeuge aber auch nur sehr selten.

    Eintrag 11 – Es ist vollbracht!


    Auch die Umbauarbeiten am Laderaum sind jetzt abgeschlossen. Neben Raffinerie und Extraktorraum haben wir auch 10 Lagerräume eingebaut. Damit lassen sich Rohstoffe und Gegenstände dematerialisieren und kompakt in einem Musterpuffer speichern, aus dem wir sie bei Bedarf wieder jederzeit in Sekundenschnelle rematerialisieren können. Das ist dasselbe Prinzip, welches z.B. auch im Inventar des Exo-Anzugs eingesetzt wird.


    Den Handelsraum haben wir von der Mitte wieder an die Seite geschafft, diesmal direkt neben der linken Eingangstür. Einige hatten sich über die „sperrige“ Platzierung in der Mitte beschwert. Aber so ist das manchmal: Im Kopf erscheint eine Idee sehr gut, aber in der praktischen Umsetzung erkennt man dann, dass es nicht so recht funktionieren will. Lektion gelernt.



    Damit sind alle geplanten Umbauarbeiten abgeschlossen. So sehr ich mich auch darüber freue, ein bisschen wehmütig stimmt es mich schon. Natürlich wird es immer hier und da Optimierungsarbeiten geben und vielleicht auch mal wieder ein größeres Projekt. Aber dieses große Projekt ist jetzt durch. Das Bauen hat mir und meinen Leuten wohl noch nie soviel Spaß gemacht wie in diesem Fall. In nächster Zeit kann ich mich aber erstmal wieder darauf konzentrieren, die Galaxie zu erkunden und anderen meine Hilfe anzubieten...

    Eintrag 10 – Die glücklichsten Bauern haben die größten Pilze … oder so …


    Heute habe ich unseren Landwirtschaftsspezialisten von seiner alten Farm auf Majoriu XI abgeholt, damit er endlich auf dem Frachter anheuern kann. Er hatte sich sehr über meinen Besuch gefreut.



    Die Farm war nur sehr klein und bestand aus einer einzelnen Biokuppel mit ein paar Pflanzen und einem Glasanbau für den Landwirt. Es war nicht viel, aber der kleine Gek hat sich sehr liebevoll darum gekümmert.



    Auf dem Frachter sollte er ebenfalls einen kleinen Bereich in unmittelbarer Nähe zu Laderaum und Handelsraum bekommen, damit er die angebauten Pflanzen direkt verkaufen oder für weiter entfernten Handel abtransportieren konnte. Das war der ursprünglichen Plan – zwischenzeitlich kam mir aber eine neue Idee, die ich dem Landwirt bei meinem Besuch unterbreitete.


    Statt seine Pflanzen zu verkaufen, wäre es doch viel besser, sie für den Eigengebrauch zu behalten – als Zutaten für köstliche Delikatessen in unserer neuen Bar. Und weil es Niemanden gibt, der sich mit diesen Zutaten besser auskennt als der Landwirt, sollte er der Koch und Barkeeper werden. Als ich ihm davon erzählte, war er total aus dem Häuschen. Er konnte es kaum erwarten anzufangen, als hätte er jetzt seine wahre Bestimmung entdeckt. Aber die Bar war ja noch nicht mal aufgebaut. Das war allerdings gar kein Problem – denn mit der Hilfe und den zusätzlichen Ideen des Landwirts haben wir das ziemlich zügig geschafft.


    Somit ist die neue Bar nun also tatäschlich fertig und komplettiert damit das neue Freizeitdeck. Und ich muss sagen – diese Bar übertrifft die alte wirklich um Lichtjahre. Es war wirklich eine gute Idee, dem Landwirt den Job anzubieten und seine Ideen mit einfliessen zu lassen.


    Eintrag 9 – Dreimal soviele Quartiere wie zuvor…


    Zugegeben, dreimal soviele Quartiere wie zuvor klingt nach mehr als es ist. Denn im Endeffekt heisst das: Wir haben jetzt sage und schreibe drei (!) Quartiere…


    Bisher gab es nur mein Quartier, was ich schon relativ zu Beginn der Bauarbeiten abreissen ließ. Als ich dann die Pläne für das Freizeitdeck und die dortigen Quartiere machte, dachte ich daran, dass jedes Crewmitglied einschliesslich der Fregattenleute ein eigenes Quartier haben will. Als wir nun aber mit den Bauarbeiten für die Quartiere starteten, stellte sich heraus, dass die meisten weiterhin auf den Fregatten bleiben wollten. Selbst die, die auf dem Frachter arbeiten, haben sich bisher auf eine der Fregatten einquartiert und wohl so sehr eingelebt, dass sie dort auch bleiben wollten. Einige argumentierten auch, dass Ihnen so die Trennung von Arbeit und Privatleben leichter fällt – Arbeit auf dem Frachter, Privatleben auf der Fregatte. Ein ganzes Deck für Freizeit scheint da wohl bisher nicht überzeugend genug gewesen zu sein. Mal sehen, wie es aussieht, wenn das Deck fertig ist. Neue Quartiere können wir problemlos immer noch dazubauen.


    So sind es jetzt also nur drei Quartiere. Eines für mich, eines für Gäste und eines für den Waffenspezialisten. Dieser war der Einzige, der sich tatsächlich für einen Umzug entschieden hat. Er ist gleichzeitig auch mein Sicherheitschef und als dieser hat er das Selbstverständnis, dass er auf dem Hauptschiff leben sollte. Er behauptet, das schon sehr lange gefordert zu haben, daran kann ich mich aber nicht erinnern…



    Eintrag 8 – Flora und Fauna auf dem Frachter


    Nicht nur unser eigenes Leben ist durch Piraten, Wächter und allerlei anderer Bedrohungen in Gefahr. Auch die Flora und Fauna auf den Planeten und sogar im All wird bedroht. Es ist uns wichtig, dieses Leben genauso zu schützen wie unseres. Daher hatten wir bei der Planung bereits vorgesehen, einen eigenen Bereich für Flora und Fauna auf dem Frachter zu bauen. Mit Freude kann ich zu Protokoll geben, dass dieses Vorhaben nach Erhalt der dafür notwendigen Baulizenzen bedeutend schneller abgeschlossen werden konnte als geplant:



    Eine kleine Abweichung zu den ursprünglichen Planungen gibt es aber. Wie sich herausstellte, hat unsere lebende Fregatte die andere Frachterseite als ihre Lieblingsseite auserkoren. Damit das Kalb trotzdem in ihrer Nähe und Sichtweite sein kann, haben wir deshalb die Korridorseiten für Flora/Fauna und die geplanten Mannschaftsquartiere miteinander getauscht.


    Vor ein paar Tagen habe ich zum ersten Mal Fenster in meinem Frachter eingesetzt. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich beim Abriss eines Raumes vorher wohl ein bisschen was vergessen habe...