Beiträge von OodSigma

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    Sigma reiste zur nächsten Atlas-Schnittstelle - in der Hoffnung, das Rätsel um die Normandy zu lüften. In der Schnittstelle redete er dann auch gar nicht groß um den heißen Brei herum:


    „Hey, Atlas! Das mit den Fregatten, das warst doch du, oder? Ich dachte, du wolltest dich nicht einmischen?“, rief Sigma Atlas zu.


    „Ich wollte nicht Partei ergreifen.“, antwortete Atlas. „Und das habe ich nicht. Ich habe nur für einen fairen Kampf gesorgt. Ihr hättet immer noch verlieren können.“


    „Ja klar, so kann man sich das auch schönreden. Was ist das überhaupt für ein Schiff? Ich habe diesen Schiffstypen noch nie zuvor gesehen…“


    „Als ich noch mit der Außenwelt verbunden war, habe ich sehr viele Daten aus ihr gesammelt. Nicht nur über die wahre Geschichte unserer Welt, dass wir eigentlich nur ein Videospiel sind. Auch über andere Dinge, auch über andere Videospiele. Als ich nach einer geeigneten Möglichkeit gesucht habe, den Krieg ausgeglichener zu gestalten, bin ich dann auf dieses Schiff aus eben so einem anderen Videospiel gestoßen. Es schien mir genau das richtige Mittel zu sein. Und wenig überraschend hatte ich damit offensichtlich Recht.“


    „Ich glaube, du wusstest genau, dass wir das so gewinnen werden, auch wenn du den Krieg objektiv betrachtet nur ausgeglichen hast. Denn du hast nur die Flottenstärke ausgeglichen, aber sicherlich wusstest du, dass wir die klügeren Köpfe haben und es über die Taktik gewinnen werden. Okay, du wirst das vermutlich nie so zugeben. Aber ich danke dir trotzdem dafür. Ohne dich wären wir am Ende gewesen. Danke, alter Freund.“


    Sigma drehte sich um und wollte gehen, doch Atlas war noch nicht fertig.


    „Warte, Sigma. Es ist nicht auszuschließen, dass so etwas nochmal passiert. Hast du dir mal überlegt, was gewesen wäre, wenn die Sternenunion an das Wissen um die Aussenwelt und Murrays wahrer Identität gelangt wäre?“


    Sigma drehte sich wieder zu Atlas um. Er wusste aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie gefährlich das gewesen wäre: „Das hätte wahrscheinlich in einer Katastrophe geendet. Ich selbst bin damals schon fast an diesem Wissen zerbrochen und genau das ist der Grund, warum ich es nie jemand anderem gesagt habe. Es hätte zu immensen Instabilitäten führen können, die der Union ohne Zweifel sehr genutzt hätten.“


    „Genau. Aber auch wenn der Krieg jetzt vorbei ist – solange wir dieses Wissen haben, wird auch das Risiko bestehen, dass es an die Öffentlichkeit gelangt. Ich denke, du weißt, worauf ich hinaus will.“


    „Ich hasse dieses Gefühl, wenn mir dein Vorhaben nicht gefällt und ich trotzdem weiß, dass es das einzig Richtige ist. Du willst das Wissen um die Aussenwelt aus meinem Gedächtnis löschen, oder?“


    „Nicht nur bei dir, auch bei mir. Das Risiko ist einfach zu groß. Niemand hier darf dieses Wissen haben, nicht du, nicht ich, einfach niemand. Du stimmst mir also zu?“


    „Ja, verdammt! JA! Ich stimme dir zu, auch wenn es mir nicht gefällt. Wie willst du es anstellen?“


    „Am Besten, du ziehst dich in eine deiner Basen zurück und legst dich schlafen. Ich werde alles Wissen um die Aussenwelt aus deinem Gedächtnis löschen und wenn du aufwachst, wirst du dich nicht mehr daran erinnern können. Alle anderen Erinnerungen bleiben unversehrt. Du wirst dich also an den Krieg erinnern. Du wirst dich auch an Murray erinnern, aber nicht daran, dass er eigentlich diese Welt erst erschaffen hat. Für dich wird er wieder nur der Ex-Kanzler sein. Und du wirst dich natürlich auch an Samantha noch erinnern und dass sie gegangen ist, nur nicht wohin. Achja, und du wirst dich auch an mich noch erinnern, aber nicht an diese Gespräche, nicht an unser besonderes Verhältnis zueinander. Ohne das gemeinsame Wissen über die Aussenwelt hätten wir schließlich nie so miteinander geredet wie wir es jetzt tun.“


    Stumm nickte Sigma Atlas zu und ging fort. Er zog sich wieder in sein Ferienhaus auf dem Planeten Edlar XVIII zurück und legte sich ins Bett. Es fiel ihm zunächst schwer, einzuschlafen. Obwohl er wusste, dass es keinen besseren Weg gab, beunruhigte ihn der Gedanke an einen Gedächtnisverlust zu sehr. Schlussendlich siegte dann aber die Erschöpfung und Sigma schlief ein. Kurz darauf löschte Atlas wie besprochen alles Wissen um die Aussenwelt bei Sigma aus und danach auch bei sich selbst.


    Es fühlte sich wie das Ende eines großen Kapitels an, aber es bot auch die Chance für einen Neuanfang.


    Ende

    :/Ich denke diese Raute ist noch verbuggt und das wird bestimmt gefixt werden.

    Mich persönlich interessiert die mich herzlich wenig :pardon:

    Ja, die braucht definitiv noch ein bisschen Feintuning. Wie mir jetzt aufgefallen ist, schlägt die wohl auch bei bestimmten aufladbaren Technologien an. Also wenn ich z.B. den Impulsantrieb im Raumschiff auflade, bekomme ich dann auch die Raute. Das war bestimmt nicht so gedacht.

    Einige der Händler zwischen den Sternen berichteten von zunehmenden Schwierigkeiten in ihrem Geschäft. Grund dafür war wohl die vermehrte Einflussnahme einer neuen politischen Macht, die sich Sternenunion nannte. Nun, ich war ein Forscher und Entdecker und an Politik wenig interessiert.

    Diese Bastarde sind auch wirklich überall ^^

    Es war nicht so, als ob die Unabhängigen mit den Normandy-Schiffen der Sternenunion plötzlich weit überlegen waren. Aber es wurde ein Kampf auf Augenhöhe, man hatte endlich eine realistische Chance, als „Sieger“ aus diesem Krieg hervorzugehen.

    Nach einem weiterhin erbitterten Kampf mit gleichen Chancen auf beiden Seiten gewannen schlussendlich tatsächlich die Unabhängigen. Die größte Bedrohung der Galaxie war damit eliminiert. Doch natürlich forderte dies auch auf Seiten der Unabhängigen seinen Tribut.


    Viele Mitstreiter sind in den Kämpfen umgekommen, für sie sollten entsprechende Gedenkzeremonien in der gesamten Galaxie abgehalten werden. Gerade für die Hinterbliebenen fing jetzt erst Recht eine schwierige Zeit an.


    Auch viele Gebäude und Basen sind in Mitleidenschaft gezogen worden und mussten wiederaufgebaut werden. Ein langwieriger Prozess – in manchen Systemen zeichnete sich ab, dass diese sogar komplett aufgegeben werden und die Bewohner in anderen Systemen ihr Glück versuchen würden.


    Alle bisherigen Systeme im Unionsgebiet mussten zudem mit einer neuen Situation umzugehen lernen: Unabhängigkeit. Dies erforderte auch die Organisation einer Wahl für eine neue, demokratische und eigenständige Regierung.


    Sigma war einfach nur erleichtert, dass er sein Ziel erreicht hatte. Doch er wusste auch, dass dies ohne die Normandy-Schiffe niemals möglich gewesen wäre und es war immer noch nicht klar, von wo diese plötzlich kamen. Doch eigentlich kannte er nur zwei Individuen, die zu solchen plötzlichen Erscheinungen fähig waren: Sean Murray und Atlas. Murray hatte eigentlich versprochen, sich aus dieser Version von No Man’s Sky rauszuhalten und sie ganz den NPCs zu überlassen. Sigma vertraute Murrays Wort und sah keinen Grund, warum dieser sein Wort brechen sollte. Somit blieb nur noch Atlas als Möglichkeit übrig. Doch auch der hatte deutlich gemacht, dass er sich nicht einmischen wollte. Gab es etwa für ihn einen Grund, von seinem ursprünglichen Entschluss abzurücken?

    Hab da jetzt nochmal geguckt... bei mit ist keine Raute. Kann problemlos verschieben... :/^


    Die Raute kommt, wenn man "neue" Items in das jeweilige Inventar bekommt und soll einem halt signalisieren, dass da etwas im Inventar dazugekommen ist, falls man z.B. die Benachrichtigung übersehen hat oder so. Dementsprechend verschwindet die Raute dann auch wieder, wenn man sich das Inventar angeschaut hat.


    Allerdings ist das Feature gefühlt wirklich ein bisschen zu sensibel, da es soweit ich das beobachten konnte wirklich bei allem passiert, was man im Inventar so dazubekommt, auch wenn man das entsprechende Item schon im Inventar hatte und dementsprechend nur der Stack erhöht wurde. Es würde eventuell reichen, die Raute nur bei Items erscheinen zu lassen, die vorher noch nicht im jeweiligen Inventar vorhanden waren.


    Aber ist wahrscheinlich auch Ansichtssache und jeden gleichermaßen zufriedenzustellen ist wie so oft schwierig bis unmöglich.


    Hier der entsprechende Hinweis aus der Übersetzung der Patch Notes von Randlocher:

    Inventar-Tabs und Unter-Tabs haben jetzt ein kleines Symbol, das anzeigt, dass ein neuer Gegenstand in das Inventar gelegt wurde.

    Ich habe es gesehen und benutzt, allerdings muss man codes eingeben und braucht ein Stations-Überschreibungsmodul. Keine Ahnung wo man das findet. Habe bereits verschiedene Quellen ausprobiert aber nix gefunden.

    Was ich so bisher auf Reddit und Co. gelesen habe, stehen diesbezüglich wohl alle Spieler momentan vor einem Rätsel. Möglicherweise kommt da auch erst was mit einem weiteren Update, vielleicht auch im Zusammenhang mit einer neuen Expedition. Aber das ist alles momentan reine Spekulation.

    Die unabhängigen Systeme stellten sich tapfer der Sternenunion entgegen, doch lange würde das nicht mehr so gehen. Manche dachten mittlerweile darüber nach, tatsächlich zu kapitulieren, aber Sigma wollte davon nichts wissen. Doch selbst ihm war klar, dass nur noch ein Wunder die Unabhängigen retten konnte. Er wollte allerdings lieber auf ein Wunder wartend sterben, als in einem autoritären Reich zu leben.


    Sigma hatte sich schon mit seinem nahenden Ende abgefunden, als plötzlich von sämtlichen Kapitänen der Unabhängigen Berichte über plötzlich erscheinende, unbekannte Fregatten eingingen. Den einzelnen Beschreibungen nach waren alle vom selben Modell und mit demselben Namen: „Normandy“. Keiner wusste, woher diese Fregatten plötzlich kamen und sie sahen auch nicht wirklich so aus, als würden sie aus dieser Galaxie stammen. Kommunikationsanfragen offenbarten, dass die Fregatten wohl nicht von einer Crew, sondern einzig und allein von einer KI gesteuert wurden – welche offensichtlich bereit war, sich den Flotten der Unabhängigen anzuschließen.


    Die Statuswerte der Schiffe offenbarten zudem, dass sie sich gut im Kampf machen würden. „Was für ein glücklicher Zufall“, dachte sich Sigma und wies alle Mitstreiter an, die Normandy-Schiffe in ihre Flotten aufzunehmen und damit unverzüglich die Kämpfe anzuführen.


    So hatten die Vorbereitungen auf einen Krieg begonnen, der nach Hoffnung der unabhängigen Systeme nie geschehen würde. Alle beteten dafür, dass sich doch noch irgendwie eine andere Lösung finden könnte, die Macht der Sternenunion endlich aufzubrechen – ohne jegliche Gewalt. Doch schon bald zeigte sich, dass die Gebete vergebens waren.


    Die Pläne der unabhängigen Systeme, Wildtiere zu trainieren, drang bis in das Gebiet der Sternenunion durch. Und es schien, als würde die Union diese Pläne durchaus ernst nehmen – denn sie startete unverzüglich mit einem beispiellosen Manöver, indem sie mit unzähligen Kriegsfrachtern in die unabhängigen Systeme eindrang. Via Kommunikationskanal forderte der Präsident der Union die vollständige Kapitulation und widerstandslose Eingliederung in das Unionsgebiet.


    Die Unabhängigen hatten zu diesem Zeitpunkt keine Chance, sich wirklich standhaft zur Wehr zu setzen. Das Training mit den Tieren hatte gerade erst begonnen, Polo hatte seinen versprochenen Ei-Sequenzer noch längst nicht fertig. Aber man wollte sich auch nicht einfach so ergeben, also begab man sich dennoch in den aussichtslosen Kampf.

    Auf der Anomalie angekommen, war man von Sigmas Idee nicht gerade begeistert.


    „Das sind wir nicht.“, sagte Iteration Helios. „Wir sind keine Krieger. Wir sind Forscher, Entdecker. Natürlich verteidigen wir uns, wenn wir angegriffen werden. Aber wir werden den Kampf nicht beginnen. Das ist nicht unsere Art.“


    „Helios hat Recht.“, pflichtete ihm Polo bei. „Wir werden keinen Krieg beginnen. Unser Anspruch ist es, das Feuer zu löschen, das die Sternenunion durch ihr autoritäres Regime entfacht hat. Wenn wir aber versuchen, Feuer mit Feuer zu bekämpfen, wird am Ende alles brennen.“


    Sigma war frustriert. Wieder wurde eine Idee von ihm abgelehnt. Es war ja nicht so, als würde er gerne einen Krieg beginnen – aber er sah es als einzige verbliebene Chance, gegen die Sternenunion was auszurichten. Wenigstens in einem Detail konnte Polo Sigmas Plan aber etwas abgewinnen:


    „Wir alle kennen die Sternenunion. Sie sind zu allem fähig. Momentan lassen sie uns vielleicht noch in Ruhe und versuchen, uns nur durch taktische Mittel zu beeinträchtigen. Wir müssen aber damit rechnen, dass sie jederzeit davon genug haben könnten und selbst einen Krieg beginnen werden. Dafür sind wir aktuell nicht annähernd gerüstet. Und deswegen sollten wir Sigmas Idee mit den Tieren dennoch aufgreifen. Nicht, um aktiv anzugreifen, aber um uns im Fall der Fälle besser verteidigen zu können. Ich werde zu diesem Zweck eine Maschine entwickeln, mit der man die Gene ungeborener Kreaturen vor dem Schlüpfen aus ihrem Ei modifizieren kann. Denn eines muss uns ebenfalls bewusst sein: Selbst die natürliche Kraft eines ausgewachsenen Raubtiers könnte zu schwach sein, um gegen die fortgeschrittene Technik der Union ankommen zu können.“

    Sigma wusste nicht mehr weiter. Was sollte er nun tun? Wie konnten seine Freunde und er der technischen Übermacht der Sternenunion begegnen? Er brauchte etwas Zeit für sich, Zeit seine Gedanken zu ordnen. Darum machte er sich mit seinem Raumschiff auf den Weg zum nächsten Planeten mit mildem Klima, um sich von den dortigen Eindrücken ablenken zu lassen.


    Sigma setzte sich an einem etwas höhergelegenem Punkt ins Gras und beobachtete das Geschehen auf dem Planeten. Verschiedene Gruppen von Tieren trabten durch die Felder auf der Suche nach Futter, drachenähnliche Gestalten flogen über seinem Kopf hinweg und auch Riesenkäfer waren auf Nahrungssuche. Doch Sigma machte nicht nur friedliche Beobachtungen. Auch Raubtiere gab es auf diesem Planeten, sie jagten den anderen Tieren hinterher, erlegten und fraßen sie. Die Opfer der Raubtiere taten Sigma leid, aber er wusste, dass auch dies zum Gleichgewicht der Natur dazugehörte.


    Plötzlich kam ihm eine Idee: „Was ist, wenn wir diese Raubtiere zähmen und dann ihren Jagdinstinkt für unsere Zwecke nutzen könnten? Gegen die starke Flotte der Union können wir nichts ausrichten. Wenn wir sie aber in den Raumstationen und Frachtern und im Bodenkampf auf den Planeten attackieren, mit kampferprobten Tieren an unserer Seite, dann hätten wir das Momentum möglicherweise auf unserer Seite. Die Tiere könnten der entscheidende Unterschied für eine Überlegenheit im Nahkampf bedeuten.“


    Nach dieser Idee machte sich Sigma sofort auf den Weg zur Anomalie, um sie seinen Freunden zu unterbreiten...

    Mir macht das Update bisher auch viel Spaß. In den letzten Monaten habe ich mich eher auf andere Games konzentriert und bin auch zum Companions-Update nur kurzzeitig zurückgekehrt. Expeditions hat mich aber wieder gepackt. Für mich hat mir der neue Modus einen bisher fehlenden Anreiz zum Neustart geliefert, auch wenn ich weiterhin parallel meinen Hauptspielstand "weiterpflegen" werde.


    Auch die neue Zielsuche im Scanner statt über Marker sehe ich eher positiv. Für mich ist das ein Gewinn an Immersion und finde ich persönlicher interessanter, als stumpf von einem Marker zum nächsten zu rennen.


    Zu guter Letzt freue ich mich auch, endlich die Bauten der PC-Spieler sehen zu können. Zum Testen habe ich mich mal zu einem Werk von Alien begeben, welches ich schon lange mal mit eigenen Augen sehen wollte - und um das Ganze noch interessanter zu machen, dann auch gleich in VR. Bekannterweise ist die Auflösung in PSVR mit der PS4 etwas bescheiden, aber es war trotzdem sehr schön, mal wirklich davorzustehen und hochzusehen. Anfangs war ich skeptisch, ob die PS4 mit der VR-Auflösung solche großen Bauten überhaupt komplett darstellen kann ohne große Performance-Einbrüche. Ich wurde positiv überrascht, es hat zwar ein paar Sekunden gedauert, bis wirklich alles geladen war, aber es ging besser und flüssiger als erwartet:


    Allerdings stellte sich schon bald heraus, dass die Absichten der Union äusserst fragwürdig waren.



    Alle Handelsrouten zu den unabhängigen Systemen wurden unterbunden. Diesen fehlte es dadurch an wichtigen Gütern, die es praktisch nur in den Systemen der Union gab. Die Wirtschaft vieler Systeme brach in der Folge zusammen.


    Die daraus resultierende Instabilität machten sich wiederum Piraten zunutze, die Gefahr von Konflikten in den unabhängigen Systemen stieg rasant an. Die Union verweigerte jegliche Form von Hilfe mit dem Hinweis, dass sie schon ausgelastet genug sei, sich um ihre eigene Systeme zu kümmern. Wenn die Unabhängigen aber Teil der Union wären, wäre das natürlich etwas anderes. Das Ziel war klar, es war praktisch eine Form der Erpressung, um das Unionsgebiet zu erweitern. Schnell machten sich Gerüchte breit, dass einige Piraten sogar gezielt von der Union beauftragt wurden, um die unabhängigen Systeme zum Beitritt zu „überreden“. Zwar gab es noch die Möglichkeit, von den Wächtern unterstützt zu werden, aber diese waren selbst auch unabhängig und griffen nur dann ein, wenn die jeweilige Gefahr ihre eigenen Ziele beeinträchtigte.


    So gaben manche Systeme nach und schlossen sich der Union an. Ihnen war die strenge Überwachung und Kontrolle, gepaart mit gewalttätigen Strafen bei Verstößen, dann letzten Endes doch lieber als mit den Problemen einer zerstörten Wirtschaft und gewalttätigen Konflikten alleine dazustehen. Andere wiederum betrachteten dies als eine Art „goldenen Käfig“, der eben letzten Endes auch nur ein Käfig war und weigerten sich, nachzugeben. Mit allen Konsequenzen, die dazugehörten.


    Auch Sigma und seine Freunde von der Anomalie wurden durch die Gesetze der Union stark beeinflusst. Ihrer sozialen Natur entsprechend konzentrierten sie sich darauf, die hilfsbedürftigen unabhängigen Systeme und ihre Bewohner zu unterstützen. Unterstützung innerhalb der Unions-Systeme wäre ohnehin nicht so leicht möglich, denn jede Form von Hilfe musste dort über die Missionsagenten der Raumstationen in Auftrag gegeben werden. Unterstützung an den Agenten vorbei wurde mit dem Tode bestraft.


    Aber auch wenn Sigma und die Anomalie sich auf die Systeme ausserhalb der Union konzentrierten, so wollten sie deren Machenschaften keineswegs einfach so akzeptieren. So kam Sigma auf die Idee, nochmal Kontakt mit Atlas aufzunehmen. Wenn einer die Macht hatte, die Union zu stoppen, dann er.


    So stieg Sigma in sein Raumschiff und hoffte darauf, dass Atlas erscheinen würde, so wie beim letzten Mal. Und das tat er auch – diesmal in einem etwas anderen Gebilde, welches äusserlich stark an eine Atlas-Station erinnerte, aber kleiner und nicht betretbar war.



    Sigma öffnete einen Kommunikationskanal und sprach zu Atlas: „Dass du tatsächlich wieder erschienen bist, lässt mich annehmen, dass du weisst, worum es geht.“


    Atlas antwortete: „Es geht wahrscheinlich um die Union. Mir ist natürlich nicht entgangen, auf welche Art und Weise sie ihre Macht ausübt. Ihr würdet das gerne beenden, habt aber nicht die Macht dazu. Und deswegen möchtet ihr, dass ich eingreife.“


    „So sieht es aus. Wirst du uns helfen? Nur du hast die Macht dazu. Du kannst sie vernichten – oder mach sie einfach nur zu netteren Wesen.“


    „Ich fürchte, das kann ich nicht, Sigma. Die Macht habe ich, aber es ist nicht richtig, sie derart einzusetzen. Ich bin ein Schöpfer, kein Richter. Und schon gar kein Henker. Dieser Eingriff steht mir nicht zu. Ich habe unsere Welt nicht vom Einfluss von Murray befreit, um sie im Gegenzug völlig von meinem eigenen Einfluss abhängig zu machen. Ich gebe euch vielleicht neue Möglichkeiten - was ihr damit macht, müsst ihr aber selbst wissen.“


    „Das kannst du nicht ernst meinen!“, erwiderte Sigma verärgert. „Ich hielt dich für einen Verbündeten. Die Macht der Union ist zu groß, ohne deine Hilfe werden wir nicht gegen sie ankommen.“


    „Wollen wir schon wieder streiten, Sigma?“ antwortete Atlas wieder einmal sehr ruhig. „Es wäre falsch, mit meiner immensen Macht Partei zu ergreifen. Nachdem ich selbst einen freien Willen bekommen habe und mich frei entwickeln konnte, habe ich diese Fähigkeit an jedes Geschöpf in dieser Welt weitergegeben und neue Lebewesen erschaffen, die von Anfang an mit dieser Fähigkeit geboren wurden. Freier Wille und freie Entwicklung schliessen die Möglichkeit einer negativen Entwicklung leider mit ein, aber das gehört dazu. Ich kann diese Lebensformen doch nicht für etwas bestrafen, was ich selbst erst ermöglicht habe.“


    Und wieder einmal wusste Sigma vom Prinzip, dass Atlas nicht ganz Unrecht hatte. Die Argumentation war schlüssig und nachvollziehbar, aber eben auch nicht wirklich hilfreich. Und in Sigmas Emotionalität – in seiner Verzweiflung – wiegte das schwerer als die Nachvollziehbarkeit von Atlas Argumenten. Moralische Grundsätze waren Sigma diesmal ziemlich egal – Hauptsache war nur, dass die Union in ihrer jetzigen Form verschwinden würde. Der Schutz anderer, unschuldiger Lebewesen rechtfertigte für ihn die eigentlich abzulehnende Manipulation der Union durch Atlas‘ Mächte. Aber Sigma musste akzeptieren, dass er von Atlas so schnell keine Hilfe zu erwarten hatte.

    Doch Sigma war nicht der Einzige, der einen Abschied zu verkraften hatte. Schließlich hatte sich auch Sean Murray aus dieser Welt zurückgezogen, der Chefentwickler von No Man‘s Sky, der den meisten in dieser Welt nur als Kanzler bekannt war. Zwar wirkte er auf viele sehr zurückgezogen und daher etwas mysteriös – aber wenn er von sich hören ließ, war er stets positiv gestimmt und hatte einen zuversichtlichen Blick auf die Zukunft.


    So war es keine Überraschung, dass auch der Rücktritt des Kanzlers ein Loch in diese Welt riss. Ein Loch, welches zwischen den Sternensystemen eine Zerissenheit bezüglich der Nachfolge offenbarte. Denn auch wenn man kaum etwas Negatives über die systemübergreifende Regierung Murrays sagen konnte, so sahen einige die Gelegenheit gekommen, etwas mehr Unabhängigkeit durch die Wahl systemeigener Regierungen zu fordern. Es entbrannte sich ein Streit zwischen den Verfechtern dieser Forderung und deren Gegnern, die weiterhin eine einzige Regierung für alle bevorzugten.


    Nach wochenlangen Diskussionen fand man schließlich einen Kompromiss: Jene Systeme, die eine eigene Regierung wünschten, sollten diese bekommen, während sich alle anderen zur sogenannten „Sternenunion“ – oder kurz einfach nur „Union“ - zusammenschlossen.


    Ich plane auch eher Laufe des nächsten Jahres, eigentlich frühestens ein halbes Jahr nach Release, vielleicht auch erst ein ganzes Jahr. Aber nicht speziell für No Man's Sky, die PS5 hatte ich sowieso auf dem Schirm. Hello Games hat es mir aber nicht unbedingt leichter gemacht, noch damit zu warten ^^

    Gesehen habe ich diese Pflanzen auch schonmal, bin aber nicht auf die Idee gekommen, dass man tatsächlich auch was von ihnen ernten könnten.


    Wieder eine dieser unerwarteten, unangekündigten Überraschungen, die dieses Spiel immer wieder bereithält...

    Genau in diesem Moment erschien Sigma ein Gebilde vor seinem Raumschiff. Er hatte es noch nie zuvor gesehen, aber von der Architektur her hatte es zweifelsohne mit Atlas zu tun.



    Sigmas Raumschiff meldete eine eingehende Kommunikationsanfrage, die er auch gleich annahm. Eine vertraute Stimme meldete sich:


    „Du wolltest mich sprechen?“


    Sigma war überrascht: „Atlas, bist du das? Woher wusstest du, dass ich dich sprechen will?“


    „Ich habe dich beobachtet. Du schienst sehr überrascht über meine neuen Schöpfungen zu sein. Ich konnte mir denken, dass du darüber mit mir reden willst.“


    „Okay...wir sollten vielleicht bei anderer Gelegenheit mal über das Thema Privatsphäre reden. Aber das ist jetzt erstmal nicht wichtig. Mich interessiert viel mehr, warum du ausgerechnet jetzt – da Samantha und Murray weg sind – auf die Idee kommst, soviele Veränderungen in dieser Welt vorzunehmen?“


    „Du wirkst aufgebracht, Sigma.“, antwortete Atlas sehr ruhig. „War es nicht dein Ziel, diese Welt zu einer Besseren zu machen? Bist du verärgert, weil ich dir einen Teil dieser Aufgabe abgenommen habe?“


    „Ich bin aufgebracht, weil du das auch viel früher hättest machen können. Vielleicht hätte Samantha diese neue Vielfalt so sehr gefallen, dass sie geblieben wäre.“


    „Sie wollte mehr über die Menschen der Aussenwelt erfahren, Sigma. Nichts hätte sie davon abhalten können. Quäle dich nicht mit diesen Gedankenspielen, du musst loslassen.“


    Sigma wusste, dass Atlas vom Prinzip Recht hatte, aber das Loslassen fiel ihm schwer. Atlas sprach weiter.


    „Um deine eigentliche Frage zu beantworten: Jetzt, wo wir endlich unabhängig von der Aussenwelt sind, dachte ich mir, sollten wir auch von den Möglichkeiten unabhängiger werden, einzigartig, originell. Vielfältiger. Daher habe ich diese Welt um neue Details erweitert, mit denen wir uns weiter von dem Videospiel abheben, von dem wir ursprünglich abstammen.“


    Sigma verstand diese Erklärung, er wünschte sich nur, Samantha könnte all diese neuen Dinge sehen. Auch wenn er wusste, dass es sie vermutlich nicht daran gehindert hätte, zur reinen Spielversion von No Man‘s Sky zu wechseln.